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20. Mrz 2022

Roosters bringen sich selbst um Zählbares in Bremerhaven

Bremerhaven – Lange Zeit hielten die Roosters die Partie offen, aber am Ende feierten die Fischtown Pinguins. Mit 4:2 besiegte Bremerhaven die Iserlohner, die damit zwar weiter im Abstiegskampf stecken, aber keinen Boden zu ihren Kontrahenten verloren haben.

Die Sauerländer bekamen von Beginn an viel in der Defensive zu tun, denn die Hausherren gaben direkt mächtig Gas. Nach wenigen Minuten kam Miha Verlic völlig frei im Slot vor Andy Jenike zum Abschluss, doch der Iserlohner Schlussmann konnte den Schuss aus kurzer Distanz parieren (3.). Noch in der gleichen Minute starteten die Pinguins einen ihrer überfallartigen Konter. Jan Urbas schloss am zweiten Pfosten ab, traf den Puck aber nicht richtig und verfehlte somit das freie Tor. Bremerhaven kombinierte gefälliger und setzten die Roosters durch aggressives Pressing schon in deren Drittel unter Druck. Nach einem schönen Zusammenspiel kam Markus Vikingstad zwischen den Bullypunkten frei zum Abschluss, aber auch hier konnte Iserlohns Bester im ersten Durchgang, Andy Jenike, die Scheibe abwehren. Nur einmal tauchten auch die Iserlohner gefährlich vor Brandon Maxwell auf. Zunächst scheiterte Travis Ewanyk an der Stockhand des Bremerhavener Schlussmanns und nur wenige Sekunden später fälschte Ziegler einen Schuss noch kurz ab, aber auch hier war der Goalie zur Stelle (15.). Insgesamt konnten die Gäste aber froh sein, dass sie mit einem torlosen Unentschieden in die erste Drittelpause gehen konnten.

Nachdem die Sauerländer die restliche Strafe von Cornel schadlos überstanden, war es Travis Ewanyk mit einem satten Handgelenksschuss an die Latte, der ein unterhaltsames Drittel eröffnete (22.). In der Folge aber Bremerhaven wieder mit etwas mehr Spielanteilen und Möglichkeiten durch Andersen, der knapp am Tor vorbeischoss (27.) und Urbas, der an Jenike scheiterte (28.). Das erste Tor gelang aber den Iserlohnern in Überzahl. Nach einer schönen Kombination schloss Eric Cornel direkt ab zum 1:0 für die Gäste (29.). Die Antwort der Pinguins ließ aber nicht lange auf sich warten. Niklas Andersen setzte sich gegen zwei Verteidiger der Roosters durch und traf zum Ausgleich (30.). Ärgerlich nicht nur der Zeitpunkt, sondern auch, dass der Däne von insgesamt vier Roosters nicht entscheidend gestört werden konnte und mit einem Schuss ins untere Eck traf, den er so schnell nicht wiederholen dürfte. Erneut in Überzahl hatten dann Bailey und Cornel die erneute Führung für dem Schläger, doch zweimal hielt Maxwell glänzend (33.). Besser lief es, als die nächste Strafe für Bremerhaven gerade abgelaufen war. Luke Adam machte im zweiten Anlauf seinen Treffer zur erneuten Gästeführung (37.). Diesmal hielt sie ganze 27 Sekunden. Wieder wirkten die Sauerländer unkonzentriert, verloren in einer eigentlich harmlos scheinenden Umschaltsituation die Scheibe, sodass Tyler McGinn mit einem Schuss in die lange Ecke zum 2:2 (37.) ausgleichen konnte. Ärgerlich – aber aufgrund der Chancenverteilung in der gesamten Partie leider mehr als verdient, obwohl die Roosters im zweiten Durchgang die Partie ausgeglichener gestalten konnten und auch das Bremerhavener Umschaltspiel besser im Griff hatten.

Und so waren es an diesem Abend die Kleinigkeiten, die die Begegnung entscheiden sollten. Erneut sorgte eine Überzahlsituation für den nächsten Treffer: Jan Urbas umkurvte das Iserlohner Tor, sah dann den freigelaufenen Miha Verlic und der vollendete zur erstmaligen Führung für die Gastgeber (48.). Eine Demonstration der individuellen Klasse der beiden Slowenen. Die Roosters gaben alles, um den Rückstand noch auszugleichen, erarbeiteten sich auch Einschussmöglichkeiten. Zunächst scheiterten allerdings Whitney und Schilkey an Maxwell und auch Casey Bailey konnte in der Schlussphase den Bremerhavener Schlussmann nicht überwinden (58.). 25 Sekunden vor dem Ende sorgte Dominik Uher dann mit dem 4:2 ins leere Tor für die Entscheidung zugunsten der Fischtown Pinguins.

Pinguins: Maxwell – Eminger, Trska; Bruggisser, Dietz; Alber, Krogsgaard, Stowasser – Verlic, Jeglic, Urbas; McGinn, Friesen, Uher; Mauermann, Wejse, Andersen; Kinder, Vikingstad, Lutz

Roosters: Jenike – Labrie, McCrea; Freibergs, O’Connor; Sezemsky, Buschmann – Aubin, Raedeke, Alanov; Whitney, Adam, Schilkey; Bailey, Cornel, Jentzsch; Whitney; Broda, Ewanyk, Ziegler

Tore: 0:1 (28:33) Cornel (5-4/ Jentzsch, O’Connor), 1:1 (29:30) Andersen, 1:2 (36:10) Adam (Alanov), 2:2 (16:37) McGinn, 3:2 (47:44) Verlic (5-4/ Urbas), 4:2 (59:35) Uher (EN/ Urbas)

Schiedsrichter: Reneau/Kohlmüller

Strafen:  Pinguins 6 – Roosters 4

Zuschauer: 2.403

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