• Tore zu schießen, bleibt die Herausforderung
25 Okt 2017
Foto: Jonas Brockmann

Tore zu schießen, bleibt die Herausforderung

Iserlohn Roosters –Grizzlys Wolfsburg 2:4 (0:0/0:1/2:3)

Iserlohn. Es bleibt dabei, die Iserlohn Roosters erzielen einfach zu wenig Tore. Gegen Wolfsburg zeigten die Sauerländer über zwei Drittel eine sehr ordentliche Leistung und begegneten dabei Wolfsburg auf Augenhöhe. In einer an Höhepunkten armen Partie unterlagen die Gastgeber dennoch am Ende mit 2:4.

Beide Teams gingen ersatzgeschwächt in die Partie, bei den Iserlohnern fehlten gleich fünf Spieler und das machte sich in der zaghaften Anfangsphase bemerkbar. Erst nach sechs Minuten gab es die ersten Torchancen in der Begegnung. Combs und Schmidt scheiterten aber an Wolfsburgs Schlussmann Gerald Kuhn. In der Folge agierten die Hausherren druckvoller, ließen Scheibe und Gegner laufen und hatten Pech als Bonsaksen in der achten Minute aus dem Rückraum nur den Außenpfosten traf. Die Gäste blieben über weite Strecken des ersten Drittels in der Offensive relativ harmlos, so dass Mathias Lange nicht ein einziges Mal ernsthaft geprüft wurde. Mit der Pausensirene hatte stattdessen sogar noch Iserlohns Kapitän Jason Jaspers in Unterzahl die Führung auf den Schläger, aber Kuhn stoppte die Scheibe. Die Sauerländer besaßen die größeren Chancen, aber stellten in den ersten 20 Minuten erneut ihre mangelnde Kaltschnäuzigkeit unter Beweis.

Auch das zweite Drittel blieb arm an Tormöglichkeiten, doch nun kamen auch die Grizzlys besser in die Partie, verbuchten in der 25. Minute ihre erste herausragende Chance. In Überzahl passte Haskins auf Furchner, der aus gut fünf Metern mit seiner Direktabnahme Lange keine Chance ließ – 1:0. Bitter für Iserlohn, denn vor dem Gegentreffer pfiffen die Unparteiischen eine aus Zuschauersucht umstrittene Strafe gegen Jaspers. Erst Mitte des zweiten Drittels wurden dann auch die Roosters wieder etwas gefährlicher, in einer Partie, die über weite Strecken von Einsatzwillen und Kampf geprägt war. Jaspers nahm Anlauf, lief alleine auf Kuhn zu und scheiterte mit der Rückhand. In der 32. Minute tauchte Jack Combs plötzlich allein vor Kuhn auf, doch der Stürmer schob den Puck aus kurzer Distanz am linken Pfosten vorbei. Zum Ende des Mittelabschnitts wurden dann wieder die Gäste aktiver, Mathias Lange musste gegen Weiß sein ganzes Können unter Beweis stellen, um das zweite Gegentor zu verhindern. So blieb es bei der knappen Führung für die Grizzlys.

Zu Beginn der letzten zwanzig Minuten drückten die Sauerländer dann auf den Ausgleich. Friedrich und Bassen tauchten frei vor dem Wolfsburger Tor auf, bekamen auch die Scheibe, aber scheiterten beide mit ihren Schüssen aus der Nahdistanz an Kuhn. Der Wolfsburger Keeper zeigte sich auch Sekunden später auf dem Posten, als Weidner einen Handgelenksschuss abfeuerte, aber Kuhn geschickt mit einem Schritt nach vorne den Winkel verkürzte und so mit seinem Körper den Puck abwehren konnte. In der 45. Minute waren die Roosters erneut in Überzahl auf dem Eis, erzielten jedoch nicht der Ausgleich gelang, sondern kassierten stattdessen Gegentreffer Nummer zwei. Haskins war gerade von der Strafbank zurück auf das Eis gekommen, schnappte sich hinter dem Iserlohner Gehäuse die Scheibe und überwand Mathias Lange mit einem Bauerntrick. Wer jetzt ein Aufbäumen der Gastgeber erwartet hatte, der wurde nur kurzfristig zufrieden gestellt. Fischer mit seinem Direktschuss in Überzahl markierte in der 53. Minute den Anschlusstreffer. Iserlohns Hintermannschaft leistete sich allerdings in der Folge zu viele Fehler, die Wolfsburg gnadenlos bestrafte. So hatten Dehner und Furchner wenig Mühe bei ihren Treffern in der 54. und 55. Minute. Downs 2:4 in der Schlussminute war dann lediglich noch Ergebniskosmetik.

 

Statistik:

Roosters: Lange – Larsson, Eklund; Fischer, Martinovic; Schmidt, Bonsaksen – Down, Turnbull, Florek; Combs, Jaspers, Brown; Bassen, Weidner; Friedrich; Shevyrin, Salmonsson

Grizzlys: Kuhn – Bina Krupp; Wurm, Likens; Riefers, Dehner – Fauser, Haskins, Furchner; Aubin, Dixon, Weiß; Höhenleitner, Kreps, Foucault; Mulock, Proft, Karachun

Schiedsrichter: Hoppe (Bad Nauheim), Lemelin (USA)

Tore: 0:1 (24:49) Furchner (4-3/ Haskins), 0:2 (44:48) Haskins, 1:2 (52:27) Fischer (5-4/ Schmidt), 1:3 (53:24) Dehner (Aubin, Kreps), 1:4 (54:17) Furchner (Fauser), 2:4 (59:13) Down (Turnbull, Martinovic)

Strafen: Roosters 8 – Grizzlys 12

Zuschauer: 3.593