25 Sep 2017
Foto: Hermann Hay

Kleine Fehler – große Wirkung

Grizzlys Wolfsburg – Iserlohn Roosters 5:3 (0:1/2:1/3:1)

Wolfsburg – Trotz eines teils guten Auftritts beim Vizemeister mussten sich die Iserlohn Roosters bei den Grizzlys aus Wolfsburg mit 3:5 geschlagen geben. Einmal mehr war das Team vom Seilersee in den entscheidenden Momenten nicht in der Lage den Gegner zu kontrollieren, machte die entscheidenden kleinen Fehler.

Nach der Niederlage gegen München wollten die Sauerländer bei den Niedersachsen einen besseren Start ins Spiel. Der Vizemeister war ähnlich laufstark und technisch versiert wie die Münchner. Somit blieb bei den Iserlohnern der dritte Stürmer konsequent zurück, um keine Konterchancen des Gegners zuzulassen. Da aber auch Wolfsburg unter dem Motto „Safety first“ agierte, dauerte es bis zur 11. Minute, ehe Turnbull Kuhn prüfte, Costello den Abpraller quer legte und Combs erneut am Wolfsburger Schlussmann scheiterte. Anschließend hatten auch die Grizzlys ihre Spielanteile im Iserlohner Drittel. Bei zwei Furchner-Schüssen hatten die Sauerländer Glück , dann, kurz vor Drittelende gelang die Führung der Gäste. Florek zauberte hinter den Tor stehend einen Traumpass auf Jaspers, der 95 Sekunden vor Drittelende Jerry Kuhn im Wolfsburger Tor keine Chance lässt.

Den ersten Dämpfer bekamen die Roosters zu Beginn des Mittelabschnitts. Weidner saß noch mit seiner Strafe aus dem ersten Drittel auf der Bank, als Foucault sich den Puck im eigenen Drittel schnappte, allein ins Iserlohner Drittel startet und erst kurz vor dem Kasten regelwidrig gestoppt wurde. Es gab Penalty. Der Kanadier nahm erneut Anlauf und schob den Puck eiskalt durch die Beine von Dahm ins Tor – der Ausgleich. Damit aber nicht genug. Wolfsburg drehte das Match. In eigener Überzahl kassierten die Roosters den nächten Gegentreffer, verloren den Puck an der gegnerischen blauen Linie. Fauser schnappte sich das Scheibe, zog vor den Iserlohner Kasten und ließ mit seinem präzisen Handgelenkschuss Sebastian Dahm keine Chance. Noch in der gleichen Überzahl meldeten sich die Sauerländer aber zurück. Combs tauchte nach einem Larsson-Pass alleine vor dem Wolfsburger Kasten auf, legte quer auf Costello, doch sein Schussversuch ließ Kuhn zunächst nach vorne abprallen, sodass Salmonsson eine weitere Chance bekam, die er zum Ausgleich nutzte. Iserlohn war wieder im Spiel.

Mutig und läuferisch wesentlich agiler starteten die Roosters in den Schlussabschnitt. Nun beschäftigten die Gäste immer öfter die Grizzlys in deren Defensive und hatten durch Down und Costello die ersten Möglichkeiten. Gerade als sich Iserlohn im Aufwind befand, dann aber die kalte Dusche. Nach einem Bully schießt Ankert am Tor vorbei, doch Höhenleitner schaltet am schnellsten und lupft den Puck am langen Pfosten ins Tor. Danach überschlugen sich die Ereignisse. Erst erhöhte Wolfsburgs Kapitän nach einem Roach-Schuss im Nachsetzen zum 4:2. Nicht mal eine Minute später die erneute Antwort der Sauerländer, Turnbull bringt den Puck über die Linie. Doch die Hoffnung wehrte nur 30 Sekunden, denn Dehner nahm von der blauen Linie Maß und schoss den Puck an Freund und Feind vorbei ins Netz. Dahm war dabei die Sicht versperrt. Sechs Minuten vor dem Ende war das die Entscheidung in einer Partie, in der die Wolfsburger nicht unverdient als Sieger vom Eis gingen, in denen die Roosters aber durchaus ihre Möglichkeiten besaßen, etwas Zählbares aus Niedersachen mit in die Heimat zu nehmen.

Statistik:

Wolfsburg: Kuhn – Wurm, Likens; Roach, Dehner; Krupp, Ankert; – Weiß, Voakes, Aubin; Furchner, Haskins, Fauser, Foucault, Dixon, Höhenleitner; Karachun, Mulock, Riefers; Proft

Roosters: Dahm – Fischer, Martinovic; Larsson, Orendorz; Schmidt, Bonsaksen; Shevyrin – Salmonsson, Jaspers, Florek; Friedrich Down, Weidner; Combs, Turnbull, Costello; Kahle, Bassen, Blank

Schiedsrichter: Köttstorfer (Rosenheim), Piechaczek (Landsberg)

Tore: 0:1 (18:25) Jaspers (Florek, Salmonsson), 1:1 (21:13) Foucault (5-4/Penalty), 2:1 (33:40) Fauser (4-5), 2:2 (35:02) Salmonsson (5-4/Costello, Combs), 3:2 (44:58) Höhenleitner (Ankert, Dixon), 4:2 (52:28) Haskins (Ankert, Roach), 4:3 (53:24) Turnbull (Fischer, Costello) 5:3 (53:56) Dehner (Haskins),

Strafen: Grizzlys 4 – Roosters 6

Zuschauer: 2130