22 Mrz 2016
Foto: Steffen Oliver Riese

Jetzt hilft nur noch ein Sieg!

Thomas Sabo Ice Tigers – Iserlohn Roosters 7:1 (2:0/2:0/3:1)

Nürnberg – Zu viele verlorene Zweikämpfe, zu viele Fehler. In Nürnberg kassierten die Roosters die dritte Niederlage dieser Runde. Die Ice Tigers bärenstark, zeigen den Sauerländern an diesem Abend ihre Grenzen auf.

Sie hatten sich viel vorgenommen, starteten solide und überlegt ins Match, erlebten positive Anfangsminuten mit starker Defensivleistung und einigen guten Angriffen. Sowohl die York-Formation als auch Raymond per kontrolliertem Schuss im ersten Powerplay der Partie hätten die Sauerländer in Führung bringen können. Einmal mehr aber hatten die Blau-Weißen nicht das Glück, den einen überragenden Moment auf ihrer Seite. Nürnberg dagegen steigerte, je länger das erste Drittel dauerte, Intensität und Tempo, versuchte erneut mit harten Checks zu agieren. Gleichzeitig hatte Ice Tigers-Coach Rob Wilson für die Roosters eine neue Überraschung ausgeklügelt. Oft schickte der Franken-Trainer im Angriff vier seiner Spieler unmittelbar vor das gegnerische Tor, vertraute auf nur einen Mann an der blauen Linie. Genauso fiel auch das 1:0 (10.). Vor dem Lange-Tor sorgten die Gastgeber für Unruhe, brachten den Puck auf Reimer, der aus fünf Metern knallhart und ohne Chance für den Roosters-Goalie abzog. Gegentreffer Nummer zwei resultierte aus einem Fehler vor dem Tor, als Lange den Rebound erlaubte, seine Vorderleute Buzas nicht kontrollierten, der den Iserlohns Keeper umspielte (18.). Noch ein weiteres Mal hatten die Iserlohner die Chance in Überzahl zum zwischenzeitlichen Ausgleich zu kommen, allein das gute Penaltykilling der Ice Tigers durchkreuzte stets die Iserlohner Pläne.

Pasanen und Bartman forderten vor dem Mitteldrittel erneut, dass sich das Team auf die ausgegebene Taktik zurück besinnen sollte, sie erhofften sich die Geduld, die es braucht, um ins Match zurückzukehren. Und die Ansätze waren erneut gut. Insbesondere die Formation um Jaspers mit Macek und Caporusso entwickelte den notwendigen Druck, aber generierte eben nicht das Momentum. Auf das körperliche Zeichen an der Bande im eigenen Drittel schaffte es Caporusso per Konter eben nicht den Anschlusstreffer zu verbuchen, kassierten die Sauerländer gleich anschließend den nächsten Reimer-Konter, den Lange entschärften musste. Als Möchel in der 28. Minute zum 3:0 traf, rackerten die Roosters weiter, schafften es aber nicht die Franken zu gefährden. 47 Sekunden vor Drittelende, als man erneut hoffte, vielleicht im Powerplay den Anschlusstreffer zu erzielen, erlaubten sich die Sauerländer einen Scheibenverlust, den Steckel zum 4:0 einnetzte – das zweite Shorthanded-Goal gegen das Team vom Seilersee in dieser Serie.

Zu Beginn des Schlussabschnitts wechselte Pasanen Pickard für Lange ein, hoffte damit einen Akzent zu setzen. Das Team versuchte erneut, die Defensivarbeit zu leisten, die der Trainer sich wünschte, schaffte das aber nur für 4:09 Minuten. Dann fing Nowak einen Pass in der Iserlohner Zone ab, lief allein und unbedrängt auf das Iserlohner Tor zu, konnte sich die Ecke aussuchen. Auch das 6:0, nur 96 Sekunden später, resultierte aus einem gewonnen Zweikampf der Gastgeber, die Zuordnung stimmte nicht, Heatley machte das nächste Tor per Schlagschuss. Anschließend versuchte Dupont ein Zeichen zu setzen, kassierte zwei Strafminuten, Macek ging kurz danach. Einmal mehr aber überstand das Pasanen-Team diese Unterzahlmomente, kassierte keinen weiteren Treffer. Der fiel 9:50 Minuten vor dem Ende im Nachstochern durch Oblinger, den die Roosters vor dem Tor einfach nicht aus dem Weg bekamen. Den Ehrentreffer erzielte Louie Caporusso in der 57. Minute, nach Vorarbeit von Macek.

 

Die Statistik:

Ice Tigers: Beskorowany – Printz, Borer; Joslin, Klubertanz; Martinovic, Nowak; Weber – Steckel, Heatley, Pföderl; Reinprecht, Ehliz, Reimer; Murley, Buzas, Segal; Pfleger, Möchel, Oblinger

Roosters: Lange (ab 40:00 Pickard) – Button, Teubert; Côté, Raymond; Périard, Lavallée; Orendorz – York, Dupont, Petersen; Jaspers, Caporusso, Macek; Bassen, Connolly, Sylvester; Friedrich, Shevyrin, Blank

Schiedsrichter: Aumüller (Planegg), Piechaczek (Landsberg)

Tore: 1:0 (09:18) Reimer (Martinovic, Ehliz), 2:0 (17:31) Buzas (Klubertanz, Murley), 3:0 (27:13) Möchel (Pfleger), 4:0 (39:13) Steckel (Möchel/4:5), 5:0 (44:09) Nowak, 6:0 (45:45) Heatley (Pföderl), 7:0 (50:10) Oblinger (Borer, Murley), 7:1 (56:51) Caporusso (Macek, Raymond)

Strafen: Ice Tigers: 8; Roosters: 6

Zuschauer: 7.646 (ausverkauft)