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06. Jan 2021

Spieltag 6: Roosters vs. Düsseldorf

Iserlohn – Auch wenn beim eng getakteten Spielplan der PENNY DEL derzeit kaum Zeit bleibt, zurückzuschauen – ein kurzer, zufriedener Blick zurück auf die Partie gegen Berlin sollte erlaubt sein: „Das war Special-Team-lastig, geprägt von hoher Intensität, hart umkämpft, aber letztlich darf man behaupten, das war ein verdienter Sieg für unsere Mannschaft“, sagt Christian Hommel, sportlicher Leiter der Sauerländer nach dem überzeugenden 5:2-Erfolg gegen die Hauptstädter. Besonders erfreulich: Neben herausragenden Einzelspielern präsentierte sich auch das Mansnchaftskonstrukt insgesamt schon als äußerst belastbar. Natürlich könnte man es sich einfach machen und nach dem Eisbären-Match die Über- und Unterzahlformationen über die Maßen hervorheben, betonen, dass ein Leistungsträger wie Joe Whitney, einen Treffer selbst gemacht und drei weitere Tore vorbereitet hat. Dann aber würde man der Geschichte der Partie, die ligaweit gemeinhin als eine der hochklassigsten der bisherigen Saison gesehen werden kann, nicht gerecht. „Ohne Brody Sutter haben wir uns entschieden, eine Reihe mit Grenier, Whitney und Bailey zu bilden, die wirklich aus überragend erfahrenen und talentierten Spielern besteht. Aber auch die anderen Linien haben das gut gemacht. Fünf-gegen-Fünf haben wir Berlin nicht viel gegeben. Ich bin auch froh über die Leistung der jungen Spieler, es war eine komplette Mannschaftsleistung“, so Cheftrainer Jason O´Leary. Natürlich aber hat auch er nicht verpasst, wie überragend seine Mannschaft gerade in Über- und Unterzahl gespielt hat, vor allem wie unkompliziert sie agiert und deshalb vier der fünf Treffer im Powerplay erzielt hat. Eine Überzahlquote von 35,00 Prozent, davon hätten O´Leary und sein Team in der vergangenen Saison nur träumen können. „Das Training der letzten Tage hat geholfen, aber auch die Tatsache, dass die Jungs sehr schnörkellos gespielt haben. Ich hoffe, dass das auch für die Zukunft wirkt, und dass die Spieler erkennen, dass wir erfolgreich sein können, wenn wir es einfach halten“, unterstreicht Christian Hommel.

Doch die großen Momente sind nicht die, die letztlich über die Saison echten Erfolg bescheren können. Genauso wichtig ist die gesamte Defensivleistung – und die war herausragend. Christian Hommel: „Über die Qualität von Ryan Johnston müssen wir nicht sprechen, aber über die gute Arbeit von Riefers, Buschmann, Orendorz und Co. Jeder von den Jungs hat gezeigt, dass er Eiszeit haben will und sie sich verdient.“ Aus Sicht von Mannschaftskapitän Torsten Ankert gibt es dafür eine einfache Erklärung: „Jeder in dieser Mannschaft kennt seine Rolle und akzeptiert sie auch. Baxi (Jens Baxmann/d.Red.) und mir war vor den letzten zehn Minuten klar, dass wir vom gegnerischen Drittel nicht mehr viel sehen werden, aber das war kein Problem. Wir wussten, dass wir defensiv gebraucht werden und hatten eigentlich auch nicht das Gefühl, dass wir das Spiel nicht gewinnen würden. Wir gehen mit dem Gefühl in jedes Match, dass wir es gewinnen können. Ich habe in der Vergangenheit gelernt, was es bedeutet, wenn man mit einem ´mal schauen` Blick in ein Match startet. Dann hast Du ganz andere Voraussetzungen“, so Ankert weiter.

Jetzt kommt es aber darauf an, die eigene Stärke morgen im Match gegen die Düsseldorfer EG (20:30 Uhr/Eissporthalle am Seilersee) nicht in Überheblichkeit umschwingen zu lassen. „Wir als Trainer müssen das vorleben, in jedem Moment.“, unterstreicht O´Leary seinen Anteil, diese in der Vergangenheit oft erlebte Problematik nicht zuzulassen.  Auch Ankert kennt diese Momente, weiß aber auch ums Gegenmittel: „Dein Kopf darf das nicht zulassen. Du darfst dich freuen, aber dann musst du dich auf die nächste Aufgabe vorbereiten und dich von neuem konzentrieren!“ Im Tor wird abends erstmals in dieser Saison nicht Andy Jenike stehen, sondern Neuzugang Janick Schwendener. Der Deutsch-Schweizer bekommt sein erstes Match. „Ich weiß um die Situation. Ich bin der Back-Up, vertraue den Coaches, dass ich meine Eiszeit bekomme und freue mich jetzt unglaublich auf den Abend und das erste Spiel nach ganz langer Zeit.“ Am Kader dürfte sich im Vergleich zum gestrigen Sieg nichts ändern. Die DEG, die auswärts bislang zwei Erfolge eingefahren hat, kommt ohne Geitner und Svensson. Mirko Pantkowski steht im Tor.

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