• Hut ab, Jungs! Das war das vielleicht beste Spiel der Saison!
17 Feb 2017
Foto: Jonas Brockmann

Hut ab, Jungs! Das war das vielleicht beste Spiel der Saison!

Iserlohn Roosters – Kölner Haie 1:2 n.V. (0:1/1:0/0:0)

Iserlohn – Ein außergewöhnlich gutes  Spiel. Angefeuert von einem erneut euphorischen Publikum zeigte das Team vom Seilersee ein herausragendes Spiel, dominierte teils starke Haie, musste sich am Ende aber nach Verlängerung geschlagen geben. Zwei gute Torhüter standen auf dem Eis und hätten die Kölner Gustav Wesslau nicht gehabt, sie hätten die Chance zum Zusatzpunkt nicht gehabt.

Westderby hoch spannend! Harte Arbeit, viel Kampf und hohe Einsatzbereitschaft prägten die ersten zwanzig Minuten des letzten Duells zwischen den Roosters und den Haien in der Hauptrunde 16/17. Und obwohl die Gäste nach einem Schlagschuss-Hammer von Sulzer in Führung gingen, hielten die Sauerländer nicht nur wieder dagegen, sondern wurden Spielminute um Spielminute besser. Shevyrin und Milam hätten in der vierten und fünften Minute ausgleichen können, erneut Milam und Wruck scheiterten drei Minuten später am starken Gustav Wesslau im Tor der Domstädter. Defensiv ließen die Blau-Weißen nach dem Führungstreffer nur noch wenig zu, standen, unterstützt von einem guten Chet Pickard im Tor, hervorragend. Zwar hätte Hospelt in der letzten Minute vor der Pause, mit einer Scheibe genommen aus der Luft, noch einmal für die Führung sorgen können, erneut aber hielt Pickard hervorragend. Dass galt Sekunden später auch für Wesslau, der Bassens Kombination mit Dziurzynski zunichte machte. Nur etas mehr Scheibenbesitz hätte man sich gewünscht.

Der Mittelabschnitt startete mit einem Offensivfeuerwerk der Sauerländer. Angriff auf Angriff brachte das engagiert und schnell spielende Roosters-Team auf den Kasten Wesslaus. Dank eines unglaublich guten Umschaltspiels waren die Gäste ausschließlich mit Verteidigung beschäftigt, konnten vor dem Iserlohner Tor keine Akzente setzen. So verdienten sich die Waldstädter den Ausgleich, als Dziurzynski in der 24. Minute einen Orendorz-Schuss unhaltbar an den Innenpfosten und zum 1:1 abfälschte. Und wäre Gustav Wesslau nicht gewesen, Wruck, Jaspers, Caporusso und Kahle hätten mit weiteren hervorragenden Gelegenheiten erhöhen können. Köln schaffte es erst nach dem Powerbreak wieder zur eigenen guten Struktur des Auftaktdrittels zurückzufinden. Tore allerdings fielen nicht mehr.

Mit mutigen Angriffen starteten die Sauerländer auch ins Schlussdrittel. Obwohl erneut nur mit drei Reihen unterwegs, Pikkarainen und Bettahar saßen nur auf der Bank, präsentierte sich das Team spritzig und hervorragend austrainiert. Ausgeglichen ging es hoch und runter, hatten beide Mannschaften hervorragende Möglichkeiten in Führung zu gehen, in der Defensive aber standen die Roosters genauso wie die Haie am Ende doch sicher genug. Down, Jaspers oder Blank prüften Wesslau, Jones, Hager und Uvira auf der anderen Seite Chet Pickard. Dabei schossen die Roosters aus allen Lagen auf den Kölner Kasten, allein die Scheibe wollte nicht über die Linie gehen. Auch hier sprach die Statistik deutlich für die Sauerländer, aber auch spielerisch hielt der IEC mit. Trotz des Tempos und vieler Checks der Haie hielten die Roosters bis zum Schluss mit, allein der Siegtreffer wollte nicht mehr in regulärer Spielzeit fallen, obwohl Jaspers 15 Sekunden vor Schluss noch eine hervorragende Möglichkeit für die Roosters hatte. Trotzdem gab es einmal mehr lauten Applaus nach 60 Minuten für diese Mannschaft vom Seilersee. Auch in der anschließenden 3:3-Verlängerung hatten Caporusso, Down und Jaspers Chancen den zweiten Punkt einzufahren,Wesslau aber hielt stand, bevor Köln 50 Sekunden vor dem Ende den Siegtreffer verbuchte. Lalondes Schuss von Gogulla vor dem Tor abgefälscht, sorgte für die Entscheidung, da hatte Pickard keine Chance – 50 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung.

Die Statistik:

Roosters: Pickard – Milam, Button; Larsson, Orendorz; Périard, Shevyrin; Pikkarainen – Down, Caporusso, Wruck; Jaspers, Rallo, Blank; Bassen, Kahle, Dziurzynski; Bettahar

Haie: Wesslau – Eriksson, Lalonde; Ehrhoff, Müller; Zerressen, Sulzer, Ankert – Hager, Gogulla, Jones; Hospelt, Reinhart, Turnbull; Bolduc, Byers, Krämmer; Mulock, Uvira, Salmonsson

Schiedsrichter: Schimm (Waldkraiburg), Schrader (Frintrop)

Tore: 0:1 (01:41) Sulzer (Bolduc, Zerressen), 23:08 (1:1) Dziurzynski (Orendorz, Larsson), 1:2 (64:10) Gogulla (Lalonde)

Strafen: Roosters: 6; Haie: 6

Zuschauer: 4.967