Suche

23. Jan. 2026
Foto: Citypress
Foto: Citypress

Überragender Hane und das nötige Quäntchen Glück: 4:1 in Dresden

Die Iserlohn Roosters haben einen riesengroßen Schritt in Richtung des sicheren Klassenerhalts gemacht und mit 4:1 bei den Dresdner Eislöwen gewonnen. Vor einer Vielzahl per Sonderzug mitgereisten Roosters-Fans waren die Sauerländer über weite Strecken der Partie nicht die bessere Mannschaft, konnten sich aber auf einen überragenden Hendrik Hane im Kasten verlassen und hatten in den entscheidenden Momenten das nötige Quäntchen Glück.

Die Roosters erwischten einen ordentlichen Start und hatten früh im ersten Powerplay mehrere Möglichkeiten, doch weder Ugbekile noch Thomas konnten Kapital daraus schlagen, letzterer traf nur den Pfosten. Auch in der Folge erspielten sich die Iserlohner Chancen: Thomas fälschte einen Schuss von Wood gefährlich ab, scheiterte jedoch ebenso an Olkinoura im Dresdner Kasten wie Lassen wenig später aus zentraler Position. Dresden wurde nach dem Iserlohner Überzahlspiel aktiver, blieb offensiv aber zunächst glücklos, da Hane bei Abschlüssen von Suvanto, Ortega und später auch McCrea aufmerksam reagierte. In einem Dresdner Powerplay rettete der Roosters-Goalie gleich mehrfach gegen Chartier und Parkes; ein vermeintlicher Treffer der Eislöwen fand anschließend keine Anerkennung, die Scheibe war zwar über der Linie, es war aber vorher schon abgepfiffen. Beide Teams hatten im weiteren Verlauf Druckphasen und gute Abschlüsse, doch weder Thomas auf Seiten der Roosters noch Hendreschke für Dresden fanden den Weg ins Tor. So blieb es nach den ersten 20 Minuten beim 0:0. 

Dresden kam stark aus der Kabine und setzte die Roosters zu Beginn des zweiten Drittels unter Druck, doch die Iserlohner Defensive zeigte sich stabil und Hane war früh gefordert. Bouma scheiterte ebenso am gut aufgelegten Roosters-Goalie wie wenig später Ortega. Nach gut drei Minuten war Hane dann allerdings machtlos, als Chartier eine sehenswerte Kombination der Gastgeber zur 1:0-Führung abschloss (22:41). Nicht zum ersten Mal agierte die Roosters-Defensive in dieser Szene zu passiv. In der Folge blieb Dresden zunächst das aktivere Team, begünstigt durch den Führungstreffer, während die Roosters in der Offensive nicht immer die letzte Konsequenz fanden – so konnte Jentzsch eine gute Vorarbeit von Napravnik und Salsten nicht sauber verwerten. Eine Powerplay-Gelegenheit brachte Iserlohn wieder besser ins Spiel, entwickelte sich jedoch vor allem zu einem Duell zwischen Thomas und Olkinoura, das der Eislöwen-Keeper unter erneuter Mithilfe des Pfostens für sich entschied. Auf der anderen Seite musste Hane kurz vor Ablauf der Strafe bei einem Break von Bouma erneut stark eingreifen. Wenig später belohnten sich die Roosters für ihren Aufwand: Lassen zog von der blauen Linie ab, Boland fälschte entscheidend ab und sorgte für den 1:1-Ausgleich (30:37). Auch danach blieb Hane ein sicherer Rückhalt, entschärfte unter anderem ein weiteres Solo von Ortega, und Iserlohn überstand ein weiteres Unterzahlspiel dank kompakter Box und aufmerksamem Torhüter schadlos. Zum Ende des Drittels übernahmen die Roosters zunehmend die Kontrolle, traten offensiv präsenter auf und hatten nach einem Pfostentreffer von Suvanto das bessere Ende für sich: Napravnik setzte Thomas in Szene, der den Puck quasi von der Grundlinie zur 2:1-Führung im Netz unterbrachte (36:44) – ein kurioses Führungstor zum richtigen Zeitpunkt. Und es kam noch besser: Acht Sekunden vor Ende des Drittels brachte Cornel einen Nachschuss zum 3:1 im Eislöwen-Tor unter (39:52). Es ging mit einer glücklichen 3:1-Führung das zweite Mal in die Kabinen.

Auch im Schlussdrittel stand zunächst erneut Hane im Fokus. Der Roosters-Goalie parierte früh gegen Parkes und war auch in der Folge ein sicherer Rückhalt, als Dresden mit viel Schwung aus der Kabine kam. Die Eislöwen erhöhten den Druck, fanden jedoch kaum ein Durchkommen gegen eine aufmerksame Iserlohner Defensive. Hammond prüfte Hane aus der Distanz, doch der Keeper sammelte den Puck ohne Probleme ein. Erst danach meldeten sich die Roosters offensiv im letzten Abschnitt an: Ugbekile verfehlte nach guter Vorarbeit von Napravnik zwar das Ziel, setzte aber ein erstes Ausrufezeichen. Dresden blieb bemüht und suchte weiter den Weg nach vorne, scheiterte jedoch immer wieder am überragenden Hane, der am Ende 34 von 35 Schüssen auf seinen Kasten abgewehrt hatte. Ab der Mitte des Drittels wurden die Roosters zunehmend aktiver, kamen selbst zu Abschlüssen und ließen gleichzeitig bei Dresdener Konterversuchen wenig zu. Thomas verpasste nach einer weiteren starken Napravnik-Vorarbeit die Vorentscheidung nur knapp. Diese fiel wenig später dennoch: Kapitän Fischbuch schloss eine schnelle Kombination konsequent zum 4:1 ab und stellte damit endgültig die Weichen auf Auswärtssieg (54:04). In der Schlussphase spielten die Roosters die Partie souverän herunter und ließen sich unter dem lautstarken Jubel der rund 1.00 mitgereisten Anhänger feiern.



IEC: #32 Hane; #92 Jenike – #79 Ugbekile, #56 Norell; #26 Niehus, #3 Wood; 15 Lassen, #55 Huss; #7 Radionovs – #10 Boland, #41 Eisenmenger, #27 Thomas; #36 Camara, #18 Cornel, #71 Fischbuch; #75 Napravnik, #17 Salsten, #90 Jentzsch; #8 Geiger, #22 Neumann, #11 Törnqvist


DRE:
 #45 Olkinoura; #62 Schwendener; #55 Stocker – #57 Johansson, #3 McCrea; #25 Hammond, #61 Braun; #33 Suvanto, #24 Karlsson; #75 Riedl – #17 Bouma, #9 LeBlanc, #74 Sykora; #8 Ortega, #14 Chartier, #84 Parkes; #27 Fox, #92 Andres, #15 Suess; #32 Hendreschke, #73 Korte, #47 Gorok


Tore: 
0:1 Chartier (Johansson – 22:41 – EQ), 1:1 Boland (Eisenmenger, Lassen – 30:37 – EQ), 2:1 Thomas (Napravnik – 36:44 – EQ), 3:1 Cornel (Fischbuch, Camara – 39:52 – EQ), 4:1 Fischbuch (Camara, Niehus – 54:04 – EQ)

SR: 
Ansons; Cespiva

Strafen:
 IEC 8, DRE 8

Aktuelles