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14. Dez 2018

Niederlage gegen Straubing

Iserlohn Roosters – Straubing Tigers 3:4 (1:2/2:1/0:1)

Iserlohn – Ohne die verletzten Martinovic, Clarke und Schmidt kassieren die Iserlohn Roosters am Abend eine Heimniederlage am Seilersee. Nach 60 Minuten musste sich das Team vor über 4200 Zuschauern den zuletzt auswärtsstarken Straubing Tigers mit 3:4 geschlagen geben.

Traditionell gilt für Auswärtsteams am Seilersee: Wer die ersten zehn Minuten schadlos übersteht, hat eine Chance. Straubing machte es anders, übernahm selbst die Initiative und war in den ersten zehn Minuten die bessere Mannschaft. Die Sauerländer, die Justin Florek in die Defensive beordert hatten, starteten verhalten, wirkten nervös, ließen sich in der eigenen Zone vom Gegner dominieren. Das galt insbesondere für die Momente nach den zwei Straubinger Treffern zur 2:0-Führung der Niederbayern. Erst nutzte Williams einen Stellungsfehler in der Iserlohner Defensive, dann verlor Ellerby die Scheibe an Ziegler, der den Konter ansetzte und Dahm im Tor der Blau-Weißen keine Chance ließ. Erst in der zweiten Hälfte des Auftaktdrittels gelang es den Roosters, sich zu stabilisieren. Immer besser stand das Bartman-Team in der eigenen Defensive, erarbeitete sich Chancen und jubelte nach Bergmanns zehntem Saisontreffer. Am rechten Pfosten stehend, nutzte er einen genialen Matsumoto-Pass zum Anschlusstreffer. Es war mental ein unglaublich wichtiger Treffer. Beide Mannschaften hatten weitere hochkarätige Gelegenheiten, beide Keeper aber ließen nicht mehr zu.

Wer im Mittelabschnitt die bestimmende Mannschaft sein wollte, daran ließen die Sauerländer keinen Zweifel aufkommen. Konzentriert, mit viel Tempo unterwegs, übernahmen die Iserlohner die Kontrolle, hatten gleich zu Beginn viele Gelegenheiten und verbuchten in der 25. Minute den Ausgleich. In Unterzahl auf dem Eis, Friedrich saß eine Strafe wegen Hakens ab, schafften die Roosters per Konter und Weidner den Treffer. Weil die Gastgeber auch die weiteren Unterzahlsekunden schadlos überstanden, setzte sich auch anschließend das Iserlohner Tempohockey durch, sicherte sich die Mannschaft viele Turnover und hatte spielerisch das Match unter Kontrolle. Eine Caporusso-Strafe aber brachte die Niederbayern in Überzahl und erneut in Führung. Heards-Treffer nach einem Rebound war erst der zweite Powerplay-Treffer der Tigers auf fremdem Eis in dieser Saison. Straubings nächster Jubel folgte in der 34. Spielminute. Mouillerat hatte einen Schlagschuss von der blauen Linie unhaltbar abgefälscht, allerdings seinen Schläger dabei zu hoch über die Latte gehalten. Folglich entschieden die Unparteiischen schon auf dem Eis auf ´kein Tor`, schauten auf den Videobeweis und bestätigten ihren gewonnenen Eindruck. Anschließend ziehen die Gäste die nächste Strafe, Acolatse foult Camara, 30 Sekunden später ist die Scheibe, geschossen von Camara, hinter Straubings Zatkoff im Tor. Der erneute Ausgleich. Dass es auch nach 40 Minuten noch so stand, hatten die Sauerländer ihrem guten 3:5-Penaltykilling zu verdanken, denn nach einem Weidner-Foul kassierten die Roosters eine weitere Bankstrafe wegen zu vieler Feldspieler auf dem Eis, kämpften aber überragend.

Sieben Sekunden zu Beginn des Schlussabschnitts würden Straubing aber noch in doppelter Überzahl bleiben. Bis zur erneuten Führung brauchten sie acht. Damit ging zwar die zweite Strafe der Sauerländer von der Uhr, nach einer guten Straubinger Kombination, inklusive Abschluss von Connolly, lagen die Roosters aber wieder hinten – 3:4. Anschließend verlor die Partie an Tempo. So war es erst knapp zehn Minuten vor dem Ende ein Friedrichs Schuss, nach einem guten 3:2-Angriff der Sauerländer, der den erneuten Ausgleich verdient gehabt hätte. Leider belohnten sich die Blau-Weißen aber nicht. So tickten die Sekunden von der Uhr. 4:21 Minuten vor dem Ende kassierte Straubings Verteidiger Seigo eine weitere Strafe, hatten die Sauerländer im Powerplay die Chance zum erneuten Ausgleich, Zatkoff aber hielt seinen Kasten sauber. Damit blieben den Roosters nur noch knapp 141 Sekunden. Dahm ging 77 Sekunden vor Ende vom Eis, 36,2 Sekunden vor Schluss kassiert Mouillerat eine weitere Strafe für die Tigers, aber auch zwei Feldspieler mehr halfen nicht, ins Match zurückzukommen.

 

Roosters: Dahm – Todd, Yeo; Ellerby, Orendorz; Fischer, Florek – Matsumoto, Caporusso, Bergmann; Weidner, Camara, Smotherman; Trupp, Turnbull, Friedrich; Bappert, Dmitriev, Lautenschlager

Tigers: Zatkoff – Seigo, Eriksson; Dascher, Schopper; Renner, Brandt; Acolatse – Connolly, Williams, Mouillerat; Mulock, Ziegler, Filin; Loibl, Pfleger, Laganière; Heard, Brandl, Wruck

Schiedsrichter: Rantala; Schrader

Tore: 0:1 (04:03) Williams (Eriksson, Seigo), 0:2 (05:23) Ziegler, 1:2 (15:52) Bergmann (Matsumoto, Fischer), 2:2 (24:30) Weidner (Yeo, Florek/4:5), 2:3 (32:40) Heard (Eriksson, Williams/5:4), 3:3 (37:54) Camara (Fischer, Matsumoto/5:4), 3:4 (40:08) Connolly (Williams/5:4),

Strafen: Roosters 10 – Tigers 12

Zuschauer: 4217

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