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16. Jan. 2026
Foto: Jonas Brockmann
Foto: Jonas Brockmann

Wood sichert in der Overtime den Heimsieg gegen Wolfsburg

Durch einen Treffer von Kyle Wood mit dem ersten Schuss in der Overtime sichern sich die Iserlohn Roosters mit einem 2:1 nach Verlängerung gegen die Grizzlys Wolfsburg ihren dritten Heimsieg im dritten Heimspiel des neuen Jahres.

Die Anfangsphase gehörte zunächst den Gästen: Schinko prüfte Jenike gleich doppelt und setzte das erste Ausrufezeichen der Partie. Die Roosters antworteten jedoch prompt – Neumann kam bereits in der 1. Minute zur ersten Iserlohner Möglichkeit, traf aber nur den Pfosten. In der Folge übernahm der IEC zunehmend die Kontrolle. Vor allem in der neutralen Zone agierten die Hausherren sehr diszipliniert und unterbanden den Spielaufbau der Grizzlys konsequent. Wolfsburg wurde fast ausschließlich dann gefährlich, wenn sich bei den Roosters im Aufbau seltene Fehler einschlichen – ansonsten bestimmte Iserlohn das Geschehen. Die Überlegenheit schlug sich zunächst nicht auf der Anzeigetafel nieder. Cornel scheiterte aus kurzer Distanz, wenig später ließ Borzecki einen weiteren Hochkaräter ungenutzt. Die Roosters spielten schnörkellos, aber keineswegs ideenlos, erarbeiteten sich Chance um Chance – allein das Tor fehlte. Dieses fiel schließlich in der 15. Minute: Niehus eroberte den Puck an der blauen Linie, drang über links in die Wolfsburger Zone ein und legte quer auf Napravnik, der Strahlmeier aus kurzer Distanz keine Abwehrchance ließ (14:54). Kurz vor der Pause bot sich den Roosters im Powerplay die Möglichkeit nachzulegen, doch die Überzahl blieb ungenutzt. Mit einer verdienten 1:0-Führung ging es in die erste Pause.

Die Roosters knüpften nach Wiederbeginn nahtlos an den starken ersten Abschnitt an. Gleich zu Beginn zielte Thomas auf den Winkel, verfehlte das Tor jedoch knapp. Wenig später war der IEC erstmals im Penalty Killing gefordert: Wolfsburg setzte nach, prüfte Defensive und Jenike intensiver, doch die Unterzahl überstanden die Gastgeber schadlos. Offensiv ließ Iserlohn weiterhin Möglichkeiten liegen. Cornel entschied sich bei einer guten Gelegenheit für einen Haken zu viel, wodurch die Situation verpuffte. Insgesamt traten die Grizzlys im zweiten Drittel physischer auf und versuchten, dem Spiel eine andere Richtung zu geben. Erneut mussten die Roosters in Unterzahl ran. Ein Pfostentreffer von Lynch sorgte für den größten Aufreger, ansonsten agierte das Iserlohner Penalty Killing erneut äußerst stabil. Kurz darauf scheiterte Camara nach guter Vorarbeit von Törnqvist am Wolfsburger Keeper. In Überzahl bot sich dem IEC die Chance nachzulegen, doch es gelang nicht, nachhaltigen Druck zu entwickeln. Stattdessen musste Jenike in höchster Not gegen Gaudet retten und verhinderte den Ausgleich. Auf der Gegenseite hielt der Wolfsburger Schlussmann sein Team im Spiel, als Napravnik frei zum Abschluss kam. Nach 40 Minuten führten die Roosters weiterhin – das Heimteam hätte längst einen zweiten Treffer nachlegen können, konnte sich gleichzeitig aber auch glücklich schätzen und bei Andy Jenike bedanken, dass die Gäste noch nicht getroffen hatten.

Mit offenem Visier ging es auch in den Schlussabschnitt: Ugbekile setzte mit einem frühen Abschluss das erste offensive Ausrufezeichen für die Roosters im Schlussabschnitt. Iserlohn erspielte sich mehrfach die Möglichkeiten, die Führung auszubauen, scheiterte jedoch immer wieder an der fehlenden Präzision in der letzten Aktion. Camara ließ eine Breakchance liegen, kurz darauf verzog Thomas nach einer schnellen Kombination über Boland. Und dann rächte sich der Chancenwucher: Wolfsburg kam durch Smith zum etwas überraschenden und glücklichen, wenn auch keinesfalls unverdienten Ausgleich (50:55). Die Roosters zeigten sich davon jedoch unbeeindruckt und blieben im Vorwärtsgang. Mehrfach war Strahlmeier Endstation, in anderen Situationen verhinderten Ungenauigkeiten den erneuten Führungstreffer. Auch in der Schlussphase hatten die Roosters genügend Gelegenheiten, die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden. Fischbuch wurde bei einem vielversprechenden Break noch entscheidend gestört, gleichzeitig hatten die Wolfsburger quasi mit der Schlusssirene die Riesenchance auf den Siegtreffer, als die Scheibe durch den Torraum tanzte. So blieb es beim 1:1 – und die Entscheidung musste in der Overtime fallen.

In der Overtime dauerte es nicht lange, dann fasste sich Wood ein Herz und sicherte den Roosters mit dem ersten Torschuss der Verlängerung den verdienten Zusatzpunkt (61:26) und sicherte somit den dritten Heimsieg im dritten Heimspiel des Jahres 2026.



IEC: #92 Jenike; #32 Hane – #79 Ugbekile, #56 Norell; #26 Niehus, #3 Wood; #15 Lassen, #55 Huss; #7 Radionovs – #10 Boland, #41 Eisenmenger, #27 Thomas; #25 Borzecki, #18 Cornel, #71 Fischbuch; #36 Camara, #22 Neumann, #11 Törnqvist; #75 Napravnik, #17 Salsten, #8 Geiger

WOB:
 #1 Strahlmeier, #67 Weitzmann – #24 Möser, #4 Thompson; #95 Pfohl, #44 Mechiori; #5 Krupp; #6 Prow; #29 Hafenrichter – #15 Hayhurst, #46 Smith, #49 Lynch; #93 Machacek, #58 Gaudet, #63 Schinko, #97 White, #71 Feser, #50 Ramoser; #91 Ruckdäschel, #40 Chrobot, #13 Dumont


Tore: 
1:0 Napravnik (Niehus – 14:54 – EQ), 1:1 Smith (White – 50:55 – EQ), 2:1 Wood (Fischbuch, Camara – 61:26 – OT)

SR: 
MacFarlane; Iwert

Strafen:
 IEC 4, WOB 4

Zuschauer: 4967 (ausverk.)

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