29 Nov 2017
Foto: Brockmann

Das hat Spaß gemacht!

Iserlohn Roosters – Thomas Sabo Ice Tigers 4:0 (1:0/1:0/2:0)

Iserlohn – Neunter Sieg im zehnten Spiel, sechster Heimsieg in Folge. Mit dem besten Match gegen die Thomas Ice Tigers seit Jahren in dem die Roosters jeden Fehler abstraften, hervorragend in der Defensive standen und hart arbeiteten, geht der Aufwärtstrend des Daum-Teams weiter. Louie Caporusso feierte ein unglaubliches Heim-Comeback war mit zwei grandiosen Treffern am 4:0-Endstand beteiligt, Sebastian Dahm feiert verdient einen Shut-Out.

Schon der Start ins Match hätte für das Team vom Seilersee kaum besser laufen können. 74 Sekunden waren gespielt, als Brown einen Fehlpass von Segal in der zentralen Position vor dem Nürnberger Tor abfing, noch zwei Meter lief und Ex-Rooster Andreas Jenike im Tor keine Chance ließ. Nicht nur des Treffers wegen blieben die Sauerländer anfangs die bessere Mannschaft, hatten noch zwei weitere gute Möglichkeiten durch Turnbull und Salmonsson – den Vorsprung auszubauen, blieb ihnen allerdings versagt. Unterdessen kamen die Ice Tigers Minute um Minute besser in die Partie. Wenig verwunderlich versuchte das Wilson-Team vor allem seine körperliche Überlegenheit im Forecheck und in den Zweikämpfen auszuspielen. Dank eines guten Unterzahlspiels und konsequent koordinierter Arbeit in der Defensive gingen die Blau-Weißen mit einer knappen Führung in die erste Drittelpause.

Auch im Mittelabschnitt hatten die Roosters den besseren Start für sich. Angriff um Angriff brachte das Team vom Seilersee vor das gegnerische Tor. Hinten hielt Dahm souverän seinen Kasten sauber und vorne gelang den Roosters schon in der 25. Minute das 2:0. Bonsaksen arbeitete die Scheibe über die blaue Linie, schob den Puck zu Turnbull, der sofort die Scheibe auf Caporusso weiterleitete, der abzog und Jenike mit seinem genialen Schuss überwinden konnte. Nürnberg blieb anschließend in einem temporeichen und gut von beiden Teams geführten Spiel gefährlich, aber die Iserlohner checkten gut vor, spielten mit Selbstvertrauen und hatten dank Combs und Down weitere gute Gelegenheiten, die der Tabellenführer aber vereiteln konnte. Insbesondere in den Schlussminuten waren die Ice Tigers die druckvollere Mannschaft, ein Tor aber wollte nicht gelingen.

Würden die Roosters die Ice Tigers auch im Schlussabschnitt in Schach halten können? Mit dieser Fragestellung ging es in die letzten zwanzig Minuten. Den ersten Teil der Antwort gab es nach 21 Sekunden. Weidner machte sich über halblinks auf den Weg in Richtung des Nürnberger Tores und zog kurz vor der Grundlinie ab – 3:0. Jetzt hatte das Daum-Team tatsächlich die Grundlage für einen Erfolg gegen die Nürnberger gelegt. Leider blieb eine anschließende, fast 59 Sekunden dauernde doppelte Überzahl der Roosters ungenutzt, aber das sollte sich am Ende nicht rächen. Spätestens als Louie Caporusso Nürnbergs Köppchen die Scheibe klaute, allein auf Jenike zulief und den Puck erneut im oberen rechten Eck versenkte, war die Partie entschieden (51.).

 

Die Statistik:

Roosters: Dahm – Fisher, Martinovic; Schmidt, Bonsaksen; Larsson, Eklund; Orendorz – Weidner, Friedrich, Florek; Down, Brown, Combs; Turnbull, Caporusso, Salmonsson; Bassen, Blank, Shevyrin

Ice Tigers: Jenike – Festerling, Aronson; Bebus, Jurcina; Weber, Gilbert; Köppchen – Reinprecht, Ehliz, Reimer; Dupuis, Fox, Segal; Steckel, Mitchell, Pföderl; Buzas, Möchel, Pfleger

Schiedsrichter: Schrader (Dorsten), Schukies (Herne)

Tore: 1:0 (01:14) Brown, 2:0 (24:05) Caporusso (Turnbull, Bonsaksen), 3:0 (40:21) Weidner (Friedrich, Martinovic), 4:0 (50:46) Caporusso

Strafen: Roosters: 8; Ice Tigers: 8

Zuschauer: 3.621