17 Dez 2016
Foto: Jonas Brockmann

Wichtige Heimpunkte für die Blau-Weißen

Iserlohn Roosters – Eisbären Berlin 4:3 n.P.(2:0/1:2/0:1/0:0)

Iserlohn – Zu Hause bleiben die Sauerländer eines der besten Teams der Liga, denn auch gegen die Eisbären Berlin siegten die Sauerländer am Ende nicht unverdient. Erneut war es, wie gegen Köln, Blair Jones, der im Penaltyschießen für die Entscheidung sorgte und letztendlich auch die gute Leistung der Roosters krönte.

Ohne die verletzten Stürmer Greg Rallo und Brad Ross, sowie dem gesperrten Matt Dziurzynski, gehörten die Anfangsminuten dennoch den Gastgebern. Fischer, Down, Jones und Halischuk prüften zu Beginn Eisbärenkeeper Petri Vehanen, der aber bei den jeweiligen Abschlüssen wenig Mühe hatte, die Scheibe abzuwehren. Erst in der 11. Minute musste Iserlohns Goalie Mathias Lange ins Spielgeschehen eingreifen, als André Rankel einen Distanzschuss auf das Roostersgehäuse abgab. Die Sauerländer blieben aber spielbestimmend und das zahlte sich aus. Periards Schuss fälschte Denis Shevyrin noch ab, die Scheibe sprang an den Innenpfosten und von da ins Tor – die Führung für die Roosters und es kam noch besser. Als Ex-Rooster Nick Petersen wegen Beinstellens auf der Strafbank musste, nahm Verteidiger Ryan Button Maß, dessen verdeckter Schuss erneut im Netz der Berliner landete. Die Führung für Iserlohn war nach den ersten 20 Minuten mehr als verdient.

Zu Beginn des Mittelabschnitts konnten sich beide Teams im Überzahl- beziehungsweise Unterzahlspiel beweisen. Die Gastgeber kamen sogar in Unterzahl zu Chancen durch Caporusso und Friedrich. Die größte Möglichkeit besaß allerdings Spencer Machacek auf Seiten der Berliner, der plötzlich frei vor Lange auftauchte, sich Zeit ließ und versuchte den Keeper auszuspielen. Den Puck bekam er dabei aber nicht über die Linie geschoben. Anschließend die Roosters in Überzahl und mit einem Schuss von Blaine Down an den Außenpfosten. Die Berliner gestalteten danach die Partie ausgeglichener und hatten Glück, als Halischuk den Puck vertändelte und Talbot mit der Rückhand Lange keine Chance ließ. Die Antwort der Iserlohner kam allerdings prompt. Pikkarainen spielte die Scheibe tief an die Bande, die Scheibe sprang vor das Tor zurück, dort stand Dylan Wruck goldrichtig und netzte zum 3:1 ein. Kurz vor dem Ende des Mittelabschnitts dann aber noch einmal eine Drangphase der Gäste und 30 Sekunden vor dem Ende hielt Wilson die Scheibe in einen Gervais Schuss und verkürzte erneut zum 2:3 aus Sicht der Eisbären.

Berlin hatte im letzten Drittel die erste große Möglichkeit als Shevyrin wegen hohen Stocks und Caporusso wegen Aneignung eines fremden Schlägers in doppelter Überzahl agierten. Dupont war es schließlich der mit einem Flachschuss abschloss und Lange keine Chance ließ. Immer noch in Unterzahl startete Blank einen Konter der Sauerländer den Vehanen aber parieren konnte. Fast im direkten Gegenzug schnappte sich Busch die Scheibe, Iserlohn mit Probleme beim Wechseln, doch der Berliner verzog frei vor dem Gehäuse den Puck. In der Schlussphase dann noch einmal Hektik, weil erst ein Foul an den Roosters nicht geahndet wurde und kurz darauf Ryan Button für eine Behinderung auf die Strafbank musste. Die Gastgeber überstanden allerdings die Unterzahl und auch die anschließende Verlängerung.

Im Penaltyschießen waren dann die Sauerländer die Glücklicheren an diesem Abend. Nachdem die ersten fünf Schützen scheiterten fasste sich Blair Jones ein Herz und verwandelte den letzten Penalty zum 4:3 Sieg für die Iserlohner.

Die Statistik:

Roosters: Lange – Button, Fischer; Larsson, Pikkarainen; Milam, Périard; Orendorz;   –   Blank, Down, Wruck; Friedrich, Jaspers, Caporusso; Halischuk, Jones, Shevyrin; Kahle, Bassen, Orendorz

Eisbären: Vehanen – Baxmann, Dupont; Constantin Braun, Gervais; Adam – MacQueen, Talbot, Machacek; Busch, Olver, Petersen; Rankel, Wilson, Tallackson; Laurin Braun, Fischbuch, Ziegler

Schiedsrichter: André Schrader (Dorsten), Gordon Schukies (Herne)

Tore: 1:0 (14:10) Shevyrin (Jones, Periard), 2:0 (16:56) Button (5-4/ Halischuk, Milam), 2:1 (34:11) Talbot (McQueen), 3:1 (35:48) Wruck (Pikkarainen, Blank), 3:2 (39:30) Wilson (Gervais, Petersen), 3:3 (46:06) Dupont (5-3/ Busch, McQueen), 4:3 (65:00) Jones (Penalty)

Strafminuten: Iserlohn 10 + 10 (Jaspers); Berlin 10

Zuschauer: 4.735