24 Jan 2017
Foto: Jens Hagen

Am Ende war es eine Frage der Kraft…

Schwenninger Wild Wings – Iserlohn Roosters 2:1 (0:1/0:0/2:0)

Schwenningen – Das Engagement stimmte, am Ende aber fehlten die Kräfte. Mit sechs Verteidigern und zehn Stürmern mussten sich die Iserlohn Roosters beim Tabellenletzten aus Schwenningen mit 1:2 geschlagen geben. Im letzten Drittel war das Team nach einer 1:0-Führung nicht in der Lage, dem ständigen Anrennen der Schwarzwälder stand zu halten. „Defensiv haben wir es eigentlich gut gemacht, heute aber hatte es mit der Kraft zu tun. Deshalb haben wir auch nicht mehr die Wege vor das gegnerische Tor gefunden“, sagte Cheftrainer Jari Pasanen nach der Partie.

Neben den Ausfällen von Michel Périard, Chet Pickard, Hannu Pikkarainen und Brad Ross mussten die Sauerländer in Schwenningen auch noch das Fehlen von Stürmer David Dziurzynski kompensieren. Auch deshalb blieb die Anfangsphase ohne große Höhepunkte oder gute Tormöglichkeiten. So kam der Treffer von Chad Bassen fast aus dem Nichts. Caporusso hatte die Scheibe quer gelegt, Bassen nahm Maß und schlenzte den Puck in die rechte obere Ecke zur Roostersführung. Auch in der Folge neutralisierten sich beide Team weitestgehend, so dass es nur selten gefährlich vor den Toren wurde. Ulrich Maurer besaß auf Seiten der Gastgeber, die ohne ihre Torhüter Strahlmeier und MacDonald auskommen mussten, noch die größte Chance, als er aus spitzem Winkel die Scheibe nicht im leeren Tor unterbringen konnte. Kurz darauf zielte André Hult mit der Rückhand zu hoch. Vor dem Ende des ersten Durchgangs hatte dann auch Iserlohns Torjäger Blaine Down noch die Möglichkeit, die Führung auszubauen. Doch nach einer schönen Körpertäuschung wurde sein Schuss vom Schlittschuh eines Wild Wings-Verteidigers abgefälscht.

Die Anfangsphase des zweiten Abschnitts gehörte dann den Schwarzwäldern, die in Überzahl durch einen Schuss von Tim Bender die erste Chance besaßen. In der Folge blieben die Wild Wings am Drücker. Iserlohn offenbarte in der Defensive die erste kleine Lücke, die fast von Simon Danner, aus dem Rückraum kommend, ausgenutzt worden wäre. Seinen Schuss konnte allerdings Mathias Lange abwehren. Auch in der nächsten Szene gaben die Sauerländer dem Gegner etwas zu viel Platz, so das Instván Bartalis aus kurzer Distanz abschließen konnte. Erneut machte sich Lange groß und konnte mit seinem Körper die Scheibe abblocken. Schwenningen hatte mehr vom Spiel, auch weil sich die Roosters unnötige Strafen leisteten. Dennoch fand das Team einen Weg, die knappe Führung mit in das letzte Drittel zu nehmen.

Dort besaßen die Wild Wings weiterhin die besseren Möglichkeiten. Erneut war es Bartalis, der plötzlich gefährlich vor dem Roosters-Gehäuse auftauchte, aber mit der Rückhand scheiterte. Schwenningen zeigte sich auch weiter mit Offensivdrang – Jérôme Samson aber fand Mathias Lange seinen Meister. Der Ausgleich lag trotzdem in der Luft: Andreé Hult, im Zusammenspiel mit Marcel Kurth, war es dann, der den Iserlohner Schlussmann nach einem tollen Kombinationsspiel erstmals überwand. Jari Pasanen nahm eine Auszeit, anschließend wirkten die Roosters wieder etwas konzentrierter. So hatte erneut Blaine Down, der über die linke Seite Meter machte und einen harten Schuss auf das Tor der Schwenninger abgab, eine weitere gute Gelegenheit, aber DEL-Neuling Marco Wölfl schnappte sich die Scheibe mit einem schönen Fanghandsafe. Vier Minuten vor dem Ende aber dann die Entscheidung zu Ungunsten der Sauerländer. Der starke István Bartalis sah vor dem Tor Tim Bender, der die Scheibe ins Tor hämmert. In der Schlussphase versuchten die Iserlohner noch einmal alles, gingen volles Risiko und nahmen Torhüter Mathias Lange vom Eis, zu Gunsten eines sechsten Feldspielers, doch es reichte nicht. Schwenningen brachte den Sieg über die Zeit

 

Die Statistik:

Wild Wings: Wölfl – Bender, Gysbers; Kaijomaa, Trivellato; Brückner, Hunkes; Billich; – Bartalis, Hult , Kurth; Schmölz, Acton, Samson; Maurar, El-Sayed, Hansen; Palausch, Danner, Poukkula;

Roosters: Lange – Milam, Button; Larsson, Orendorz; Fischer, Shevyrin; –   Kahle, Down, Wruck; Rallo, Jaspers, Blank; Bettahar, Friedrich, Bassen; Caporusso

Schiedsrichter: Aumüller (Planegg), Melia (Neuss)

Tore: 0:1 (07:52) Bassen (Caporusso, Larsson), 1:1 (48:45) Hult (Kurth, Brückner), 2:1 (55:40) Brückner (Bartalis)

Strafminuten: Schwenningen 10; Iserlohn 4

Zuschauer: 2.447