• Bonsaksen schießt erstes Vorbereitungstor
12 Aug 2017
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Bonsaksen schießt erstes Vorbereitungstor

Krefeld Pinguine – Iserlohn Roosters 4:1 (0:0/3:0/1:1)

Krefeld – Nicht nur am Ende fehlte es den Iserlohn Roosters im ersten Test vor allem an Kraft. Das war in allen Dritteln in der mit 3600 Zuschauern ausverkauften Rheinlandhalle deutlich zu erkennen. Pasanens Arbeit der vergangenen beiden Wochen hatte, geplant, Spuren hinterlassen, die am Ende für eine klare und verdiente Niederlage sorgten.

Typisch erstes Saisonspiel! Unter dem Motto ´Abstimmung gesucht` machten sich die beiden Westclubs auf den Weg Richtung gegnerisches Tor. Allein, sie fanden es nicht. Torraumgelegenheiten waren in den Anfangsminuten Mangelware, bevor die Gastgeber, die am Samstag zur Saisoneröffnung luden, zwischen der zehnten und fünfzehnten Minuten ihre erste Druckphase entfalten konnten. Insbesondere in diesen Augenblicken war deutlich zu bemerken, dass die vielen Neuzugänge der Sauerländer noch ein gutes Stück vom Feintuning entfernt waren. Dank Sebastian Dahm, dem Trainer Pasanen die ersten 30 Minuten zwischen die Pfosten stellte, brannte hinten wenig an. Im einzigen Überzahlspiel der Blau-Weißen fand Costello hinter dem Tor stehend Turnbull, der aber scheiterte ebenfalls am neuen Pinguine-Goalie Engelage. Pasanen setzte auch auf Kahle und Shevyrin, schickte beide regelmäßig im Auftaktdrittel raus.

Zu Beginn des Mittelabschnitts schien sich das Team vom Seilersee besser ins Spiel hineinarbeiten zu können. Zwar fehlte auch weiterhin die Spritzigkeit, Krefeld wirkte lauffreudiger, was letztlich aber auch am völlig unterschiedlichen Stand der Vorbereitung liegen kann. Auffällig auch das Passspiel. Ob im Aufbau oder in den Kombinationen wirkte das Team vom Seilersee, wenig überraschend, noch zu langsam. So blieben hundertprozentige Gelegenheiten der Gäste Mangelware, während die Krefelder Produktion anlief. Zunächst konnte Dahm einen schnellen Konter Miezkowskis über die linke Seite nicht stoppen (27.), bevor nur 27 Sekunden später Kuhnekath zum 2:0 traf. Hier ließ sich die Verteidigung der Sauerländer überlaufen. Nachdem beide Teams im Powerbreak ihre Goalies wechselten, Lange für Dahm und Klein für Engelage zwischen die Pfosten kamen, nutze Seifert nach einem Vainonen-Schuss, Down saß wegen Beinstellens draußen, die Chance auf 3:0 zu erhöhen (35.). Zwar hatten die Sauerländer noch durch Kahle und Friedrich (in Unterzahl) Kontermöglichkeiten, beide wussten sie aber nicht zum Anschlusstreffer zu nutzen.

Mit einem Blank-Konter in der gleichen Unterzahl starteten die letzte 20 Minuten, in denen die Sauerländer sichtlich darum bemüht waren, mehr Präsenz auf dem Eis zu hinterlassen. Das gelang. Der gute Patrick Klein musste deutlich öfter eingreifen, letztlich blieben die Iserlohner auch in dieser Phase im Abschluss zu ungefährlich. Je länger der Schlussabschnitt aber dauerte, umso mehr war erneut zu erkennen, dass die Iserlohner dem harten Training der ersten zwei Vorbereitungswochen Tribut zollen mussten. Krefeld hatte wieder mehr Spielanteile, die Roosters pumpten. Jari Pasanen nutzte das letzte Powerbreak seinen Jungs noch einmal taktische Impulse mit auf den Weg zu geben. Ein harter Bandencheck Bassens gegen Miezkowski beendete dann allerdings die spielerische Ruhe auf dem Eis. Nach der ersten Auseinandersetzung folgte ein heftiger Check gegen Bonsaksen und darauf der nächste Fight. Diesmal gewann Turnbull gegen Pietta, der wegen eines Faustschlages sogar eine Matchstrafe aufgebrummt bekam. Weil Pasanen für die Specialteams noch keine Trainingszeit investieren konnte, endete auch die anschließende 5:3-Überzahl der Waldstädter ohne Treffer. Krefeld dagegen sorgte nach einem weiteren Iserlohner Scheibenverlust an der eigenen blauen Linie für die 4:0. Den letzten Treffer der Partie aber verbuchten die Roosters, die in Überzahl nach klugem Pass des guten Costello, durch Bonsaksen zum 1:4-Endstand trafen. Combs traf 30 Sekunden vor Ende zwar noch den Pfosten, mehr aber war an diesem Nachmittag nicht mehr drin.

 

Die Statistik:

Roosters: Dahm (ab 29:20 min: Lange) – Bonsaksen, Fischer; Larsson, Orendorz; Martinovic, Schmidt; Shevyrin – Combs, Costello, Turnbull; Florek, Bassen, Down; Jaspers, Salmonsson, Brown; Friedrich, Weidner, Blank; Kahle

Schiedsrichter: Schukies (Herne), Melia (Neuss)

Tore: 1:0 (26:29) Miezkowski (K. Orendorz); 2:0 (26:56) Kuhnekath (Davis), 3:0 (34:04) Seifert (Vainonen/5:4), 4:0 (54:34) Schymainski (Müller), 4:1 (57:49) Bonsaksen (Costello, Combs)

Strafen: Pinguine: 20 + 5+ Matchstrafe (Pietta) + 10 (Kristiansen); Roosters: 12 + 5 + Spieldauer (Turnbull) + 10 (D. Orendorz)

Zuschauer: 3.600 (ausverkauft)