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02. Jan. 2026
Foto: Jonas Brockmann
Foto: Jonas Brockmann

Drei Punkte zum Jahresauftakt: 4:3 gegen Nürnberg

Die Iserlohn Roosters haben ihr Heimspiel zum Start ins neue Jahr mit 4:3 gegen die Nürnberg Ice Tigers gewonnen.

Die Roosters setzten vor ausverkauftem Haus früh offensive Akzente: Bereits nach zwei Minuten ergab sich eine Doppelchance durch Salsten und Camara, doch der Puck wollte noch nicht über die Linie. Insgesamt war Iserlohn in der Anfangsphase klar um Spiel- und Puckkontrolle bemüht, agierte strukturiert und wollte Angriffe bewusst zu Ende spielen. Genau dort lag jedoch auch das Problem: Zu häufig wurde der Moment für einen konsequenten Abschluss verpasst, während Nürnberg offensiv zunächst kaum in Erscheinung trat. Erst nach rund elf Minuten prüfte Weber Jenike mit einem Schuss von der blauen Linie – zuvor war die Partie flüssig verlaufen, ohne eine einzige Unterbrechung bis zum Powerbreak. Kurz darauf mussten die Roosters erstmals in Unterzahl ran, doch Jenike parierte gegen Spezia und Maier souverän, zudem stand die Box stabil, sodass das Penalty Killing ohne Folgen blieb. Iserlohn belohnte sich schließlich für den betriebenen Aufwand: Eisenmenger behielt den Überblick und bediente Törnqvist im Slot, der Treutle keine Chance ließ und mit einem knallharten Handgelenkschuss zur verdienten Führung einnetzte (16.). Die Freude darüber währte jedoch nur kurz. Nur 14 Sekunden später glich Nürnberg aus, als Dove-McFalls einen Schuss unhaltbar abfälschte. Es kam noch bitterer: Eine Minute später drehten die Ice Tigers die Partie komplett, Barratt fand mit einem traumhaften Pass von der blauen Linie den sträflich freistehenden Headrick. So gingen die Roosters trotz klarer Spielanteile und höherer Aktivität mit einem Rückstand in die erste Pause – ein Ergebnis, das aus Iserlohner Sicht zumindest unglücklich war.

Die Roosters knüpften im Mittelabschnitt nahtlos an ihre gute Anfangsphase an und belohnten sich früh für ihren Aufwand. Nach einem gut ausgespielten Angriff bediente zog Wood freistehend ab, Eisenmenger fälschte nach exakt 22 Minuten und 22 Sekunden unhaltbar zum hochverdienten Ausgleich ab . Kurz darauf musste Iserlohn erneut in Unterzahl agieren, verteidigte diese jedoch souverän. Besonders Napravnik nahm mit hohem Einsatz wertvolle Zeit von der Uhr, insgesamt blieb das Penalty Killing der Roosters ohne größere Probleme. Nach einer Druckphase erarbeitete sich der IEC ein Powerplay – und nutzte dieses eiskalt. Ein Schuss von Ugbekile von der blauen Linie wurde von Thomas entscheidend abgefälscht und brachte die Roosters erneut in Führung (30.). Iserlohn blieb nun am Drücker: Erst scheiterte Törnqvist am Nürnberger Schlussmann, wenig später folgte der nächste sehenswerte Treffer. Salsten setzte sich stark gegen mehrere Gegenspieler durch, legte elegant zurück auf Napravnik, der direkt abzog und auf 4:2 stellte (32.). In der Folge blieb der IEC spielbestimmend, Treutle musste mehrfach Kopf und Kragen riskieren, um einen höheren Rückstand zu verhindern. Gegen Ende des Drittels verlor die Partie etwas an Struktur, zwingende Möglichkeiten blieben auf beiden Seiten aus. Nach 40 Minuten war die Iserlohner Führung absolut verdient.

Die Roosters starteten mit einem Powerplay in den Schlussabschnitt, konnten ihre guten Möglichkeiten jedoch nicht nutzen. Nürnberg versuchte in der Folge, Schritt für Schritt mehr Druck aufzubauen, doch die Defensive der Iserlohner agierte weiter aufmerksam und ließ kaum klare Chancen zu. Jenike rückte zunehmend in den Fokus und war immer dann zur Stelle, wenn die Ice Tigers Abschlüsse fanden. Auch als Nürnberg das Risiko erhöhte und häufiger zum Abschluss kam, blieb der Iserlohner Schlussmann souverän.

Eine Strafe gegen die Roosters machte die Partie in der Schlussphase noch einmal unnötig spannend. Nürnberg nutzte den zusätzlichen Raum zu mehreren guten Möglichkeiten, scheiterte jedoch mehrfach an Jenike. Erst in der Schlussminute konnten die Gäste durch Headrick noch auf 4:3 verkürzen, nachdem sie zuvor den Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis genommen hatten.

Die Roosters verteidigten den knappen Vorsprung in den letzten Sekunden mit viel Einsatz und brachten den verdienten Heimsieg letztlich über die Zeit.


IEC: #92 Jenike; #32 Hane – #79 Ugbekile, #56 Norell; #26 Niehus, #3 Wood; #15 Lassen, #55 Huss; #7 Radionovs – #10 Boland, #41 Eisenmenger, #27 Thomas; #36 Camara, #18 Cornel, #71 Fischbuch; #75 Napravnik, #17 Salsten, #90 Jentzsch; #8 Geiger, #22 Neumann, #11 Törnqvist


NIT:
 #31 Treutle, #30 Fitzpatrick – #6 Karrer, #47 Headrick; #8 Akdag, #74 Haiskanen; # 24 Weber, #41 Weber; #22 Bakos – #81 Murray, #75 Dove-McFalls, #10 Barratt; #44 Eham, #14 Maier, #43 Meireles; #49 Heigl, #77 Graber, #37 Spezia; #48 Ustorf, #73 Kechter, #29 Alanov


Tore: 
1:0 Törnqvist (Eisenmenger, Salsten – 15:21 – EQ), 1:1 Dove-McFalls (Barratt, Murray – 15:35 – EQ), 1:2 Headrick (Barratt, Dove-McFalls – 16:33 – EQ), 2:2 Eisenmenger (Wood, Thomas – 22:22 – EQ), 3:2 Thomas (Ugbekile, Boland – 29:09 -PP1), 4:2 Napravnik (Salsten – 31:20 – EQ), 4:3 Headrick (59:11 – EA)

SR: 
Rohatsch, Polaczek

Strafen:
 IEC 6, NIT 4

Zuschauer: 4967 (ausverkauft)

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