06 Jan 2018
IMG_0261 (Kopie)

Spieltag 40: Roosters @ Eisbären

Iserlohn – Beim Training am Samstag liefen bei den Iserlohn Roosters bereits die Vorbereitungen auf das Spiel am Sonntagnachmittag bei den Eisbären Berlin. Dennoch war auch die Begegnung vom Freitag gegen Straubing noch ein Thema. Die Tigers sollen Gerüchten zufolge Protest gegen die Wertung der Partie eingelegt haben, weil für sie zwei vergleichbare Szenen unterschiedlich bewertet wurden, die am Ende spielentscheidend waren. Manager Karsten Mende kann die Wut der Straubinger gut verstehen. „Aus meiner Sicht wird ein Spiel unterbrochen, wenn der Torhüter seinen Helm verliert. Warum die Schiedsrichter dies beim 2:1 nicht gemacht haben, weiß ich auch nicht. Letztendlich hatten wir diesmal das Glück auf unserer Seite.“ Ohnehin sieht der Manager dem Protest entlassen entgegen. „Da sehe ich überhaupt keine Chance auf einen Erfolg. Schließlich sind das Tatsachenentscheidungen. Das mussten wir auch schon häufiger zu unseren Ungunsten feststellen. Darüber mache ich mir keine Sorgen.“

Somit richtet sich die volle Konzentration auf die Aufgabe in Berlin. Die Hauptstädter spielen bislang eine herausragende Saison und sind aktuell mit 79 Punkten Tabellendritter. „Berlin hat viel Qualität im Team und sie spielen hervorragend zusammen. Außerdem verfügen sie über einen sehr ausgeglichenen Kader und sind bislang vom  Verletzungspech weitestgehend verschont geblieben“, sieht Trainer Rob Daum eine schwere Aufgabe auf sein Team zukommen. Gerade die Offensive ist mit 133 Treffern die zweitbeste der Liga. „Mit Backman haben die Eisbären einen, wenn nicht den besten Spieler dieser Saison, in ihren Reihen. Dazu kommen u.a. mit Noebels und Petersen weitere hochkarätige Stürmer. Gerade in Überzahl sind sie brandgefährlich“, weißt Mende auf die Stärken der Berliner hin. Deshalb muss alles zusammenpassen, um in der Hauptstadt vielleicht erneut, wie beim ersten Aufeinandertreffen, für eine Überraschung zu sorgen. „Damals hat Mathias Lange fantastisch gehalten. So eine Leistung benötigen wir wieder, um eine Chance zu haben. Außerdem dürfen wir nicht nur Verteidigen, sondern müssen auch den Gegner beschäftigen. Denn je länger wir im eigenen Drittel sind, desto mehr Fehler können auch passieren und das wollen wir unbedingt vermeiden“, lautet die Strategie von Rob Daum.

Somit wird es im Tor den Wechsel geben. Mathias Lange wird, wie schon beim 3:2-Erfolg in Berlin, beginnen. „Ich gehe die Begegnung natürlich wie jede andere an, aber es ist nicht leicht sofort in das Spiel zu kommen, wenn man nicht im Rhythmus ist. Ich versuche mich einfach auf den Puck zu konzentrieren und mein Möglichstes zu geben, damit wir erneut mit Punkten aus Berlin an den Seilersee zurückkehren“, hofft Lange, der in den letzten drei Wochen lediglich eine Partie bestritten hat. Außerdem wird Verteidiger Dieter Orendorz fehlen, der sich gegen Straubing eine Muskelverletzung zuzog. Seinen Platz in der Defensive wird Denis Shevyrin einnehmen. Erstes Bully in der Mercedes Benz Arena ist um 14 Uhr.