17 Sep 2016
Ryan Button von den Iserlohn Roosters und Mathias Niederberger von der Düsseldorfer EG während des Spiels zwischen Düsseldorfer EG und Iserlohn Roosters am 16.09.2016 in Düsseldorf, Deutschland. (Foto von City-Press GbR)  EINGESCHRÄNKTE NUTZUNGSRECHTE  Copyright DEL - Photo Sharing  Nutzung ausschließlich für interne Verwendungszwecke der einzelnen DEL-Clubs, der Liga und der Deutschen Telekom

Keine Punkte in Spiel eins

Düsseldorfer EG – Iserlohn Roosters 4:2 (0:1/0:0/4:1)

Düsseldorf – Spiel eins der neuen Saison geht verloren. Trotz einer lange gehaltenen 1:0-Führung müssen sich die Sauerländer aufgrund zweier Undiszipliniertheiten bei der Düsseldorfer EG mit 2:4 geschlagen geben.

Sturm und Drang der DEG bestimmten die ersten acht Minuten im ISS-Dome. Wie erwartet lieferte das Kreutzer-Team gerade zu Beginn vor allem läuferisch ab, kämpfte, rackerte und erarbeitete sich vier, fünf hundertprozentige Torgelegenheiten, die der starke Mathias Lange zwischen den Pfosten allesamt parieren konnte. Je länger das Drittel aber dauerte, umso mehr kamen auch die Blau-Weißen ins Match. Düsseldorf verabschiedete sich vom Anfangstempo, war nicht mehr ganz so konsequent im Umschaltspiel, gab den Roosters mehr Zeit und leistete sich erste kleine Unkonzentriertheiten. Dass ausgerechnet ein Schuss vom hoch im DEG-Drittel stehenden Troy Milam den Führungstreffer und das erste Tor des IEC in dieser Saison markieren sollte, war dennoch gegen den starken Mathias Niederberger im DEG-Tor eine Überraschung. Allerdings stand Caporusso, begleitet von einem DEG-Spieler, so gut vor dem Tor, dass Niederberger diesen Schuss mit großer Sicherheit gar nicht gesehen hat und der Puck deshalb im langen Eck einschlagen konnte. Zwar erhöhte der Gastgeber anschließend wieder das Tempo, hatte vor allem in seiner ersten Unterzahl zwei Konterchancen, aber auch diesmal blieb Lange Sieger.

Weil Nowak eine Jaspers-Aktion kurz vor Ende des ersten Drittels nur mit einem Haken zunichte machen konnte, starteten die Blau-Weißen mit einem noch 79 Sekunden dauernden Powerplay in den Mittelabschnitt. Doch diese und zwei weitere Überzahl-Momente konnten die Blau-Weißen im weiteren Verlauf, trotz guter Momente nicht für sich nutzen. Grund: Die DEG investierte läuferisch und kämpferisch gerade in diesem Momenten etwas mehr, die Sauerländer dagegen verließen sich auf ihr spielerisches Können, verpassten so das knappe Ergebnis um einen Treffer zu erhöhen. Die Gäste selbst hatten nach jeder überstandenen Unterzahl einen Hauch von Momentum auf ihrer Seite, erarbeiteten sich aber keine hundertprozentige Gelegenheit vor dem Kasten des auch weiterhin gut stehenden Mathias Lange. Insbesondere in den zweiten zehn Minuten aber bekamen die Roosters immer mehr Probleme, die Scheibe konsequent aus der eigenen Zone zu befördern. Jari Pasanen nahm eine Auszeit, ordnete das Aufbauspiel und sah wieder eine strukturiertere Roostersmannschaft.

Trotzdem waren die Roosters zum Auftakt der letzten zwanzig Minuten die zweitbeste Mannschaft auf dem Eis. Düsseldorf drückte, erhöhte das Tempo hatte zwei hervorragende Chancen und nutzte die dritte durch Kammerer, weil der IEC erneut den Puck nicht aus der eigenen Gefahrenzone dreschte, stattdessen spielerische Lösungen suchte (43.). Weil das Pasanen-Team der DEG auch in der übernächsten Situation erneut zu viel Raum in der neutralen Zone ließ, entwickelte sich aus dem nächsten Angriff die nächste Chance, die Lewandowski mit einem grandiosen Schuss unter die Latte zum 2:1 nutzte (44.). Damit war die Partie binnen 24 Sekunden gedreht. Von diesem Schreck erholten sich die Waldstädter zwar schnell, brauchten aber bis zur 50. Minute bis Caporusso, von Jaspers in Szene gesetzt, die bis dahin beste Möglichkeit des Schlussabschnitt zum Ausgleich hatte. Dass der dennoch gelang, war Aston Rome zu verdanken. Der Neuzugang vollendete knapp sechs Minuten vor dem Ende einen Alleingang zum 2:2. Zwei mal zwei Strafminuten in der Schlussphase, Milam nach absichtlichem Torverschieben und Rome nach einer Aktion gegen Kreutzer bescherten der DEG doppelte Überzahl und den erneuten Führungstreffer durch Milley, der einen von der Bande kommenden Rebound zum 3:2 nutzte. Anschließend riskierte Jari Pasanen alles, nahm seinen Goalie vom Eis und kassierte durch Lewandowki einen Emty Net-Treffer zum 2:4-Endstand. Diese erste Niederlage wäre vermeidbar gewesen.

 

Die Statistik:

Roosters: Lange – Pikkarainen, Milam; Orendorz, Périard; Fischer, Button, Shevyrin – Jaspers, Caporuso, Jones; Down, Wruck, Blank; Rallo, Rome, Dziurzynski; Friedrich, Bettahar, Bassen

DEG: Niederberger – Conboy, Brandt; Ebner, Daschner; Nowak, Haase, Davies – Kreutzer, Barta, Gawlik; Milley, Strobel, Weiß;Collins, Bowman, Kammerer; Miard, Dmitriev, Lewandowski

Schiedsrichter: Köttstorfer (Rosenheim), Piechaczek (Landsberg)

Tore: 1:0 (12:28) Milam (Jaspers), 1:1 (42:55) Kammerer (Collins, Bowman), 2:1 (43:19) Lewandowski (Collins), 2:2 (54:01) Rome (Milam, Orendorz), 3:2 (58:31) Milley (Dmitriev, Bowman), 4:2 (59:25) Lewandowski (Collins)

Strafen: DEG: 10 + 10 (Daschner); Roosters: 8

Zuschauer: 7.738