16 Mrz 2016
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Sieg in Spiel eins

Iserlohn Roosters – Thomas Sabo Ice Tigers 4:0 (2:0/1:0/1:0) / Playoff-Viertelfinale – Stand: 1:0

Iserlohn – Shutout von Mathias Lange zu Beginn, ein souveränes Match des gesamten Teams. Zum Start der Viertelfinalserie feiern die Roosters einen verdienten Sieg gegen die Nürnberg Ice Tigers, aber die Serie ist noch lang.

Nervosität beim Aufwärmen unverkennbar! Es waren die kleinen Augenblicke, die bewiesen, dass das Team vom Seilersee nicht ganz entspannt, nach neun Tagen Pause, ins erste Match gegen die Ice Tigers würde gehen können. Doch der Gegner sorgte für Entspannung pur, verschlief den Start und ermöglichte mit eigenen gravierenden Patzern dem Pasanen-Team eine 2:0-Führung nach 99 Sekunden. Brodie Dupont vom Außenrand des linken Bullykreises und 1:10 Minute später Jason Jaspers mit einem weiteren herrlichen Schuss sorgten dafür, dass der altehrwürdige Hockeytempel in seinen Grundfesten bebte. Trotz vieler starker Auftaktdrittel in der Saison hätte wohl keiner der blau-weißen Anhänger einen solchen Start erwartet. Leider verpasste es das Team nach der frühen Auszeit, genommen von Ice Tigers-Trainer Wilson, den dritten oder sogar vierten Treffer nachzulegen. Bassen hatte, frei am rechten Pfosten aufgetaucht, nach knapp acht Minuten die vielleicht beste Möglichkeit, als die Scheibe in Richtung Torlinie trudelte, der Videobeweis aber zeigte, dass sie nicht in vollem Umfang darüber war. Anschließend bäumten sich die Gäste mehr auf, versuchten wenig überraschend Körperlichkeit ins Match zu bringen, generierten aber mit Ausnahme weniger gefährlicher Schussgelegenheiten wenig Probleme. Lange konnte seinen Kasten ohne große Sorgen sauber halten, das Momentum der Anfangsminuten aber war nach den ersten zwanzig Minuten dahin. Ärgerlich, die einzige Iserlohner Überzahl, als Pfleger wegen Hakens vom Eis musste, blieb trotz gut laufender Scheibe ungenutzt. Gerade auf die Special Team-Momente aber kommt es in einer solchen Serie eben an.

Leider lief das Powerplay auch im zweiten Drittel für die Waldstädter noch nicht nach Plan. Zwei Mal waren die Ice Tigers in Unterzahl auf dem Eis, zwei Mal verpassten die Sauerländer den dritten Treffer. Die dritte Chance mit einem Mann mehr zum Erfolg zu kommen, ließen sich die Gastgeber aber nicht nehmen. Mit vier Iserlohnern gegen drei Franken hatte York den Freiraum aus zentraler Position zu schießen – traf oben rechts ins Eck, unhaltbar für Beskorowany. Der Start in den Mittelabschnitt aber gehörte den Nürnbergern, die deutlich mehr Scheibenbesitz hatten und zu viel Spielanteile im Roosters-Drittel generieren konnten. Gefährlich war es selten, wenn dann war meistens Patrick Reimer auf dem Eis. Durchatmen musste der Seilersee nach Oblingers Lattenkracher in der 28. Spielminute, der, belegt durch den Videobeweis, die Scheibe nicht über die Torlinie brachte. Dank der Nürnberger Undiszipliniertheiten aber kamen die Roosters besser ins Spiel, verbuchten Treffer drei und würden, so konnte man vermuten, einen sehr offensiven Kontrahenten im Schlussdrittel gegen sich haben.

Rob Wilson, Cheftrainer der Nürnberger aber verweigerte nach Wiederbeginn die ganzheitliche Offensive. Aufmachen, Angriff auf Angriff in Richtung des Iserlohner Tors zu bringen war in den ersten zehn Minuten nicht Konzept des Vorrundensechsten. So überstanden die Blau-Weißen eine Unterzahl, anschließend einen Scheibenverlust von Périard, konnten ihrerseits einen Alleingang Petersens ebenfalls nicht zum entscheidenden vierten Treffer im Kasten der Ice Tigers versenken. 6:49 Minuten vor dem Ende nahm Wilson dann aber seinen Goalie vom Eis, Nürnberg drückte, aber die Sauerländer trafen dank guter Übersicht von Jason Jaspers ins leere Tor zum 4:0. Es war die letztendliche Entscheidung.

 

Die Statistik:

Roosters: Lange – Button, Teubert; Côté, Raymond; Périard, Lavallée; Orendorz – York, Dupont, Petersen; Bassen, Sylvester, Ross; Jaspers, Caporusso, Macek; Friedrich, Connolly, Blank

Ice Tigers: Beskorowany – Joslin, Klubertanz; Printz, Borer; Martinovic, Nowak; Weber – Reinprecht, Ehliz, Reimer; Murley, Pfleger, Segal; Steckel, Heatley, Pföderl; Buzas, Möchel, Oblinger

Schiedsrichter: Aumüller (Planegg), Piechaczek (Landsberg)

Tore: 1:0 (00:29) Dupont (York, Petersen), 2:0 (01:39) Jaspers (Caporusso, Macek), 3:0 (36:45) York (Dupont, Raymond/4:3), 4:0 (54:17) Jaspers (Macek, Caporusso/EN)

Strafen: Roosters: 12; Ice Tigers: 20

Zuschauer: 4.967 (ausverkauft)