03 Mrz 2018
Foto: Brockmann

Keine Punkte gegen die Wild Wings

Iserlohn Roosters – Schwenninger Wild Wings 2:5 (0:1/2:3/0:1)

Iserlohn. Wie schon häufiger in dieser Saison konnten die Iserlohn Roosters ihrer Favoritenrolle nicht gerecht werden. Nach dem Sieg gegen Köln verlor das Team von Trainer Rob Daum gegen die Schwenninger Wild Wings  mit 2:5.

Ohne Neuzugang Anthony Camara gingen die Roosters in ihr letztes Heimspiel der Hauptrunde. Dabei waren die ersten zwanzig Minuten geprägt von Nervosität. Die erste Chance besaßen allerdings die Hausherren in Unterzahl. Weidner schnappte sich nach 70 Sekunden die Scheibe an der eigenen blauen Linie und lief allein auf Dustin Strahlmeier zu. Der Keeper aber konnte den flachen Abschluss mit dem Schoner abwehren. Im Anschluss waren die Iserlohner in Überzahl. In der Vorwärtsbewegung leisteten sich die Gastgeber aber einen schmerzhaften Scheibenverlust, den Höfflin zunächst zwar nicht nutzen konnte, doch erneut den Abpraller auf die Kelle bekam, den mitgeeilten Wörle sah, der aus spitzem Winkel ins leere Tor zum 1:0 für die Wild Wings einnetzte. In der Folge agierten die Roosters weiter äußert fehlerhaft, so dass in der Offensive, durch viele Scheibenverluste und ungenaues Passspiel, kaum Gefahr entstand. Gefährlich wurde es, bei den zahlreichen Kontermöglichkeiten der Gäste, doch Sebastian Dahm war mit seinen Paraden der mit Abstand beste Sauerländer im ersten Drittel. Lediglich bei einem Nachschuss von Florek hatten die knapp 5.000 Fans den Torschrei auf der Zunge, aber der Puck ging Zentimeter am Gehäuse vorbei. Somit gingen die Iserlohner verdient mit einem knappen Rückstand in die erste Pause.

Der Mittelabschnitt ging ähnlich wild weiter, wie Durchgang eins endete. Nach gut zwei Minuten durften die Roosters erstmals jubeln. Down brachte die Scheibe aus fast unmöglichem Winkel auf das Schwenninger Tor und plötzlich zappelte der Puck im Netz. Jetzt dachte man eigentlich, dass der Ausgleich den Sauerländern Selbstvertrauen gegeben hätte, doch weit gefehlt. Statt das Momentum zu nutzen, leisteten sich die Hausherren eine halbminütige Tiefschlafphase, die Acton und Giliati mit Nachschüssen zum Doppelschlag für die Wild Wings nutzten. Nach weiteren 33 Sekunden klingelte es dann wieder auf der Gegenseite. Friedrich lenkte einen Larsson-Pass ins Tor ab, unhaltbar für Dustin Strahmeier, der eine starke Partie im Kasten der Schwenninger bot (25.). In der Folge mussten die Hausherren dann aber nach einem Bandencheck von Blaine Down eine fünfminütige Unterzahl schadlos überstehen, was auch gelang. Aber auch dieses Erfolgserlebnis konnten die Iserlohner nicht zu ihrem Vorteil nutzen. Stattdessen kassierten sie den vierten Gegentreffer (35.). Höfflin zog einfach mal aus halbrechter Position ab und Sebastian Dahm rutschte der Puck durch die Schoner ins Tor, weil ihm durch einen Verteidiger die Sicht versperrt war.

Im letzten Drittel versuchten die Iserlohner noch einmal sich in die Partie zurück zu kämpfen, doch es mangelte häufig an der nötigen Zielstrebigkeit und Überzeugung, dieses Spiel noch einmal drehen zu können. So agierten die Hausherren zwar nun häufiger im Drittel der Schwenninger, aber es fehlten die klaren Möglichkeiten. Nach einer Strafe gegen Weiden nutzte Schwenningen die Überzahl durch Pokkula zur Entscheidung (49.) – 5:2..

 

Statistik:

Roosters: Dahm (49:30 Lange) – Larsson, Eklund; Fischer, Martinovic; Bonsaksen, Schmidt; Orendorz – Weidner, Friedrich, Florek; Jaspers, Turnbull, Combs; Down, Costello, Brown; Shevyrin, Blank, Salmonsson

Wild Wings: Strahlmeier – Bittner, Kaijomaa; Sacher, Timonen; Brückner, Sonnenburg; Bender – Acton, Hult, Fleury; Höfflin, Giliati, Poukkula; Danner, Rech, Kurth; Maurer, Herpich, Wörle

Schiedsrichter: Hunnius (Berlin), Rohatsch (Prien am Chiemsee)

Tore: 0:1 (03:53) Wörle (Höfflin/4-5), 1:1 (22:04) Down (Costello), 1:2 (23:16) Acton (Timonen), 1:3 (23:38) Giliati (Pokkula, Acton), 2:3 (24:11) Friedrich (Larsson, Weidner/4-4), 2:4 (34:05) Höfflin (Pokkula, Kaijomaa), 2:5 (48:59) Pokkula (Bender, Timonen/5-4)

Strafen: Roosters 8 + 5 + Spieldauer (Down) – Wild Wings 8

Zuschauer: 4967 (ausverkauft)