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25. Feb 2022

Starke Reaktion: 4:2 in Mannheim

Die Iserlohn Roosters zeigten am Freitagabend im Auswärtsspiel bei den Adlern aus Mannheim eine starke Reaktion auf die zuletzt schwachen Auftritte und gewannen mit 4:2 in der Quadratestadt.

Ersatzgeschwächt traten die Sauerländer beim Tabellendritten an und wollten dennoch nicht schon wieder die Anfangsphase verschlafen. Trotz aller Bemühungen traf erneut der Gegner zum ersten Mal ins Schwarze. Iskhakov bekam von der Iserlohner Verteidigung zu viel Platz, den der Stürmer zu nutzen wusste. Nachdem er gleich drei Roosters ins Leere laufen ließ, schoss er den Puck unhaltbar für Schlussmann Andy Jenike zum 1:0 ins Tor (3.). Mannheim fegte wie ein Orkan in den ersten Minuten über die Sauerländer Defensive und beinahe hätten die Adler ihre Führung sogar ausgebaut. Dawes brachte den Puck Richtung Tor und Szwarz fälschte die Scheibe aus der Luft in den Kasten der Roosters (5.). Nach Betrachtung des Videobeweises entschieden die Unparteiischen allerdings überraschend auf „kein Tor“ wegen hohen Stocks – Glück für die Gäste, die dann aber besser in der Partie ankamen.  Bei einem Konter versuchte Joe Whitney noch den Querpass auf Eric Cornel zu spielen, der von einem Mannheimer Verteidiger in letzter Sekunde unterbunden wurde (10.). Kurz darauf gab es die dickste Möglichkeit für die Roosters im ersten Drittel. In Unterzahl startete Eric Cornel einen Konter, bei dem er am Ende gleich zwei Mal an Felix Brückmann im Tor der Adler scheiterte (11.). Danach entwickelte sich ein offenes Spiel bis zur ersten Drittelpause, in dem beide Teams ihre Möglichkeiten besaßen. Der knappe Rückstand für die Roosters ging zu diesem Zeitpunkt in Ordnung, es war noch alles drin.

Zwar ging es für die Sauerländer erneut darum, im zweiten Durchgang einen Rückstand aufzuholen, dieses Mal musste man jedoch kein komplett verpenntes erstes Drittel kompensieren – und das merkte man den Gästen an, die direkt nach Wiederbeginn das Heft des Handelns in die Hand nahmen: Auf Pass von O’Connor nahm Eric Cornel vom Bullypunkt Maß und schoss den Puck über die Schulter von Felix Brückmann zum 1:1-Ausgleich ins Netz (26.). Jetzt hatten die Iserlohner Selbstvertrauen getankt und legten nur wenig später nach. In Überzahl traf Taro Jentzsch mit einem satten Schuss in die lange Ecke zur Führung der Gäste (31.). Mannheim antwortete mit wütenden Angriffen, brauchte aber letztlich eine Überzahlsituation, weil die Roosters engagiert und größtenteils effektiv verteidigten – den Rest erledigte das nötige Quäntchen Glück. Nachdem die Roosters den Puck nicht aus dem Drittel brachten, traf Mathias Plachta dann aus der Distanz mit einem flachen Schuss in die linke untere Ecke dann doch zum 2:2 (33.). Aber die Gäste hatten auch diesmal die passende Antwort parat. Bei einem schnellen Konter über die rechte Seite nahm Nick Schilkey Tempo auf und schloss in Bedrängnis erfolgreich ab zur erneuten Führung für die Sauerländer (35.), Jentzsch hatte zuvor im eigenen Drittel den Zweikampf an der Bande gewonnen und den flinken Stürmer auf die Reise geschickt. Mit dieser knappen Führung nach dieser sinnbildlichen Szene für die deutlich verbesserte Herangehensweise der Roosters ging es dann auch in den Schlussabschnitt.

Mannheim war der Frust deutlich anzumerken. In den ersten Minuten schnürten die Adler ihren Gegner regelrecht ein, vergaben dabei aber eine Chance nach der nächsten. Iserlohn hatte Probleme, sich spielerisch aus der Umklammerung zu befreien, musste phasenweise einige Icings einbauen, um einmal durchschnaufen zu können. Im Großen und Ganzen stand die Roosters-Defensive um ihren Fels Andy Jenike im Kasten aber massiv. Die Adler nutzten ihre Möglichkeiten weiterhin nicht und so verstrich die Zeit. In der Schlussphase nahm dann Trainer Pavel Gross seinen Schlussmann vom Eis und ging volles Risiko. Nutznießer waren allerdings die Iserlohner, die in Person von Sven Ziegler die Scheibe zunächst hervorragend aus dem Drittel arbeiteten und anschließend 13 Sekunden vor dem Ende durch das 4:2 von Casey Bailey endgültig den Sack zu machten – ein wichtiger Sieg im Abstiegskampf und ein mindestens ebenso wichtiges Signal an Alle, die die Roosters bereits 15 Spiele vor Ende der Saison abgeschrieben hatten.

Adler: Brückmann – Holzer, Katic; Larkin, Lehtivuori; Reul, Akdag – Plachta, Wohlgemuth, Bast; Eisenschmid, Szwarz, Dawes; Krämmer, Iskhakov, Bergmann; Elias, Desjardins, Klos

Roosters: Jenike – Labrie, McCrea; Acolatse, O’Connor; Sezemsky, Buschmann – Jentzsch, Bailey, Schilkey; Broda, Cornel, Whitney; Aubin, Ewanyk, Alanov; Ziegler, Riefers

Tore: 1:0 (02:13) Iskhakov (Krämmer), 1:1 (25:03) Cornel (O’Connor), 1:2 (30:11) Jentzsch (5-4/ Whitney), 2:2 (32:26) Plachta 5-4/ Lehtivuori, Dawes), 2:3 (34:07) Schilkey, 24 (59:47) Bailey (Ziegler, Schilkey)

Schiedsrichter: Hoppe/Rekucki

Strafen:  Adler 10 – Roosters 8

Zuschauer: 5.365

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