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10. Dez 2023

Roosters nehmen einen Punkt aus Straubing mit

Die Iserlohn Roosters haben beim 2:3 nach Penaltyschießen einen Punkt mit auf die Heimreise ins Sauerland genommen.

Spielfilm: Im ersten Drittel waren die Iserlohner das bessere Team und führten nach Treffern von Dal Colle und LeBlanc verdient mit 2:0. Im zweiten Drittel traten die Gastgeber wie ein Top-Team auf und glichen ebenfalls verdient aus, sodass es mit 2:2 ins letzte Drittel ging. Die Partie war nun offen, doch beide Goalies machten ein gutes Spiel, sodass es in die Overtime und anschließend ins Penaltyschießen ging. Dort traf nur Boland für die Roosters, sodass sich die Straubinger mit zwei Treffern den Extrapunkt sichern konnten.

Danach, dass am Sonntagnachmittag der Tabellenletzte bei einem Team antrat, das an diesem Tag die theoretische Chance auf den ersten Tabellenplatz hatte, sah die Partie ganz und gar nicht aus – im Gegenteil: Die Roosters erwischten ein bärenstarkes erstes Drittel, setzten den Gegner wie schon gegen Frankfurt clever unter Druck und provozierten Fehler. Das resultierte in der ersten Chance durch Hunter Shinkaruk, gegen den Hunter Miska im Straubinger Kasten eine Glanztat auspacken musste (3.). Ein anschließendes Powerplay konnten die Gäste zwar nicht nutzen, hatten das Momentum allerdings weiter auf ihrer Seite. Und in der elften Minute klingelte es dann: LeBlanc kam mit der Scheibe clever aus der eigenen Zone, Dal Colle lief den Konter mit und vollendete nach einem punktgenauen Querpass ins kurze obere Toreck zur verdienten Führung. Nur vier Minuten später konterten die Roosters wieder: LeBlanc nutzte den Platz im Eins-gegen-Eins zentral vor dem Kasten, ließ seinen Gegenspieler mit einem kleinen, aber feinen Schlenker stehen und hatte so die Sekunden Zeit und die Zentimeter Platz, die er brauchte. Die Scheibe schlug genau neben dem Pfosten ein – 2:0 für die Roosters. Auch in der Defensive präsentierten sich die Sauerländer aufmerksam und aggressiv. Dahinter machte Andy Jenike einen souveränen Job. Jenike war erst kurzfristig ins Team gerutscht, da Kevin Reich aufgrund eines Defekts an der Ausrüstung kurz vor Spielbeginn nicht starten konnte, aber das schien den Routinier nicht zu stören.

Allen Beteiligten dürfte klar sein, dass die Straubinger nach dem ersten Seitenwechsel anders auftreten würden – und so kam es dann auch: Im Stile eines Top-Teams gaben die Tigers den Roosters nun kaum noch eine Möglichkeit, ihre offensiven Bemühungen zu unterbinden. Zunächst hielt die Roosters-Defensive stand, doch nach einem Schuss von der blauen Linie flipperte die Scheibe über den Straubinger Stürmer Lipon und Mitch Eliot, der im Slot eigentlich gut gearbeitet hatte, denkbar unglücklich genau über Jenike hinüber zum Anschlusstreffer ins Tor (28.). Verdient war der Treffer allemal, in der Art und Weise der Entstehung dennoch ärgerlich. Die Gastgeber kamen nicht auf die Idee, nachzulassen, die Roosters trafen in den Umschaltmomenten zu oft die falsche Entscheidung und konnten so keine Entlastung kreieren. Fast schon zwangsläufig nutzten die Straubinger dann ihre erste Überzahlsituation der Partie, Sheehy staubte aus dem Slot zum Ausgleich ab (34.). Es war klar, dass ein weiterer Gegentreffer bei dieser Spielweise der Sauerländer nur eine Frage der Zeit war. Sie taten nun ihrerseits auch offensiv und mit aggressiverem Forecheck wieder mehr fürs Spiel. So erarbeiteten sich die Gäste die Riesenchance zur erneuten Führung: Bender spielte auf Cornel, der nach Doppelpass mit Boland schon die Einschusschance hatte, aber nochmal genial auf Boland zurückpasste. Doch der Roosters-Stürmer war zu überrascht und verpasste so den Schuss ins leere Tor (38.), sodass es mit dem Unentschieden in die Kabinen ging.

Beflügelt von der guten Aktion vor der Pause machten es die Roosters im Schlussabschnitt dann wieder deutlich besser. Die Reihe um Rutkowski, Jahnke und Broda machte zu Beginn des Drittels ordentlich Alarm, doch Ersterer zielte nach einem Rebound aus dem Slot zu zentral (43.). Zwölf Minuten vor Schluss dann wieder Powerplay für die Roosters, die die Scheibe über den auffälligen Cornel und Ugbekile auf Boland brachten, der aber dieses Mal am einmal mehr stark reagierenden Miska scheiterte (49.). Zwei Minuten später behielt der Straubinger Schlussmann im gleichen Duell wieder die Oberhand – es war nicht der glücklichste Tag für den Topscorer der Roosters.

Natürlich sei auch erwähnt, dass der Tabellenzweite ebenfalls seine Gelegenheiten hatte, doch Jenike und seine Vorderleute hielten ihren Kasten im letzten Drittel sauber, weshalb es in die Overtime ging. Dort traf lediglich Lipon den Pfosten und beide Goalies bestätigten ihre starke Performance an diesem Nachmittag, weshalb die Entscheidung im Shootout hermusste. Da traf für die Roosters lediglich Boland und auf der anderen Seite Mattinen und Sheehy für die Straubinger, weshalb der Extrapunkt am Pulverturm blieb. Den Sauerländern bleibt ein verdienter Punktgewinn, der mit ein bisschen mehr Glück und Konsequenz sogar verdoppelt oder gar verdreifacht hätte werden können.

IEC: Jenike – Labrie, Thomas; Ugbekile, Eliot; Bender, Quaas; Korus – Shinkaruk, Cornel, Boland; Dal Colle, LeBlanc, Jentzsch; Schiemenz, Sebok, Ziegler; Broda, Jahnke, Rutkowski

STR:
Miska – Mattinen, Daschner; Braun, Brandt; Kohl, Zimmermann; Klein – Lipon, Scott, Fonstad; Bradley, Zengerle, Müller; Clarke, Brunnhuber, Schönberger; Sheehy, Samanski, Connolly

Tore:
0:1 Dal Colle (LeBlanc – 10:05 – EQ), 0:2 LeBlanc (Dal Colle, Eliot – 14:01 – EQ), 1:2 Lipon (Braun, Scott – 27:22 – EQ), 2:2 Sheehy (Mattinen, Scott – 33:32 – PP1), Sheehy (65:06 – GWS)

SR: Frano, Polaczek

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