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14. Dez 2022

OT-Experte Daugavins schlägt wieder zu: 3:2 gegen Berlin

Iserlohn – Zum dritten Duell in dieser Saison gaben an diesem Mittwochabend die Eisbären Berlin ihre Visitenkarte im Sauerland ab. Den Schlusspunkt dieses spannenden, aber keineswegs hochklassigen Spiels setzte in der Overtime Kaspars Daugavins mit dem 3:2-Siegtreffer.

Nach dem in den ersten beiden Saisonduellen in der Bundeshauptstadt jeweils die Roosters den besseren Start hatten, so verbuchten diesmal die Berliner den ersten Treffer. Und das schon in der Anfangsminute, als Fiore einmal um das Tor kurvt, den Drehschuss aus dem linken Bullykreis in Richtung Tor bringt, wo Veilleux vor Jenike eingeparkt hatte und entscheidend abfälschen konnte – 0:1 nach nicht einmal 20 Sekunden Spielzeit.

Im Anschluss entwickelte sich ein mageres Auftaktdrittel, ohne wirklich nennenswerte Chancen auf beiden Seiten. Ingesamt wirkten die Hausherren in vielen Belangen etwas zu ungenau, um einmal schnell umzuschalten oder die Eisbären ernsthaft in Bedrängnis bringen zu können – Ausnahme hier lediglich die Direktabnahme von Acolatse, heute als Stürmer an der Seite von Raedeke und Ziegler aufgeboten, der Ancicka zu einer guten Tat zwang. Auf der Gegenseite konnten sich die Blau-Weißen das ein oder andere Mal bei ihrem Schlussmann Andy Jenike bedanken. Unter dem Strich ging der 0:1-Pausen-Rückstand in Ordnung, auch, weil die Roosters es verpassten, zwei Möglichkeiten in Überzahl zu nutzen (1./14.).

Auch im zweiten Drittel bot sich kein Eishockeyspektakel. Zunächst fiel Acolatse unglücklich in die Bande – ob er im Eis verkantete oder von einem hohen Schläger getroffen wurde, lies sich nicht zweifelsfrei aufklären. Doch seine spätere Rückkehr sollte für den Spielverlauf noch entscheidend werden. Zunächst war es für nun agressiver wirkende Iserlohner Bender, der mit einem langen Pass auf Rutkowski den Ausgleich einleitete: Die Nummer 12 der Roosters stellte gegen den Berliner Verteidiger gut den Körper rein, sodass Broda die Scheibe übernehmen konnte, Richtung des linken Bullykreis marschierte und Ancicka auf der Stockhandseite zum Ausgleich überwand (24.). Wenig später war es dann eben jener Acolatse, der nach einer gefährlichen Direktabnahme in Überzahl den blau-weißen Ausgleich einleitete – von der Blauen Linie brachte der Iserlohner Defender den Schlagschuss Richtung Tor, der, noch entscheidend von Cornel berührt, durch Ancickas Beine zur ersten Roosters-Führung über die Linie flog (35.). Wieder einmal, wie schon im Heimspiel gegen den AEV am vergangenen Freitag, brachte das zweite Drittel die Wende im Spiel der Sauerländer.

Im letzten Drittel entwickelte sich kitzlige Defensivtaktiererei: Die Roosters setzten gegen die Eisbären auf Konter, die den Hausherren jedoch nicht den gefallen taten, die Defensive zu vernachlässigen. Und so war es dann das etwas aktivere Team, das das nächste Tor erzielte. Ellis brachte von der blauen Linie die Scheibe hinter die Grundlinie, wo sie von der Kickleiste der Bande unglücklich vor Jenikes Kasten prallte, sodass White nur noch einschießen musste (48.). So war das Spiel also wieder ausgeglichen, was unter dem Strich in Ordnung ging. Trotz einiger weniger Torraumszenen – auf den Seiten der Roosters durch Alanov, der einen Schuss mit dem Schläger abfälschte und Daugavins, der aus dem Nahbereich an Ancicka scheiterte – ging die Partie in die Overtime. Dort hatten zunächst die Gäste die bessere Möglichkeit, das Spiel für sich zuentscheiden, Pföderl scheiterte aber aus aussichtsreicher Position am Außenpfosten. Nach einem geblockten Eisbären-Schuss durch O´Connor erobern die Roosters im eigenen Drittel die Scheibe, transportieren diese anschließend gut durch die Neutrale Zone, sodass Bailey auf Daugavins ablegen kann, der noch Richtung Slot zog und Ancicka halbhoch auf der Fanghandseite überwand (64.).

Am Ende steht ein hart umkämpfter und wichtiger Heimsieg gegen den amtierenden Deutschen Meister aus Berlin, schon am Freitag geht es am Seilersee gegen die Bietigheim Steelers weiter.

 

IEC: Jenike; Weitzmann – O´Connor, Bender; Ankert, Labrie; Buschmann, Ugbekile; Nieleck – Brown, Poirier, Alanov; Daugavins, Cornel, Bailey; Ziegler, Raedeke, Acolatse; Streu, Rutkowski, Broda;

 

EBB: Ancicka; Noack – Melchiori, Ellis; Müller, Nowak; Hördler, Guhle – Noebels, Boychuk, Clarke; Veilleux, Grenier, Fiore; White, Zerter-Gossage, Pföderl; Heim, Wiederer, Nijenhuis; 

 

Schiedrichter: Odins, Köttstorfer – Tanko, Jürgens

 

Tore:

0:1 Veilleux (Fiore – 00:16 – EQ), 1:1 Broda (Rutkowski, Bender – 23:37 – EQ), 2:1 Cornel (Acolatse, Daugavins – 34:44 – PP1), Daugavins (Bailey, O´Connor – 63:10 – EQ);

 

Strafen:

IEC: 7

EBB: 13

 

Zuschauer*innen: 2963

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