07 Okt 2017
Foto: Jonas Brockmann

Harter Kampf blieb unbelohnt!

Iserlohn Roosters – Eisbären Berlin 3:6 (2:1/0:2/1:3)

Iserlohn – Auch im vierten Anlauf reichte es für die Iserlohn Roosters nicht zu einem Sieg in eigener Halle. Gegen die Eisbären Berlin verloren die Sauerländer trotz ihres beherzten Kampfes am Ende nicht nur die Begegnung mit 3:6, sondern mit Blaine Down noch einen weiteren Spieler. Der Stürmer rutschte nach einem Check im ersten Drittel in die Bande und zog sich dabei eine Knieverletzung zu. Damit könnte ein weiterer Spieler den Roosters in den kommenden Partien fehlen.

Schwungvoll und äußerst emotional war der Start in das erste Drittel. Die Gastgeber überraschten die Eisbären schon zu Beginn. Nicht einmal drei Minuten waren gespielt, als Florek in Überzahl vor dem gegnerischen Tor einen Pass aus der Drehung direkt auf den Schläger von Travis Turnbull legte und dieser keine Mühe hatte, die Scheibe einzunetzen. Der Jubel der Fans hatte sich noch nicht gelegt, da klingelte es ein zweites Mal im Berliner Kasten. Blank sicherte den Scheibengewinn an der blauen Linie, Friedrich hatte die nötige Übersicht und der Kapitän Jason Jaspers den Riecher vor dem Tor, den seinen Schläger genau im richtigen Moment in Richtung Kasten zu strecken. Das 2:0 fiel nur 16 Sekunden nach der Führung und die Halle stand ein zweites Mal Kopf. Auf dem Eis blieb es hitzig. Turnbull und Olver liefert sich in der achten Minute einen Faustkampf, wofür der Iserlohner zwei Minuten länger als sein Kontrahent auf die Strafbank musste. Dann folgte eine Strafe für Friedrich und damit eine 3:5-Unterzahlsituation. Als die Sauerländer gerade wieder zu viert auf dem Eis waren, gelang den Berlinern der Anschlusstreffer. Sean Backman war aus kurzer Distanz zur Stelle und ließ Mathias Lange keine Abwehrmöglichkeit. In der Folge waren die Gäste die spielbestimmende Mannschaft, aber bis auf eine gute Chance von Noebels, kam bei ihrem druckvollen Spiel nichts heraus. Stattdessen hatten die Roosters sogar die Möglichkeit, die Führung auszubauen. Bassen aber traf nur den Außenpfosten und Florek machte freistehend einen Haken zuviel vor dem Eisbärentor. Somit ging es mit einer knappen Führung der Iserlohner in die Pause.

Iserlohn kam mit viel Offensivpower zurück aus der Kabine. Erst Jaspers und Combs mit einer Doppelchance, dann Weidner aus rund sechs Metern brachten den Puck nicht im Eisbärengehäuse unter. In dieser Phase fiel, wie aus dem Nichts, der Ausgleich. Nach einer sehenswerten Kombination über Backman und Parlett traf James Sheppard für die Gäste. Und sie legten keine Minute später nach. Die Roosters waren in der eigenen Defensive ungeordnet, brachten den Puck nicht aus der Gefahrenzone. Berlin nutzte den Freiraum und Aubry umkurvte freistehend Mathias Lange – 2:3. Trainer Jari Pasanen nahm eine Auszeit, um seine Mannschaft neu zu sortieren, mit Erfolg. In der 29. Minute traf Larsson den Pfosten, drei Minuten später tauchte Bassen freistehend vor Marvin Cüpper auf, doch der Schlussmann der Hauptstädter hielt die Scheibe fest.

Im letzten Abschnitt kam dann der schnelle Schock für die Iserlohner. Nach einem Bully tauchte Noebels völlig frei vor Lange auf, konnte sich die Ecke aussuchen und entschloss sich für einen Rückhandheber in den rechten Winkel. Und es kam noch schlimmer für die Hausherren, als Aubry abzog und die Scheibe flach in das Iserlohner Tor rutschte. Die Sauerländer aber gaben sich noch nicht geschlagen. Nur 23 Sekunden später traf Turnbull zum 3:5 und hätte das Tor von Schmidt neun Minuten vor dem Ende gezählt, vielleicht wäre es noch einmal eng geworden. Sein Treffer wurde nach dem Videobeweis wegen zu hohen Stocks aberkannt. So aber spielten die Eisbären weitestgehend souverän die Zeit runter und gingen am Ende als Sieger vom Eis. Kurz vor dem Ende sorgte Olver dann noch mit seinem Treffer ins verlassene Roosterstor für den 3:6-Endstand.

 

Statistik:

Roosters: Lange – Larsson, Eklund; Schmidt, Bonsaksen; Fischer, Martinovic –Friedrich, Jaspers, Combs; Brown, Down, Weidner; Florek, Turnbull, Shevyrin; Salmonsson, Bassen, Blank

Eisbären: Cüpper – Baxmann, Wissmann; Müller, Dupont; Richmond, Parlett; Hördler – Buchwieser, Busch, Oppenheimer; Rankel, Olver, MacQueen; Backman, Sheppard, Petersen; Noebels, Aubry, Fischbuch

Schiedsrichter: Bauer (Nürnberg), Melia (Neuss)

Tore: 1:0 (02:57) Turnbull (5-4/Florek, Combs), 2:0 (03:13) Jaspers (Friedrich, Blank), 2:1 (09:15) Backman (5-4/ Parlett), 2:2 (24:16) Sheppard (Backmann, Parlett), 2:3 (25:06) Aubry (Fischbuch, Dupont), 2:4 (42:39) Noebels (Fischbuch, Aubry), 2:5 (48:30) Aubry (Noebels), 3:5 (48:53) Turnbull (Blank, Martinovic), 3:6 (59:57) Olver (Parlett, Oppenheimer)

Strafen: Roosters: 12 + 10 (Turnbull); Eisbären: 12 + 10 (Olver)

Zuschauer: 4070