Die Iserlohn Roosters haben gegen die Kölner Haie trotz engagierten Auftritts mit 2:4 verloren. Über weite Strecken gestalteten die Sauerländer die Partie ausgeglichen, ließen jedoch zu viele gute Möglichkeiten ungenutzt und wurden für defensive Unachtsamkeiten konsequent bestraft.
Die Roosters starteten mit viel Zug zum Tor. Fischbuch hatte früh die Führung auf dem Schläger, scheiterte jedoch an KEC-Goalie Juvonen, wenig später blieb auch Thomas bei einem Alleingang erfolglos. Köln präsentierte sich defensiv stabil und suchte seinerseits immer wieder den Weg nach vorne. Jenike war mehrfach gefordert und parierte unter anderem sicher gegen Vittasmäki und Kero. In einer Unterzahlsituation verteidigte Iserlohn zunächst mutig, doch nachdem die Haie ihre Formation aufgebaut hatten, brachte Bokk Köln in Überzahl mit 1:0 in Führung (14:10). Die Roosters hatten im Anschluss Chancen zum Ausgleich: Thomas vergab frei im Slot, im eigenen Powerplay prüften Ugbekile und Camara Juvonen, Fischbuch blieb ebenfalls ohne Erfolg. Der knappe Rückstand nach 20 Minuten fiel aus Iserlohner Sicht unglücklich aus, da die Gastgeber ausreichend Möglichkeiten hatten.
Auch im zweiten Abschnitt begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Thomas scheiterte nach einer Kombination an Juvonen, auf der Gegenseite hielt Jenike gegen Russell. In erneuter Unterzahl kamen die Roosters sogar selbst zu einem Abschluss, mussten aber kurz darauf dennoch das 0:2 hinnehmen, als Schnarr eine schnelle Kölner Kombination vollendete (27:44). Iserlohn blieb spielerisch dran und suchte die Antwort: Ugbekile scheiterte gleich zweimal am starken KEC-Schlussmann, ehe Fischbuch einen Befreiungsschlag erlaufen konnte und mit seinem Treffer zum 1:2 den verdienten Anschluss erzielte (33:53). Die Hoffnung währte jedoch nur kurz, denn Aubry nutzte eine längere Druckphase der Gäste und erhöhte noch vor der zweiten Pause auf 1:3 (36:47).
Im Schlussabschnitt zeigten die Roosters weiterhin Moral und suchten konsequent den Weg nach vorne, fanden jedoch kaum Lücken gegen die aufmerksame Kölner Defensive. Jenike verhinderte zunächst einen weiteren Gegentreffer, während Eisenmenger im Slot nur knapp verzog. Auch ein Powerplay brachte nicht den erhofften Anschluss: Juvonen parierte gegen Boland, Fischbuch traf lediglich den Pfosten. Köln blieb kontrolliert, während Iserlohn weiter investierte. Noch einmal keimte Spannung auf, als Thomas eine feine Hereingabe von Napravnik zum 2:3 verwertete (57:19). Headcoach Stefan Nyman zog anschließend sofort den Torhüter, doch die Haie nutzten den offenen Raum konsequent und machten mit einem Empty-Net-Tor durch Russell endgültig den Deckel drauf (57:52).
So blieb den Roosters trotz eines mutigen und über weite Strecken ordentlichen Auftritts am Ende kein Punktgewinn, während Köln seine Effizienz in den entscheidenden Momenten unter Beweis stellte.
IEC: #92 Jenike; #32 Hane – #79 Ugbekile, #56 Norell; #26 Niehus, #3 Wood; #15 Lassen, #55 Huss; #20 Erkamps – #10 Boland, #41 Eisenmenger, #27 Thomas; #36 Camara, #18 Cornel, #71 Fischbuch; #75 Napravnik, #17 Salsten, #8 Geiger;#14 Saffran, #22 Neumann, #29 Borzecki
KEC: #30 Juvonen; #90 Brückmann – #57 Austin, #7 Kaski; #17 Sennhenn; #13 Kemiläinen; #91 Müller, #47 Vittasmäki; #22 Glötzl – #10 Kero, #89 MacLeod, #63 Russell; #62 Tuomie, #15 Aubry, #78 Bokk; #9 Kammerer, #76 Schnarr, #46 Niedenz; #5 van Calster, #77 MacInnis, #19 Storm
Tore: 0:1 Bokk (Kaski, Kammerer – 14:10 – PP1), 0:2 Schnarr (Aubry, MacLeod – 27:44 – EQ), 1:2 Fischbuch (33:53 – EQ), 1:3 Aubry (36:47 – EQ), 2:3 Thomas (Napravnik, Norell – 57:19 – EQ), 2:4 Russell (57:52 – EQ, EN)
SR: Rohatsch, Gofman
Strafen: IEC 8, KEC 6