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12. Dez. 2025
Foto: Jonas Brockmann
Foto: Jonas Brockmann

Egal wie: Drei Punkte gegen Dresden

Die Iserlohn Roosters haben im Duell mit den Dresdner Eislöwen große Moral bewiesen und einen zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückstand noch in einen 5:4-Erfolg verwandelt. Nach schwachem Start und klarer Gästeführung kämpfte sich der IEC vor 4.813 Zuschauern Schritt für Schritt zurück und entschied eine hochdramatische Schlussphase für sich.

Die Partie begann schwungvoll: Bereits nach 21 Sekunden prüfte Ugbekile Eislöwen-Keeper Olkinuora erstmals. Dresden setzte früh auf schnelles Umschaltspiel und kam durch Karlsson zu einem gefährlichen Distanzschuss. Nach fünf Minuten gerieten die Roosters erstmals in Unterzahl – und das nutzten die Gäste eiskalt. Nach schneller Scheibenbewegung im Powerplay traf Parkes zur Führung. Iserlohn versuchte zu antworten, doch Napravnik und Lassen verpassten den Ausgleich. Stattdessen erhöhte Dresden: Zunächst parierte Jenike noch stark gegen Bouma, doch anschließend arbeitete sich Dresden ins Drittel und hatte in Person von Johansson das Glück des Tüchtigen – 0:2 (12.). Nur wenig später war Ortega sträflich frei, weil die Roosters an der Bande nicht in den Zweikampf fanden, nur eine Minute später stand es 0:3. Zwar überstand der IEC eine weitere Unterzahl schadlos, doch auch ein Powerplay in der Schlussminute brachte keinen Treffer mehr – Olkinuora blieb souverän. Mit einem deutlichen Rückstand ging es in die erste Pause – dort versuchten die Roosters, den Restknopf zu finden.

Aber auch zu Beginn des zweiten Drittels fanden die Roosters trotz Restüberzahl keinen Weg am Dresdner Schlussmann vorbei. Wieder war Jenike im Penaltykilling gefordert und hielt sein Team mit mehreren starken Paraden im Spiel. Offensiv tat sich Iserlohn zunächst schwer, kam dann aber besser in die Partie. Cornel vergab die bis dahin beste Gelegenheit, ehe ein weiteres Powerplay die Wende einleitete. Dieses Mal lief die Scheibe flüssig durch die Formation, und Boland verkürzte mit einem präzisen Abschluss vom Bullypunkt auf 1:3 (30.). In der Folge erhöhte der IEC den Druck, ließ in weiteren Überzahlsituationen – darunter eine kurze 5-gegen-3-Phase – jedoch beste Chancen ungenutzt. Nach 40 Minuten blieb es beim 1:3, auch wenn das Spiel nun deutlich offener war.

Im Schlussdrittel übernahmen zunächst wieder die Gäste das Kommando, doch dann kippte die Partie. Eine längere Druckphase der Roosters mündete im Anschlusstreffer: Ugbekile zog von der blauen Linie ab, Boland fälschte entscheidend zum 2:3 ab. Dresden reagierte mit mehr Tempo, scheiterte jedoch mehrfach an Jenike. Auf der Gegenseite fehlte beim abgefälschten Schuss von Norell nur wenig zum Ausgleich. Dieser fiel schließlich in der 54. Minute, als Törnqvist im Gewühl vor dem Tor energisch nachsetzte – der Videobeweis bestätigte den Treffer. Die Antwort der Eislöwen folgte prompt: Ortega nutzte eine defensive Unachtsamkeit und brachte Dresden erneut in Führung (55.). Doch die Roosters steckten nicht auf. Fischbuch glich nach starker Kombination über Norell und Lassen mit einem platzierten Schuss zum 4:4 aus (57.), ehe Thomas nur wenige Sekunden später einen Abwehrfehler der Gäste eiskalt zur erstmaligen Führung und letztlich Endstand nutzte. Dresden nahm in den Schlussminuten den Torhüter vom Eis, doch Iserlohn verteidigte leidenschaftlich und brachte den 5:4-Sieg nach einer wilden und nur in der zweiten Spielhälfte überzeugenden Leistung über die Zeit.


IEC: ##92 Jenike; #32 Hane – #79 Ugbekile, #3 Wood; #26 Niehus, ##56 Norell; #77 Jobke, #15 Lassen; #4 Elten – ##41 Eisenmenger, #18 Cornel, #71 Fischbuch; #36 Camara, #10 Boland, #27 Thomas; #75 Napravnik, #17 Salsten, #11 Törnqvist; #7 Radionovs, #22 Neumann, #90 Jentzsch

DRE: #45 Olkinuora; #62 Schwendener – #57 Johansson, #3 McCrea; #25 Hammond, #61 Braun; #75 Riedl, #24 Karlsson; #56 Krüger – #84 Parkes, #9 LeBlanc, #8 Ortega; #27 Fox, #14 Charlier, #91 Turnbull; #17 Bouma, #73 Korte, #12 Yogan; #47 Gorcik, #92 Andres, #74 Sykora

Tore: 0:1 Parkes (Ortega, Chartier – 5:57 – PP1), 0:2 Johansson (McCrea, Yogan – 12:01 – EQ), 0:3 Ortega (Johansson, LeBlanc – 12:59 – EQ), 1:3 Boland (Jentzsch, Napravnik – 29:14 – PP1), 2:3 Boland (Ugbekile, Wood – 47:31 – EQ), 3:3 Törnqvist (Ugbekile, Napravnik – 53:27- EQ), 3:4 Ortega (Parkes -54:40 -EQ), 4:4 Fischbuch (Norell, Lassen – 56:17 – EQ), 5:4 Thomas ( 57:54 – EQ).

SR: Ansons; Hebert

Strafen:
 IEC 6, DRE 10

Zuschauer: 4813

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