03 Sep 2017
Foto: City-Press

Hervorragender Test zum Ende der Vorbereitung

Iserlohn Roosters – Krefeld Pinguine 5:1 (2:0/1:1/2:0)

Iserlohn – Zum Abschluss der Vorbereitung feierten die Iserlohn Roosters am Nachmittag der Saisoneröffnung einen ungefährdeten 5:1-Erfolg gegen Krefeld Pinguine, die anders als im Test zu Beginn der Testphase den Blau-Weißen in vielen Belangen unterlegen waren.

Viel besser als es die Roosters in den ersten zwanzig Minuten taten, kann man ein Match kaum spielen, es war die nahezu pure Dominanz. Läuferisch den Gästen vom Niederrhein überlegen, wären die Sauerländer die bessere Mannschaft. Nur der starke Patrick Klein im Krefelder Tor verhinderte, dass sein Team nach 20 Minuten uneinholbar hinten lag. Schon in den ersten 60 Sekunen hatten Costello, Combs und Turnbull die ersten beiden guten Chancen, Mathias Lange musste erst nach elf (!) Minuten einen ersten passablen Angriff, eine Aktion von Marcel Müller in Unterzahl, stoppen. Anderthalb Minuten früher war der IEC bereits mit 1:0 in Führung gegangen nachdem Ness auf der Strafbank saß und Turnbull im gut funktionierenden Powerplay von Brown und Combs in Szene gesetzt wurde. Zwar gelang den Sauerländern erst zehn Spielminuten später das längst verdiente 2:0, die Kombination, diesmal von Costello und Turnbull zu Brown, war aber mindestens genauso schön anzuschauen. Dazwischen lagen weitere Gelegenheiten, ein gutes Back-Checking und ein Tempo mit dem die Gäste einfach Probleme hatten. Acht Strafminuten des Teams vom Niederrhein beweisen, wie gut die Blau-Weißen unterwegs waren.

Wenig überraschend konnten die Sauerländer ihre Konzentration nach Wiederbeginn nicht aufrecht halten. Krefeld kam besser ins Match, weil der IEC nachließ. Trainer Jari Pasanen schaute sich das knapp zehn Minuten an, nahm dann eine Auszeit und brachte seine Mannschaft wieder auf Kurs. Bedrohlich war der Druck der Gäste nicht, aber Pasanen wollte unbedingt verhindern, dass seine Jungs mit einem schlechten Gefühl in die Saison gehen. So wurden die Sauerländer wieder stärker, verbuchten durch Costello, der seinen dritten Skorerpunkt sammelte, das 3:0 (31.). Krefeld blieb gefühlt weiterhin unter seinen Möglichkeiten, was die Mannschaft mehr und mehr ärgerte. So wurden die Checks an der Bande härter und die kleinen Scharmützel häufiger. Dass die Pinguine zum Abschlusstreffer kamen, war einem Schuss geschuldet, den Vainonen ins Iserlohner Tor abfälschte, ein Glückstreffer, der die Pinguine zumindest vom Ergebnis ins Match zurückbrachte.

Doch selbst bei einer 5:3-Überzahl, gleich zu Beginn des Schlussabschnitts sollte den Schwarz-Gelben vom Niederrhein ihr zweiter Treffer nicht gelingen. Zu souverän spielten sie Roosters in dieser Situation, zu wenig Tempo hatte das Krefelder Offensivspiel. Als die Waldstädter ihre eigene Unterzahl überstanden hatten, machten sie es eindeutig wieder besser. Mehr Tempo, nächste Strafe und das 4:1 durch Salmonsson (51.). Combs erhöhte drei Minuten vor Ende auf 5:1. Anschließend wechselte KEV-Coach Rick Adduno seinen Goalie stellte Weidekamp für den angeschlagenen Klein zwischen die Pfosten, der an diesem Nachmittag als einziger eine gute Leistung gezeigt, aber zu oft allein gelassen wurde.

 

Die Statistik:

Roosters: Dahm – Larsson, Bonsaksen; Fischer, Martinovic; Orendorz, Schmidt; Shevyrin – Jaspers, Bassen, Salmonsson; Costello, Turnbull, Combs; Down, Florek, Brown; Friedrich, Blank, Weidner; Kahle

Schiedsrichter: Schrader (Bochum), Köttstorfer (Rosenheim)

Tore: 1:0 (07:22) Turnbull (Brown, Combs/5:4), 2:0 (17:59) Brown (Costello, Turnbull/5:4), 3:0 (30:49) Costello (Turnbull, Combs), 3:1 (38:41) Vainonen, 4:1 (50:11) Salmonsson (Down, Jaspers/5:4), 5:1 (56:51) Combs (Schmidt, Turnbull)

Strafen: Roosters: 12 + 10 (Brown, Friedrich); Pinguine: 20 + 10 (Manavian)

Zuschauer: 3.249