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09. Okt. 2026
Foto: Citypress
Foto: Citypress

Absolut inakzeptables 4:11 gegen Straubing

Die Iserlohn Roosters haben mit einem völlig indiskutablen Auftritt bei den Straubing Tigers mit 4:11 eine empfindliche Niederlage kassiert. 

Eigentlich war die Partie bereits nach dem ersten Drittel gelaufen, denn die Roosters brachten sich von Beginn an selbst in die Bredouille: Keine zwei Minuten waren gespielt, da gab ein Sauerländer die Scheibe völlig unbedrängt hinter dem eigenen Tor her, Madden sagte Danke, legte auf Loibl und die Roosters lagen hinten. Zuvor hatte Brandt schon nach einem Abstimmungsfehler in der Roosters-Defensive die Latte getroffen. Zwar machten es die Gastgeber mit druckvollem und präzisem Kombinationsspiel auch nicht schlecht, aber die Roosters hatten in der Rückwärtsbewegung nichts dagegen zu setzen und waren stets mindestens einen Schritt zu spät. Das galt sogar für die erste Powerplay-Situation der Gäste: Unbedrängter Abstimmungsfehler beim Zone Entry, Brunnhuber war auf und davon und stellte per Shorthander auf 2:0 für seine Farben (11.). Und es ging so weiter: Eine knappe Minute später durfte Nick Beaudin unbedrängt abziehen, Andy Jenike im Roosters-Kasten wurde durch seinen eigenen Vordermann die Sicht versperrt und es stand 3:0 (12.). 

Direkt im Anschluss zeigten die Gäste dann die richtige Reaktion, machten direkt Druck und nach Scotts Chance fand Thomas im Nachfassen Boland, der auf 1:3 verkürzte (13.). Doch die Hoffnung auf ein Comeback währte nur kurz, denn zwei Minuten später ging es abermals zu schnell für die Sauerländer, JC Beaudin war viel zu frei und stellte auf 4:1 (15.). Und es kam sogar noch dicker: Im ersten Powerplay für die Tigers zog abermals JC Beaudin trocken ab und stellte auf 5:1 (16.). Mit diesem Ergebnis ging es dann zum ersten Mal in die Pause.

Das gleiche Bild zunächst nach Wiederbeginn: Straubing schnürte die Roosters regelrecht ein, das Tor fiel jedoch auf der anderen Seite: Krauß zog ab, Maier legte zurück und Quenneville staubte ab – der Anschluss? Mitnichten, denn im direkten Gegenzug musste Jenike wieder hinter sich greifen – JC Beaudin machte nach nicht einmal einer halben Stunde den Hattrick perfekt, weil die Roosters einmal mehr viel zu einfach die Scheibe hinter dem eigenen Kasten hergegeben hatten. Bleicher legte dann per Abstauber das 7:2 nach (33.) – es ging alles einfach zu schnell für die Gäste. Zum Drittelende hin übernahmen die Roosters die Spielkontrolle, auch weil die Gastgeber den ganz großen Druck rausnahmen.Das hinderte Duszak aber nicht daran, kurz vor der Drittelpause den achten Treffer nachzulegen – 23 Mal hatten die Gastgeber zur zweiten Drittelpause aufs Tor geschossen, 8 Mal war die Scheibe drin, Andy Jenike wurde von seinen Vorderleuten einfach viel zu häufig alleine gelassen.

Im letzten Drittel wurde Jenike dann durch Hendrik Hane ersetzt, allerdings nicht aus Leistungsgründen, bei keinem der Gegentreffer hätte der Routinier etwas ausrichten können. Auch mit Hane im Kasten blieb es das gleiche Bild, teilweise sogar noch schlimmer, weil die Roosters-Hintermannschaft komplett in ihre Einzelteile zerfiel: Sobald die Gastgeber einmal das Tempo anzogen, ging es zu schnell für die Iserlohner Hintermannschaft, so auch beim 9:2 durch Halloran (48.), 10:2 (54.) durch McKenzie und 11:2 (55.) durch Halloran. Das 11:3 (56.) durch Napravnik und das 11:4 (57.) durch Thomas als Ergebniskosmetik zu bezeichnen, wird dem indiskutablen Auftritt, bei dem die Roosters die meisten Gegentore innerhalb eines Spiels in ihrer DEL-Historie kassierten, nicht gerecht.

IEC: Jenike (Hane) – Norell, Ugbekile; Hollowell, Johansson; Spornberger, Niehus; Panocha – Thomas, Scott, Boland; Krauß, Maier, Quenneville; Lobach, Neumann, Napravnik; Borzecki, Geiger, Bicker.

Straubing: Bugl (Wieber) – Klein, Duszak; Green, N. Beaudin; Zimmermann, Brandt; Daschner – Halloran, J. Beaudin, Rees; Kersten, Brunnhuber, Varejcka; Madden, Loibl, McKenzie; Seidl, Elyynuik, Bleicher.

Tore: 1:0 (2:01) Loibl (Madden, Klein); 2:0 (10:37) Brunnhuber (Seidl, SH1); 3:0 (11:42) N. Beaudin (Halloran, Rees); 3:1 (12:02) Boland (Thomas, Ugbekile); 4:1 (14:19) J. Beaudin (Halloran, Duszak); 5:1 (15:40) J. Beaudin (Halloran, Madden, PP1); 5:2 (25:12) Quenneville (Krauß, Maier); 6:2 (25:30) J. Beaudin (Rees, Halloran); 7:2 (32:56) Bleicher (Elynuik, Duszak); 8:2 (38:57) Duszak (Brunnhuber); 9:2 (48:05) Halloran (Duszak, Rees); 10:2 (53:44) McKenzie (Madden, Loibl); 11:2 (54:28) Halloran (Zimmermann, J. Beaudin); 11:3 (55:36) Napravnik (Lobach); 11:4 (56:39) Thomas (Johansson, Hollowell).

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