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28. Aug. 2026
Foto: Melanie Steigler
Foto: Melanie Steigler

Später Eisenmenger-Treffer sichert verdienten Sieg

Die Iserlohn Roosters haben das erste Halbfinale des Sachsenlotto-Cups in Dresden mit 1:0 gegen die Grizzlys Wolfsburg gewonnen. Den Siegtreffer erzielte Maximilian Eisenmenger erst in der Schlussminute. Hendrik Hane zwischen den Pfosten der Roosters hielt seinen Kasten sauber.

Die Partie zwischen den beiden Liga-Konkurrenten begann am Freitagnachmittag zäh, Chancen waren trotz Powerplay-Gelegenheiten auf beiden Seiten Mangelware. Die größte Einschussmöglichkeit hatte Justin Feser für die Grizzlys, als er in Überzahl frei vor Hane auftauchte, doch der machte sich groß und klärte die Situation mit der Schulter (16.). Von den Roosters war offensiv kaum etwas zu sehen, das Team von Headcoach Stefan Nyman besann sich auf eine stabile Defensive. Fast schon folgerichtig ging es torlos in die erste Drittelpause.

Ein anderes Bild dann nach Wiederbeginn: Es spielten nur noch die Roosters. Ob Forecheck, neutrale Zone oder Umschaltspiel – die Sauerländer waren den Wolfsburgern stets einen kleinen Schritt voraus. Nach und nach erspielten sich Nymans Schützlinge so auch hochkarätige Einschussmöglichkeiten, doch Wolfsburgs Schlussmann Strahlmeier war sowohl gegen Geiger (22.) als auch gegen Boland (28.) mit einer starken Einzelleistung zur Stelle. Sein Gegenüber Hane musste erst in der zweiten Hälfte des Mittelabschnitts überhaupt mal eingreifen – trotz aller Iserlohner Überlegenheit ging es mit einem 0:0 in den Schlussabschnitt.

Diesen begannen die Roosters in Überzahl, doch wie auch bei den anderen Gelegenheiten mit einem Mann mehr auf dem Eis war das nicht zwingend eine gute Nachricht: Es haperte merklich noch am Zusammenspiel, sodass Strahlmeier in diesen Situationen nie ernsthaft in Gefahr geriet. Stattdessen hätte es kurz vor Ablauf der Strafe fast sogar noch die kalte Dusche gegeben, weil Choupani nach einem unnötigen Scheibenverlust an der blauen Linie alleine vor Hane auftauchte. An diesem brachte der Stürmer die Scheibe auch vorbei, traf allerdings nur die Latte – Glück für die Roosters. Danach ging es allerdings weiter wie zuvor, es spielte nur Iserlohn. Wenn Wolfsburg mal gefährlich wurde, dann nach Fehlern im gegnerischen Aufbau. Diese hielten sich aber in Grenzen, sodass allein Strahlmeier mit Paraden gegen Boland und Lobach dafür sorgte, dass es torlos blieb – bis zur Schlussminute: Da schob Mac Hollowell aus der Defensive ordentlich an, brachte die Scheibe per Rückhandpass gefährlich vors Tor und Eisenmenger stand goldrichtig. Es war 56 Sekunden vor Spielende die Führung für die Roosters.

Die Grizzlys nahmen direkt im Anschluss eine Auszeit und schnellstmöglich auch ihren Goalie vom Eis. Fünf Sekunden vor Schluss kam Lancaster dann nach einer nicht sauber bereinigten Situation viel zu frei von halbrechts zum Schuss, traf aber nur das Lattenkreuz. So sicherten sich die Roosters den verdienten, aufgrund vereinzelter Unaufmerksamkeiten und den beiden Aluminium-Treffern aber auch ein wenig glücklichen Finaleinzug. Dort trifft Nymans Team am kommenden Sonntag um 17:30 Uhr auf den Sieger des Duells zwischen Gastgeber Dresden und Liberec.

IEC: Hane (Jenike) – Norell, Ugbekile; Hollowell, Johansson; Niehus, Spornberger; Panocha, Radionovs – Boland, Maier, Thomas; Napravnik, Scott, Geiger; Lobach, Eisenmenger, Krauß; Borzecki, Bicker, Neumann; Farkas.

Tor: 1:0 (59:04) Eisenmenger (Hollowell).

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