07 Mrz 2018
Foto: Brockmann

Niederlage in Spiel 1

Iserlohn Roosters – Fischtown Pinguins Bremerhaven 2:5 (0:0/1:1/1:4)

Iserlohn – Fast 40 Minuten kontrollierten die Iserlohn Roosters ein sehr taktisch geprägtes Playoff-Erstrundenspiel, verpassten es Tore zu schießen, waren aber im Match und die bessere Mannschaft. „Individuelle Fehler“, so sagte es Christopher Fischer nach der Partie und zu viele Undiszipliniertheiten hätten die Sauerländer im letzten Drittel um die Chance auf den Sieg gebracht.

Taktisch geprägt begann die Partie. Statt auf Vollgas zu schalten, hielten sich die Iserlohn Roosters offensiv im Abwarte-Modus. Co-Trainer Jamie Bartman hatte bereits vor der Partie Geduld angemahnt. So waren die Sauerländer auch in der Saison zu Werke gegangen und hatten Erfolg. Offensiv blieb die Ausbeute an hervorragenden Möglichkeiten bescheiden. Friedrich nach fünf Minuten, Florek nach knapp acht, Turnbull in der neunten von Brown in Szene gesetzt. Das waren die Chancen der Blau-Weißen bis zum Powerbreak. Anschließend überstanden sie eine Bremerhavener-Überzahl, die gut gespielt, Schwartz die Chance gab, die Scheibe ins leere Iserlohner Tor zu befördern. Dahm war noch in der Bewegung, hätte deshalb auf der Stockhandseite kaum eine Möglichkeit gehabt, den Puck zu stoppen. Anschließend schienen die sehr abgeklärt und ruhig agierenden Sauerländer ein bisschen mehr zu riskieren, kamen durch Turnbull und Jaspers zu besseren Torgelegenheiten. Pöpperle im Tor der Pinguins hielt seinen Kasten aber sauber. Letztlich ging das Konzept auf, die Null stand und das Team vom Seilersee kassierte keinen Gegentreffer.

Auch der Mittelabschnitt blieb lange, nämlich bis zur 38. Minute torlos. Dann zauberte Bergmann einen Traumpass auf den aus der neutralen Zone per Alleingang startenden Ross Mauermann, der Sebastian Dahm im Tor keine Chance ließ. Gerade, weil die Waldstädter bis dahin die bessere Mannschaft, das Team mit deutlich mehr offensiven Gelegenheiten waren, ein sehr ärgerlicher Moment. Glücklicherweise sollte der erste Treffer aber nicht die Bedeutung haben, wie befürchtet. Grund dafür: Blaine Downs Tor 134 Sekunden später. Der Roosters-Stürmer zog nahe der blauen Linie einfach mal ab, Pöpperle im Tor der Pinguine greift daneben, 1:1 (40.). Zwar kassieren die Sauerländer gegen Fischer noch eine weitere Hinausstellung, halten aber das Unentschieden bis zur Pause. Insgesamt blieb das Daum-Team im gesamten Mittelabschnitt ähnlich gelassen, wie im ersten Drittel, leistete sich ganz wenig Fehler, muss aber offensiv noch einen Hauch mehr tun.

Gleich zu Beginn des letzten Drittels überstehen die Sauerländer eine weitere Unterzahl-Situation und liegen kurz danach wieder mit einem Treffer hinten. Erneut war es Ross Mauermann, der nach einem Steal in der Zone der Roosters von George zum 2:1 trifft. Dahm will nach der ersten gestoppten Scheibe zurück in Richtung Grundlinie rutschen, Mauermann spielt den Puck an den Körper Schmidts, von dort prallt in Dahms Rücken und geht ins Tor. 116 Sekunden später dann der nächste Rückschlag. Bei angezeigter Strafe gegen die Sauerländer hat Bremerhaven erneut zu viel Platz in der Iserlohner Defensive, Schwartz bringt die Scheibe zu Lampl – 3:1. War es nicht vorher schon der Fall, bringt dieser Treffer die Gastgeber gänzlich Weg von der eigenen spielerischen Linie. Die Gäste können in der Iserlohner Zone nach Belieben kombinieren – und Tore schießen. 12:22 Minuten vor Ende war es Jan Urbas, der zum 4:1 traf. 8:42 Minuten vor dem Ende kassiert Lampl eine Spieldauerdisziplinarstrafe wegen Bandenchecks an Boris Blank. Wie schon einmal in der regulären Saison versucht er Blank hart zu treffen, diesmal gelingt es nicht. Blank wehrt sich, muss kurz in die Kabine, kommt in dem Moment zurück, in dem Marko Friedrich raus muss, der gegen die Bande gecheckt das Visier auf die Nase bekommt. Auch er kommt zwar zurück aufs Eis, kann aber nicht mehr dazu beitragen, dass den Iserlohnern die Wende im Match gelingt. Zwar trifft Combs noch zum zwischenzeitlichen 2:4, Kris Newbury aber setzt den Schlusspunkt ins leere Iserlohner Tor. So verlieren die Sauerländer das wichtige erste Duell der ´Best-of-three-Serie` und stehen am Freitagabend in Bremerhaven mit dem Rücken zur Wand.

 

Die Statistik:

Roosters: Dahm – Fischer, Martinovic; Larsson, Eklund; Schmidt, Bonsaksen; Orendorz – Down, Brown, Camara; Weidner, Friedrich, Florek; Jaspers, Turnbull, Combs; Shevyrin, Salmonsson, Blank

Pinguins: Pöpperle – Rumble, Lavallée; Bergman, Lampl; Moore, Maschmeyer – Bast, Mauerman, Newbury; Quirk, Svensson, Urbas; Schwartz, Hoeffel, Owens; Körner, George, Dejdar

Schiedsrichter: Rohatsch, Schukies

Tore: 0:1 (37:02) Mauermann (Bergman), 1:1 (39:16) Down (Brown, Camara), 1:2 (42:43) Mauermann (George), 1:3 (44:39) Lampl (Schwartz, Newbury/6:5), 1:4 (47:38) Urbas (Quirk, Svensson), 2:4 (58:12) Combs (Turnbull, Jaspers), 2:5 (59:15) Newbury (EN)

Strafen: Roosters: 10; Pinguins: 6 + 5 + Spieldauer (Lampl)

Zuschauer: 4.483