Die Hausherren übernahmen im SAP-Garden erwartungsgemäß früh das Kommando. Schon früh musste Jenike gegen McKenna eingreifen und war sofort gefordert.
Das erste Überzahlspiel gehörte den Sauerländern, doch Niederberger parierte gegen Krauss. Anschließend kamen die Roten Bullen zu mehreren Abschlussversuchen. Auch die zweite Überzahl der Gäste brachte keinen Erfolg. München verteidigte extrem aggressiv, Thomas hatte noch die beste Gelegenheit der Blau-Weißen.
Danach setzten sich die Münchener mehrfach in der Iserlohner Zone fest und deckten Jenike mit Schüssen ein. Der Roosters-Goalie blieb dabei souverän. Bei einem Entlastungs-Break verzog Lobach. Kurz darauf traf Quenneville nur den Außenpfosten, und auf der anderen Seite rettete Jenike gegen Eisenschmid.
Insgesamt war München in den ersten 20 Minuten das aktivere und optisch überlegene Team. Die Waldstädter waren bei ihren Angriffen aber ebenfalls stets gefährlich. Das 0:0 zur ersten Pause war den beiden Goalies zu verdanken.
Im Mitteldrittel blieben die Sauerländer zunächst defensiv konzentriert und engagiert, und die Münchener taten sich schwer, wirklich gute Abschlüsse zu erspielen. Dann musste Iserlohn erstmals in Unterzahl ran. Jenike wurde mehrfach gefordert, war aber stets Herr der Lage. Auch in der zweiten Unterzahl hielt er sein Team im Spiel und parierte mit der Fanghand gegen Thaler, doch München hielt den Druck aufrecht und kurz nachdem die Roosters wieder vollzählig waren verlor die Iserlohner Defensive die Zuordnung und Eisenschmid brachte die Hausherren in Führung (30:50). Kurz darauf parierte Jenike gegen Ehliz.
Die Blau-Weißen versuchten nun, offensiver zu werden. Das öffnete Räume für die Roten Bullen, und Hager traf nach einem Break nur den Pfosten. Wenig später fiel dann doch das 0:2: Oswald schloss eine schnell vorgetragene Kombination ab (35:47). Danach stoppte Jenike noch ein Solo von Rieder.
Beide Teams starteten verhalten in den Schlussabschnitt. Dann musste Iserlohn erneut in Unterzahl ran, und München machte erneut viel Druck. Die Sauerländer überstanden die Strafe aber schadlos. Anschließend bemühten sich die Gäste, doch die Roten Bullen spielten die Partie recht souverän herunter.
Aus dem Nichts fiel dann aber doch noch der Anschlusstreffer: Boland stibitzte die Scheibe, wand sich durch die Münchener Abwehr und ließ Niederberger mit seinem Abschluss keine Chance (50:30). Damit war die Spannung zurück in der Partie.
Unmittelbar danach musste München verletzungsbedingt den Torhüter tauschen – und die erste Scheibe in Richtung von Antoine Bibeau, der jetzt zwischen den Münchener Pfosten stand, war drin: Quenneville fälschte einen Hollowell-Schlenzer ab (51:51) – innerhalb von nicht einmal anderthalb Minuten hatten die Roosters die Partie ausgeglichen.
Kurz darauf hatten die Blau-Weißen Überzahl, doch Quenneville traf nur den Pfosten. Dann wurde eine Strafe gegen die Waldstädter angezeigt, und Murphy brachte die Hausherren mit dem sechsten Feldspieler auf dem Eis erneut in Führung (55:52).
Roosters-Coach Nyman nahm zweieinhalb Minuten vor Spielende eine Auszeit und zog erwartungsgemäß den Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers. Quenneville verzog, und die Roosters erzeugten viel Druck. Boland kam an Bibeau nicht vorbei, Scott verpasste, und so blieb es am Ende etwas unglücklich, aber nicht unverdient beim 2:3.
Die Niederlage ist unglücklich, am Auftritt der Sauerländer gibt es insgesamt aber nichts zu mäkeln.
IEC: #92 Jenike; #32 Hane – #79 Ugbekile, #56 Norell; #57 Johansson, #81 Hollowell; #6 Panocha, #50 Spornberger; #18 Niehus – #10 Boland, #20 Scott, #27 Thomas; #16 Krauß, #14 Maier, #89 Quenneville; #75 Napravnik, #15 Nättinen, #26 Lobach; #83 Bicker, #22 Neumann, #29 Borzecki
RBM: #35 Niederberger, (ab 50:30) #30 Bibeau – #24 Murphy, #55 Wagner; #3 Klok, #44 Carrick; #22 Pokka, #93 Kastner; #9 Warnecke – #91McKenna, #52 Hager, #42 Ehliz; #10 Hede, #12 Ferguson, #27 Oswald; #17 Hirose, #48 Thaler, #8 Rieder; #70 Daubner, #11 Eisenschmid, #14 Becker
Tore: 0:1 Eisenschmid (Carrick, Ehliz – 30:50 – EQ), 0:2 Oswald (Hager, Wagner – 35:47 – EQ), 1:2 Boland (50:30 – EQ), 2:2 Quenneville (Hollowell – 51:51 – EQ), 2:3 Murphy (55:52 – EQ, EA)
SR: Iwert; Todam
Strafen: IEC 6, RBM 6