09 Okt 2015
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Harter Kampf gegen die Freezers

Iserlohn Roosters – Hamburg Freezers 3:2 (1:0;1:2;1:0)

Iserlohn – Es war ein bemerkenswerter Kampf. Mit 3:2 haben die Iserlohn Roosters am Abend in der Eissporthalle am Seilersee vor 4 578 Zuschauern die Hamburg Freezers niedergerungen. Für die Entscheidung sorgte dabei wie schon vor zwei Wochen gegen den ERC Ingolstadt Stürmer Jason Jaspers.

Im ersten Drittel entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Beide Mannschaften legten ein hohes Tempo und viel Einsatz an den Tag, klare Möglichkeiten waren die Ausnahme. Einen Tick mehr Härte brachten die Gäste ins Spiel, was vier Strafzeiten allein im ersten Abschnitt dokumentieren. Aus ihrer ersten Überzahlsituation schlugen die Roosters direkt Kapital, brachte Dylan Wruck die Sauerländer nach Zuspiel von Nick Petersen und Mike York mit 1:0 in Führung (5.). Einen weiteren, per Schlittschuh erzielten Treffer von Wruck erkannte das Schiedsrichter-Gespann nach Ansicht der Videobilder nicht an (10.). Ansonsten verhinderten beide Abwehrreihen weitere Treffer.

Die Freezers starteten mit mehr Druck ins Mitteldrittel, dem der IEC allerdings das 2:0 entgegensetzte: Petersen schloss eine schöne Kombination über Michel Périard und York glänzend ab (24.). Ruhe kam damit aber nur kurzzeitig in die Begegnung, da die Hamburger von Konfusion in der Iserlohner Abwehr profitierten. J.P. Côté hatte seinen Helm verloren und hätte dementsprechend vom Eis gehen müssen. Die Roosters wirkten desorientiert. Nutznießer war Ex-Rooster Sean Sullivan, der sich die Scheibe schnappte und direkt zum 2:1 ins Gehäuse jagte (26.). Die Gastgeber ließen zahlreiche weitere Strafzeiten der Hamburger verstreichen, ohne frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Stattdessen ließ bei den Cracks vom Seilersee gegen Ende des Mittelabschnittes in der Defensive die Konzentration etwas nach. Die Strafe folgte auf dem Fuß: In Form des 2:2 Ausgleichtreffers neun Sekunden vor der Sirene durch Philippe Dupuis (40.).

Das Schlussdrittel in dieser kampfbetonten, intensiven Partie, in der die Sauerländer aber dennoch gänzlich ohne Strafzeiten auskamen, wurde noch einmal rasant. Jason Jaspers verwertete einen Abpraller von Bobby Raymond zum 3:2 (44.), danach aber ließen die Hausherren gegen hart Forechecking spielende Hanseaten viele Möglichkeiten liegen. Unter dem Strich siegte Iserlohn aufgrund der Spielanteile verdient.

 

Die Statistik:

Roosters: Lange – Côté, Périard, Petersen, Caporusso, Connolly, Jaspers, Macek, Lavallée, Wruck, Raymond, Sylvester, Teubert, Blank, Button, Bassen, Orendorz, Friedrich, York, Ross

Hamburg: Kotschnew – Festerling, Klassen, Tiffels, Davies, Schubert, Oppenheimer, Dupuis, Krämmer, Sertich, Schmidt, Jakobsen, Roy, Sullivan, Müller, Liwing, Mitchell, Hafenrichter, Wolf, Flaake

Schiedsrichter: Brill (Zweibrücken), Schimm (Mühldorf)

Tore: 1:0 (4:47) Wruck (Petersen, York/5:4), 2:0 (23:34) Petersen (Périard, York), 2:1 (25:10) Sullivan (Oppenheimer, Roy), 2:2 (39:51) Dupuis (Roy), 3:2 (43:24) Jaspers (Raymond, Périard)

Strafen: Roosters 0; Hamburg 12

Zuschauer: 4 578