06 Dez 2015
(L-R) Petri Vehanen, Micki DuPont von den Eisbären Berlin, Brodie Dupont, Bradley Ross von den Iserlohn Roosters und Florian Busch von den Eisbären Berlin kämpfen um den Puck während des Spiels zwischen den Eisbären Berlin und Iserlohn Roosters am 06.12.2015 in Berlin, Deutschland. (Foto von Mathias Renner/City-Press GbR)

Punktlos in Berlin

Eisbären Berlin – Iserlohn Roosters 3:0 (0:0/1:0/2:0)

Berlin – Am Ende fiel das Ergebnis in der Hauptstadt ein, vielleicht sogar zwei Tore zu hoch aus. Mit 0:3 mussten sich die Iserlohn Roosters bei den Eisbären geschlagen geben, die nach dem Sieg gegen Mannheim auch die Sauerländer schlagen konnten und den zweiten Tabellenplatz übernahmen. Taktisch machte das Team einen richtig guten Job, in Überzahl aber fehlten einmal mehr die Tore, die das Spiel mehr in Richtung des IEC hätten öffnen können.

„Wir waren vielleicht sogar ein wenig nervös am Anfang, haben insgesamt aber sehr solide gespielt“, sagte Co-Trainer Jamie Bartman nach Drittel eins und beschrieb kurz und knapp das, was die 1200 aus dem Sauerland mitgereisten Fans von ihrem Team geboten bekamen. Dass es Unentschieden 0:0 stand, war ein Erfolg, auch wenn beide Teams im Verfolgerduell nicht alles riskierten, sich taktisch unglaublich diszipliniert präsentierten. Hochkarätige Chancen erarbeitete sich keine der beide Mannschaften, mal tauchte Tallackson gefährlich vor Pickard auf, mal Jaspers oder Bassen vor Vehanen. Am Ende aber blieben immer die Goalies Sieger, weil ihre Vorderleute Schusswege blockierten oder läuferisch viel investierten, um die Räume des Gegners so eng zu machen wie möglich. Die beste Gelegenheit der Gäste hatte Brodie Dupont, der Vehanen im Doppelpack prüfte (8.). Besonders wichtig aber war: Die Blau-Weißen blieben geduldig und ihrer taktischen Ausrichtung treu, verdienten sich so das aus ihrer Sicht positive Ergebnis.

Eigentlich hatte sich die Coaches der Roosters auch schon auf ein taktisches Lob für ihre Mannschaft nach dem Mittelabschnitt eingerichtet, dann aber kam die 37. Spielminute und der eine kleine Moment, den Eisbären-Kapitän Rankel zum Führungstreffer nutzen konnte. Der startete an der Bande, hinter dem Tor der Sauerländer und drückte die Scheibe am kurzen Pfosten, ähnlich einem ´Bauerntrick`, ins Tor. Unglücklich. Chet Pickard ärgerte sich anschließend sichtlich, so einen doch einfachen Gegentreffer haben er und seine Vorderleute in der bisherigen Saison noch nicht zugelassen. Darüber, ob die knappe Führung verdient war, lässt sich streiten. Definitiv brachten die Gastgeber mehr Schüsse auf das Tor des IEC als die Waldstädter auf den Kasten der Eisbären. Herausgespielte Möglichkeiten blieben auf beiden Seiten aber Mangelware. Jaspers (Pfosten) und Périard hatten ihre Gelegenheiten, scheiterten aber beim Feintuning. Insgesamt aber konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Roosters vorsichtig agierten, nicht so schnell ihre Entscheidungen trafen und damit dem Gegner die Möglichkeit eröffneten, Angriffe abzufangen oder ihr Aufbauspiel zu durchkreuzen.

Möglichst schnell den knappen Vorsprung des Hauptstadt-Teams zu egalisieren, war den Roosters nach der zweiten Pause nicht vergönnt. Erst als Hördler zum dritten Mal in der Partie mit einer Zwei-Minuten-Strafe vom Eis musste, die Sauerländer zwei Minuten mit einem Mann mehr auf dem Eis standen, erarbeiteten sie sich gefährliche Chancen, die allerdings dank Vehanen nicht zum Ausgleich führten. Périard, Jaspers und Macek erzwangen Glanzparaden des Berliner Keepers, brachten aber den Puck nicht über die Linie. Trotzdem ließ sich das Pasanen-Team nicht entmutigen, rackerte weiter hart, überstand eine weitere Unterzahl und kassierte gleich anschließend Gegentreffer Nummer zwei. Erneut zog Rankel in Richtung Pfosten, wurde nicht energisch genug angegriffen und stopfte die Scheibe an gleicher Stelle ins Iserlohner Tor. Damit war das Match entschieden, Pasanen nahm Chet Pickard vom Eis, versuchte mit sechs Feldspielern den Anschlusstreffer zu markieren, das aber war den Roosters nicht vergönnt. Auf der anderen Seite verbuchte Darin Olver den dritten Berliner Treffer ins leere Iserlohner Tor.

 

Die Statistik:

Eisbären: Vehanen – Busch, DuPont; Constantin Braun, Baxmann; Müller, Hördler – Darin Olver, Noebels, Tallackson; Mark Olver, Rankel; Mulock; Talbot, Machacek, Pohl; Laurin Braun, Kuji; Ziegler

Roosters: Pickard – Button, Raymond; Orendorz, Teubert; Côté, Périard – York, Friedrich, Blank; Jaspers, Caporusso, Macek; Bassen, Ross, Dupont; Sylvester, Connolly, Lavallée

Schiedsrichter: Brill (Zweibrücken), Winnekens (Berlin)

Tore: 1:0 (36:17) Rankel (Kuji, Baxmann), 2:0 (54:48) Rankel (Mark Olver, Machacek), 3:0 (59:39) Darin Olver (Tallackson, Constantin Braun)

Strafen: Eisbären: 10; Roosters: 8

Zuschauer: 13.829