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18. Sep. 2026
Foto: Jonas Brockmann
Foto: Jonas Brockmann

Roosters unterliegen Ingolstadt nach starker Aufholjagd

Die Iserlohn Roosters haben sich nach einem zwischenzeitlichen 0:4-Rückstand eindrucksvoll zurückgekämpft, mussten sich dem ERC Ingolstadt am Ende aber knapp mit 3:4 geschlagen geben. Während die Panther ihre Chancen über weite Strecken konsequent nutzten, steigerten sich die Roosters insbesondere im Schlussdrittel und machten die Partie noch einmal spannend.

Von Beginn an entwickelte sich am Seilersee ein munteres Duell. Noch keine Minute war gespielt, als Scott mit dem ersten Abschluss der Partie erstmals für Gefahr sorgte. Panther-Torhüter Williams musste den Puck im Nachfassen sichern. Die Führung erzielten jedoch die Gäste: Ein abgefälschter Schuss von Wasenden fand nach nur 81 Sekunden den Weg ins Iserlohner Tor. Jenike war dabei die Sicht versperrt – 0:1 (1:21). Die Roosters bemühten sich um eine schnelle Antwort, doch zunächst blieb Ingolstadt die gefährlichere Mannschaft. Krauss scheiterte mit einem Rückhandversuch an Williams, auf der anderen Seite parierte Jenike stark gegen Hüttl. Auch im ersten Unterzahlspiel präsentierten sich die Gastgeber souverän und ließen kaum etwas zu. Iserlohn kam anschließend besser ins Spiel. Bicker prüfte Williams, ehe die Roosters selbst in Überzahl Druck entwickelten. In den entscheidenden Momenten fehlte allerdings die nötige Ruhe und Präzision. Auch ein weiteres Penalty Killing überstanden die Sauerländer schadlos. Nach 20 Minuten lag der ERC Ingolstadt mit 1:0 vorne. Der Vorsprung war aufgrund der etwas besseren Chancen der Gäste nicht unverdient, allerdings war die Entstehung des Führungstreffers auch etwas glücklich.

Der zweite Abschnitt begann vielversprechend für die Roosters. Hollowell hatte bereits früh den Ausgleich auf dem Schläger, setzte seinen Abschluss jedoch zu unplatziert. Stattdessen schlugen erneut die Gäste zu: Sheen traf mit einem platzierten Schuss zum 0:2 (22:47). Iserlohn blieb bemüht und hatte durch Scott nach einem Break eine weitere gute Möglichkeit, doch erneut war Williams zur Stelle. Ingolstadt agierte mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken zunehmend souverän und nutzte ein weiteres Powerplay konsequent. Sheen erzielte seinen zweiten Treffer des Abends und erhöhte auf 0:3 (27:23). Die Roosters kamen weiterhin zu Möglichkeiten, konnten diese aber nicht konsequent abschließen. Selbst ein Penalty für Ingolstadt brachte keine weitere Veränderung auf der Anzeigetafel: Sheen scheiterte diesmal an Jenike. Die Panther blieben jedoch gefährlich und erhöhten nach einem schnell vorgetragenen Angriff durch Keating auf 0:4 (37:46). Mit diesem Ergebnis ging es in die zweite Drittelpause. Ingolstadt hatte seine Chancen konsequent genutzt, während Iserlohn offensiv zu harmlos blieb.

Im Schlussabschnitt zeigten die Roosters ein völlig anderes Gesicht. Früh durften die Gastgeber in Überzahl ran und erspielten sich mehrere gute Möglichkeiten. Quenneville scheiterte gleich zweimal am starken Williams, auch Eisenmenger konnte seine Chance aus kurzer Distanz nicht nutzen. Iserlohn erhöhte den Druck und belagerte zunehmend das Ingolstädter Tor. Die Panther beschränkten sich in dieser Phase weitgehend auf Konter, verteidigten ihren Vorsprung aber zunächst konsequent. Im nächsten Powerplay war der Bann schließlich gebrochen: Nach Zuspiel von Ugbekile fasste sich Boland ein Herz und hämmerte den Puck zum 1:4 ins Tor (50:09). Der Treffer gab den Roosters zusätzlichen Auftrieb. Zwar wurde Ingolstadt wieder etwas aktiver, doch die Gastgeber ließen sich nicht aus dem Rhythmus bringen. Nach einer schnellen Kombination erzielte Scott in der 55. Minute das 2:4 (54:39). Nun wurde es richtig laut am Seilersee. Die Roosters drängten mit aller Macht auf den nächsten Treffer. Nyman nahm seine Auszeit und brachte anschließend einen sechsten Feldspieler. Der Mut wurde belohnt: Ugbekile verkürzte 83 Sekunden vor dem Ende auf 3:4 (58:37). Die Eishalle am Seilersee bebte, und plötzlich schien sogar der Ausgleich möglich. Auch beim zweiten Mal zog Nyman den Torhüter, doch der vierte Treffer wollte nicht mehr fallen. So blieb es beim 3:4 aus Sicht der Roosters. Nach einem über weite Strecken schwierigen Spiel hatten sich die Sauerländer mit einer starken Schlussphase noch einmal zurück in die Partie gekämpft. Für mehr reichte es letztlich nicht mehr – die nötige Konsequenz im Abschluss kam zu spät.

IEC: #92 Jenike; #32 Hane – #79 Ugbekile, #56 Norell; #57 Johansson, #81 Hollowell; #18 Niehus, #50 Spornberger; #6 Panocha – #10 Boland, #14 Maier, #27 Thomas; #75 Napravnik, #20 Scott, #89 Quenneville; #16 Krauss, #41 Eisenmenger, #26 Lobach; #83 Bicker, #22 Neumann, #29 Borzecki

ING: #31 Williams; #1 Stettmer – #75 Breton, #4 Ellis; #14 Wasenden, #25 Hüttl; #21Appendino, #55 Tropmann; #13 Zerhoch – #92 Schmölz, #98 Abbandonato, #37 Barber; #11 Agostino, #9 Powell, #17 Girduckis; #89 Keating, #23 Smallwood, #91 Sheen; #8 Pul, #86 Pietta, #44 Schindler

Tore: 0:1 Wasenden (1:21 – EQ), 0:2 Sheen (Tropmann – 22:47 – EQ), 0:3 Sheen (Keating, Girduckis – 27:23 – PP1), 0:4 Keating (Powell, Sheen – 37:46 – EQ), 1:4 Boland (Ugbekile – 50:09– PP1), 2:4 Scott (Quenneville, Hollowell – 54:38 -EQ), 3:4 Ugbekile (Boland, Napravnik – 58:37 -EQ,EA)

SR: Schrader; Schadewaldt

Strafen: IEC 8, ING 10

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