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11. Mrz 2022

Roosters verspielen zwei Punkte gegen Bietigheim

Zu Enttäuschung der knapp 3.000 Fans am Seilersee verspielten die Roosters am Abend einen schon sicher geglaubten Sieg. Im Schlussabschnitt glichen die Bietigheim Steelers einen 0:3- Rückstand kurz vor Schluss aus und belohnten am Ende ihren Einsatz mit dem Zusatzpunkt im Penaltyschießen beim 3:4. Für Iserlohn waren dies zweifelsohne zwei verlorene Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Es dauerte einige Sekunden bis die Partie Fahrt aufnahm, dann aber legten die Sauerländer los. Allein in den ersten fünf Minuten hatten Raedeke, Jentzsch, Bailey und Broda die Führung auf dem Schläger, doch die Scheibe fand nicht den Weg ins Tor. Auch in Überzahl gelang den Hausherren nicht der erste Treffer. Eric Cornel schoss den Puck freistehend aus vier Metern über das Tor (8.). Angeheizt von der guten Stimmung in der Eissporthalle am Seilersee liefen die Roosters weiter an. Luke Adam traf leider aus dem Bullykreis nur die Latte (15.). Von Bietigheim war im ersten Durchgang nicht viel zu sehen. Lediglich durch Fernschüsse kam vereinzelt Gefahr auf, doch Schlussmann Andy Jenike hielt die wenigen Pucks die auf ihn zukamen, souverän. Erneut Eric Cornel besaß die letzte Großchance der Iserlohner im ersten Abschnitt, doch auch sein Schuss verfehlte das Tor der Steelers (18.). Die Gastgeber mussten sich nach einem guten Auftritt lediglich vorwerfen lassen, dass sie zu viele Chancen liegen ließen und zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Führung lagen.

Der zweite Durchgang begann so wie der erste aufgehört hatte. Iserlohn im Vorwärtsgang und diesmal endlich mit der nötigen Präzession. Joe Whitney nahm Maß und versenkte die Scheibe im rechten oberen Eck zum 1:0 (21.). Die Steelers wirkten kurz geschockt und nur einen Angriff später hatten Schilkey und Sezemsky den nächsten Treffer auf dem Schläger, doch Keeper Thomas McCollum in seiner ersten Partie für die Bietigheimer und der Pfosten verhinderten das 2:0 (22.). Stattdessen wachten nun die Gäste auf und drückten nun immer mehr auf das Tor der Sauerländer. Insgesamt fehlte es dem Aufsteiger aber an Zielstrebigkeit, so dass nicht viel mehr als Schüsse aus der Distanz dabei heraussprangen. Die waren allesamt sichere Beute von Andy Jenike. Die größte Möglichkeit vergab Brendan Ranford, als er in Überzahl knapp am langen Pfosten vorbeizielte (24.). Dennoch dauerte es fast zehn Minuten, bis die Hausherren auch mal wieder in der Offensive etwas zustande brachten. Zunächst schoss Raedeke aus guter Position die Scheibe am Tor vorbei (33.) und danach scheiterte Casey Bailey gleich doppelt am Bietigheimer Schlussmann (36.). Es war der Auftakt für die nächste Druckphase der Roosters, die diesmal auch von Erfolg gekrönt sein sollte. Alec Mc Crea bewies an der blauen Linie Übersicht und bediente den freigelaufenen Brent Raedeke. Der hatte durch den öffnenden Pass plötzlich das freie Tor vor sich und ließ sich nicht zweimal bitten – das 2:0 für Iserlohn (37.). Und nur 19 Sekunden später jubelten die knapp 3.000 Zuschauer erneut. O’Connor bediente Eric Cornel und der schlenzte den Puck durch die Beine von Verteidiger Max Prommersberger, unhaltbar für McCollum, zum 3:0 ins Tor (37.). Jetzt waren die Roosters obenauf.

Im Schlussabschnitt hatten die Iserlohner zunächst wenig Mühe ihren Vorsprung zu verteidigen. Bietigheim blieb offensiv relativ blass. Die Roosters dagegen waren dem vierten Treffer näher, als die Gäste ihrem ersten. So kam das Tor für die Steelers wie aus dem Nichts. Daniel Weiß nutzte einen Scheibenverlust im Spielaufbau der Sauerländer zum 1:3 (52.). Und es wurde dann noch brenzliger für die Hausherren. Nach einer schönen Einzelleistung von Jalen Smereck erzielte der Aufsteiger den Anschluss zum 2:3 (55.). Doch es kam noch schlimmer. Bei nun sichtlich verunsicherten Iserlohnern häuften sich die Nachlässigkeiten und die Steelers bestraften dies kurz vor dem Ende mit dem Ausgleich durch Evan Jasper (59.), nachdem sie ihren Goalie vom Eis genommen hatten.

Da in der Verlängerung keine der beiden Teams einen Treffer erzielen konnte, musste das Penaltyschießen die Entscheidung bringen. Dort traf C.J. Stretch als einziger zum angesichts der durch die Roosters äußerstüberlegen geführten ersten beiden Drittel überraschenden Sieg für die Steelers.

 

Roosters: Jenike – Labrie, McCrea; O’Connor, Freibergs; Sezemsky, Buschmann –Bailey, Cornel, Whitney; Jentzsch, Adam, Schilkey; Aubin, Raedeke, Alanov; Riefers, Ewanyk, Broda

Steelers: McCollum – Smereck, Prommersberger; Renner, Braun; Schüle, Kojo; Martinovic – Jasper, Stretch, Sheen; Preibisch, Weiß, Ranford; Naud, Schoofs, Busch

Tore: 1:0 (20:35) Whitney (Cornel), 2:0 (36:02) Raedeke (McCrea, Labrie), 3:0 (36:21) Cornel (5-4/ O’Connor), 3:1 (51:48) D. Weiß (Braun), 3:2 (55:44) Smereck (Stretch), 3:3 (58:16) Jasper (Smereck), 3:4 (65:00) C.J. Stretch

Schiedsrichter: Reneau/Schukies

Strafen:  Roosters 2 – Steelers 8

Zuschauer: 2.981 (ausverkauft)

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