18 Sep 2016
Mathias Lange und Ryan Button von den Iserlohn Roosters während des Spiels zwischen Iserlohn Roosters und Thomas Sabo Ice Tigers am 18.09.2016 in Iserlohn, Deutschland. (Foto von City-Press GbR)  EINGESCHRÄNKTE NUTZUNGSRECHTE  Copyright DEL - Photo Sharing  Nutzung ausschließlich für interne Verwendungszwecke der einzelnen DEL-Clubs, der Liga und der Deutschen Telekom

Ein Zähler nach dem ersten Wochenende

Iserlohn Roosters – Thomas Sabo Ice Tigers 3:4 n.P. (2:1/0:0/1:2)

Iserlohn – In der 12. Runde des Penaltyschießens entscheidet Nürnberg im erste Saisonheimspiel am Seilersee eine spannende DEL-Partie für sich, in der die Sauerländer drei Mal in Führung gingen, um stets den Ausgleich zu kassieren – auch aufgrund eigener Fehler.

Spannend und gespickt mit vielen Torchancen auf beiden Seiten startete die erste Playoff-Revanche gegen die Ice Tigers, die für die Neuen im Roostersteam eigentlich keine war. Dass die Sauerländer sich viel vorgenommen hatten, sah man schon nach wenigen Sekunden. Der IEC entwickelte Druck in XXL, kam nach 49 Sekunden vor den Karsten von Andreas Jenike und traf zum 1:0. Jaspers hatte die Scheibe hinter dem Tor gesichert, zog links um den Kasten und legte die Scheibe vorbei am Nürnberger Goalie. Trotzdem bescherte der frühe Treffer den Roosters noch keine defensive Sicherheit. Die Franken hatten in der Folge mehr Spielanteile, Lange und seine Verteidigung verhinderten aber einen schnellen Ausgleich. Dass er trotzdem fiel, lag an einem schnellen Konter der Ice Tigers, Dupuis genialem Pass auf den heranstürmenden Kozek, der Lange überwand (9.). Drei Minuten später kassierte Jones die erste Strafe der Partie wegen Beinstellens, die die Blau-Weißen überstanden, um anschließend selbst in Überzahl agieren zu können. Dupuis saß draußen, als nach einer guten Kombination Button die Scheibe auf Jones brachte, der direkt abzog. Weil Jenike den Rebound ermöglichte, traf Rome zur erneuten Führung und dem 2:1-Zwischenstand nach zwanzig Minuten.

Im Mittelabschnitt blieb Nürnberg anfangs optisch überlegen, hatte vor allem in den ersten zehn Minuten mehr Spielanteile in der Verteidigungszone der Roosters, kombinierte gefällig, hatte zahlreiche Schüsse und schaffte es immer wieder einen Mann für Rebounds vor Mathias Lange zu bringen. Nicht immer kontrollierten die Sauerländer die Schläger des Gegners, ermöglichten damit den Gästen immer wieder gefährliche Chancen, die dank des Iserlohner Goalies aber allesamt nichts einbrachten. Nürnberger Undiszipliniertheiten veränderten die Partie in der zweiten Hälfte des Mitteldrittels. Immer öfter kamen auch die Roosters vor das gegnerische Tor, verpassten es aber mit ´Fünf-gegen-Fünf`-Spielern oder in Überzahl auf 3:1 davonzuziehen. Die Partie erinnerte in dieser Phase ans Düsseldorf-Match vom Freitag. Auch da hatten die Waldstädter zu viele Gelegenheiten ungenutzt verstreichen lassen.

2:55 Minuten waren im Schlussdrittel gespielt, als Nürnberg der Ausgleich gelang. Die Roosters verpassten es die Scheibe nach einem längeren Wechsel tief ins gegnerische Drittel zu bringen, als die Ice Tigers zum Konter starteten und Buzas das 2:2 verbuchte. Nur vier Minuten später aber stellten die Gastgeber die Führung wieder her. Wruck erarbeitete sich im Drittel der Franken die Scheibe, legte den Puck auf Down, der mit seinem Direktschuss zum 3:2 traf (47.). Aber auch das sollte noch nicht die Entscheidung sein. Ein abgefangener langer Pass in die neutrale Zone wurde von den Ice Tigers abgefangen, nach einer 3:2-Situation von Pfleger in Richtung Tor gebracht und zum 3:3 abgefälscht (53.). Trotz zweier guter Momente von Blank und Jones blieb es beim Unentschieden nach regulärer Spielzeit. Zum ersten Mal mussten die Sauerländer in die ´Drei-gegen-Drei`- Verlängerung. Torszenen hatten in der Overtime Seltenheitswert, hier ein gefährlicher Schuss, da eine nicht komplettierte Kombination. Aufregend wurde es nur in den Schlusssekunden als Dupuis vor Lange auftauchte, sich alle nach der Scheibe reckten die Entscheidung zugunsten der Nürnberger gerade vereiteln konnten. Das anschließende Penaltyschießen wurde zum Geduldsspiel. Erst in der zwölften Runde fiel die Entscheidung als Filin traf, Blank am Pfosten scheiterte.

 

Die Statistik:

Roosters: Lange – Fischer, Button; Milam, Pikkarainen; Périard, Orendorz; Shevyrin – Jaspers, Jones, Caporusso; Down, Rallo, Wruck; Bassen, Rome, Dziurzynski; Friedrich, Ross, Blank

Ice Tigers: Jenike – Festerling, Blacker; Martinovic, Syvret; Mebus, Weber – Reinprecht, Ehliz, Patrick Reimer; Steckel, Filin, Pföderl; Dupuis, Kozek, Segal; Buzas, Möchel, Pfleger

Schiedsrichter: Krawinkel (Moers), Schütz (Zweibrücken)

Tore: 1:0 (00:49) Jaspers, 1:1 (08:42) Kozek (Dupuis, Weber), 2:1 (15:43) Rome (Button, Fischer/5:4), 2:2 (42:55) Buzas (Blacker), 3:2 (46:49) Down (Wruck, Button), 3:3 (52:58) Pfleger (Festerling, Pföderl), 2:3 (65:00) Filin (PS)

PS: Down (an TW), Reimer (an TW), Rome (an TW), Dupuis (an TW), Caporusso (TW), Pfleger (an TW), Reimer (an TW), Jones (an TW), Dupuis (1:0), Jaspers (1:1), Dupuis (an TW), Jaspers (an TW), Reinprecht (an TW), Down (an TW), Dupuis (an TW), Rallo (an TW), Steckel (an TW), Jaspers (an TW), Pföderl (an TW), Dziurzynski (an TW), Kozek (verschossen), Wruck (vorbei), Filin (2:1), Blank (Pfosten)

Strafen: Roosters: 8; Ice Tigers: 14 + 10 (Festerling)

Zuschauer: 4.118