23 Feb 2016
Foto: Hendrik Klein

Geschafft!

Iserlohn Roosters – Thomas Sabo Ice Tigers 4:2 (2:1/2:0/0:1)

Iserlohn – Am 47. Spieltag der Deutschen Eishockey Liga sichern sich die Iserlohn Roosters den ersten Sieg gegen die Nürnberg Ice Tigers in dieser Saison, gewinnen mit 4:2 und verdienen sich drei weitere, wichtige Punkte im Kampf um die beste Ausgangsposition für die Playoffs.

Mit gigantischem Offensivdruck startete der IEC ins Match, wollte Treffer Nummer eins im ´Sechs-Punkte-Spiel`, erarbeitete sich schon nach 110 Sekunden eine Doppel-Schusschance durch Caporusso und Jaspers. Auch anschließend hämmerten die Sauerländer Schuss um Schuss auf den Kasten von Nürnbergs Goalie Andreas Jenike, der einen guten Job machte, seine Jungs im Spiel hielt. So gut das Team vom Seilersee offensive Akzente setzte, umso anfälliger präsentierte es sich allerdings auch in der Defensive, ließ viel zu viele Kontersituationen der Gäste zu, kassierte nach einem Scheibenverlust in der Nürnberger Zone folgerichtig das 0:1 (7.). Borer spielte den Pass auf Heatley, der den völlig alleingelassenen Steckel bediente. Anschließend herrschte Roosters-Nervosität. Drei, vielleicht vier Minuten wirkte das Pasanen-Team beeindruckt. Dann der Angriff von Friedrich, der eine Chance erzwingen wollte und durch die Nürnberger Verteidigung ging. Joslin gebot ihm zwar Einhalt, die Scheibe kam dennoch zurück zu den Roosters. Orendorz schoss, Dupont – im Liegen – brachte die Scheibe über die Linie (13.). 30 Sekunden später erklang erneut das ´Rama-Lama-Ding-Dong` – dank Kontergefahr des IEC. Caporusso passte auf Macek, der ließ Jenike zum zweiten Mal keine Chance. In den Schlusssekunden hatten die Sauerländer dann im Powerplay sogar die Chance zum 3:1, Caporusso, Connolly und Jaspers aber fehlte Glück und ein Hauch mehr Übersicht.

58 Sekunden nach Wiederbeginn machte es York besser, traf drei Sekunden vor Ablauf von Nowaks Strafe zum 3:1, ein ganz wichtiger Treffer, der etwas mehr Ruhe und definitiv Selbstbewusstsein schuf. Das Tor war zudem wunderschön anzuschauen, dank Petersens genialem Zuspiel auf den Mannschaftskapitän am langen Pfosten. Im weiteren Verlauf fanden die Sauerländer die Ausgewogenheit zwischen gutem Defensivspiel und schnellen Angriffszügen. Erst vier Minuten vor dem Ende wurde die Partie hektischer. Nachdem Chet Pickard drei Chancen der Ice Tigers vereitelt hatte, drohte ein kleiner Einbruch der Blau-Weißen. Erneut setzte Petersen der Gäste-Euphorie ein Ende, zog vor das Tor von Jenike und schoss aus der Halbdistanz. Erst sah es so aus, als würde der Ice Tigers-Schlussmann den Puck stoppen, dann aber fiel er über die Stockhand doch zum 4:1 hinter die Linie (37.). Definitiv war damit die Partie noch nicht entschieden, aber die Roosters waren auf dem richtigen Weg.

Nürnberg wechselte zu Beginn des Schlussabschnitts den Goalie, Jochen Reimer kam für Andreas Jenike zwischen die Pfosten. Ein Ruck wollte zunächst dennoch nicht durch die Reihen der Ice Tigers gehen, zu gut funktionierte die Iserlohner Defensive. Das galt auch für die zweite IEC-Unterzahl im Match, als Friedrich vom Eis gestellt, zwei Minuten in der Kühlbox verbringen musste. Der Anschlusstreffer gelang den Ice Tigers nicht. Zwei Minuten später aber machten sie es deutlich besser, setzten den Kasten der Sauerländer unter Druck, bekamen durch Printz den Schuss und verkürzten auf 2:4 (50.). 122 Sekunden vor dem Ende nahm Nürnberg den Goalie vom Eis, drei Chancen hatten die Iserlohner zum fünften Treffer ins leere Tor, der am Ende aber nicht mehr gelingen wollte.

 

Die Statistik:

Roosters: Pickard – Button, Teubert; Côté, Raymond, Périard, Lavallée, Orendorz – Jaspers, Caporusso, Macek; York, Dupont, Petersen; Bassen, Ross, Hamill; Friedrich, Blank, Connolly

Ice Tigers: Jenike (ab 40:01 Jochen Reimer)– Printz, Klubertanz, Joslin, Foster; Borer, Nowak; Weber – Steckel, Heatley, Pföderl; Reinprecht, Ehliz, Patrik Reimer; Murley, Pfleger, Segal; Buzas, Möchel, Oblinger

Schiedsrichter: Oswald (Bad Wörrishofen), Schukies (Herne)

Tore: 0:1 (06:29) Steckel (Heatley, Borer), 1:1 (12:29) Dupont (Friedrich, Orendorz), 2:1 (13:09) Macek (Caporusso, Button), 3:1 (20:58) York (Petersen, Dupont/5:4), 4:1 (36:23) Petersen (York, Périard), 4:2 (49:18) Printz (Ehliz, Patrick Reimer)

Strafen: Roosters: 4: Ice Tigers: 6

Zuschauer: 4.967 (ausverkauft)