Die Iserlohn Roosters haben am Schützenfestspieltag vor ausverkaufter Kulisse ihr Heimspiel gegen die Straubing Tigers mit 2:4 verloren. Trotz zweimaliger Pausenführung gelang es dem Team von Headcoach Stefan Nyman nicht, die drei Punkte am Seilersee zu behalten.
Die Partie begann intensiv und ausgeglichen, geprägt von viel Tempo, aber zunächst noch wenig Struktur auf beiden Seiten. Die erste nennenswerte Offensivaktion gehörte den Roosters, als Lassen von der blauen Linie rechts unten knapp verzog. In der Folge arbeitete sich der IEC zunehmend ein Übergewicht heraus und agierte in den Zweikämpfen präsenter. Eine frühe Überzahlsituation nutzten die Gastgeber konsequent: Die Scheibe lief schnell und sicher durch die Reihen, ehe Camara vom linken Bullypunkt abzog und die Roosters mit einem platzierten Abschluss in Führung brachte (7:28). Auch nach dem Treffer blieben die Sauerländer die aktivere Mannschaft und ließen den Tigers zunächst kaum Raum zur Entfaltung. Straubing bemühte sich anschließend um mehr Zugriff auf die Partie, doch die Roosters agierten weiterhin handlungsschneller. Jenike war dennoch gefordert und parierte unter anderem stark mit dem Schoner gegen Melnick, ehe Brandt den IEC-Goalie mit einem Schuss von der blauen Linie prüfte. Gegen Ende des Drittels kamen die Tigers besser ins Spiel und erhöhten den Druck, doch auch offensiv blieben die Roosters gefährlich – Salsten verpasste im Slot nur knapp das mögliche 2:0. Nach 20 Minuten ging die Führung für die Roosters insgesamt in Ordnung.
Auch zu Beginn des Mitteldrittels blieben die Roosters am Drücker, ohne sich dabei jedoch zwingende Torchancen zu erarbeiten. Straubing zeigte sich weiterhin bemüht, mehr Zugriff auf die Partie zu bekommen. Ein Schuss von Wood von der blauen Linie stellte Haukeland vor keine größeren Probleme. Nach einer nicht konsequent geklärten Situation in der Roosters-Defensive nutzten die Tigers ihre Gelegenheit: Hede kam im Slot frei zum Abschluss und ließ Jenike beim Ausgleich keine Abwehrchance (26:42). In der Folge verloren die Gastgeber kurzzeitig den roten Faden, Straubing war nun endgültig in der Partie angekommen. Auf der Gegenseite bewahrte Haukeland sein Team mit einer starken Stockhand-Parade gegen Fischbuch vor einem erneuten Rückstand. Wenige Augenblicke später schlugen die Roosters dennoch zurück: Camara brachte den Puck nach starker Vorarbeit von Fischbuch und Cornel mit etwas Glück zur erneuten Führung über die Linie (28:36).
Die Begegnung blieb anschließend insgesamt zäh, spielerische Glanzpunkte waren weiterhin selten. Jenike war jedoch erneut gefragt und zeigte unter anderem gegen Klein mit der Stockhand eine starke Reaktion. Zum Ende des Drittels erhöhten die Tigers noch einmal den Druck, doch der Roosters-Goalie verhinderte mehrfach den möglichen Ausgleich. Auch eine Strafzeit überstanden die Hausherren schadlos, da sich Straubing in Überzahl schwertat und Jenike die knappe Führung bis zur zweiten Pause festhielt.
Auch zu Beginn des Schlussabschnitts entwickelte sich die Partie nicht zu einem spielerischen Leckerbissen, klare Chancen waren Mangelware. Ein Schlenzer von Lassen von der blauen Linie stellte Haukeland vor keinerlei Probleme. Eine aufgrund von Undiszipliniertheit absolut berechtigte doppelte Strafzeit gegen die Roosters brachte Straubing dann abermals zurück ins Spiel. Noch vor Ablauf der ersten Strafe nutzten die Tigers ihre Überzahl zum Ausgleich: Halloran zog trocken aus dem Handgelenk ab und ließ Jenike beim 2:2 keine Abwehrchance (48:13). Auch die verbleibende Unterzahl überstand der IEC anschließend, da defensiv deutlich konsequenter gearbeitet wurde. In der Folge wechselten sich beide Teams mit Druckphasen ab, doch entweder fehlte es an Präzision im Abschluss oder die Torhüter waren zur Stelle – den Gastgebern war aber anzumerken, dass die Luft nach dem Ausgleich in Unterzahl ein wenig raus war. Und so gelang den Tigers rund fünf Minuten vor dem Ende dann der Lucky Punch: Leslie kam von rechts viel zu frei zum Abschluss und brachte Straubing mit einem platzierten Schuss in Führung (55:00). Die Roosters versuchten in der Schlussphase noch einmal alles, um zum erneuten Ausgleich zu kommen, doch die Tigers verteidigten die knappe Führung clever. Nyman zog erwartungsgemäß den Torhüter, Ugbekile traf in dieser Phase mit einem satten Schlagschuss nur den Pfosten. Stattdessen machte Varejcka mit dem Empty-Net-Treffer die Entscheidung zugunsten der Gäste perfekt (59:07). Unterm Strich geht der 2:4-Erfolg der Straubing Tigers in Ordnung, weil die Roosters in den entscheidenden Momenten keinen kühlen Kopf bewahren konnten.
IEC: #92 Jenike; #32 Hane – #79 Ugbekile, #56 Norell; #26 Niehus, #3 Wood; #15 Lassen, #55 Huss; #7 Radionovs – #10 Boland, #41 Eisenmenger, #27 Thomas; #36 Camara, #18 Cornel, #71 Fischbuch; #75 Napravnik, #17 Salsten, #90 Jentzsch; #8 Geiger, #22 Neumann, #11 Törnqvist
STR: #40 Haukeland; #1 Bugl – #92 Brandt, #7 Beaudin; #8 Leslie, #6 Green; #17 Klein, #58 Merkley – #75 Hede, #37 Melnick, #71 Halloran; #22 Connolly, #38 Loibl, #39 Seidl; #90 Varejcka; #19 Brunhuber, #91 Fleischer; #86 McKenzie, #20 Scott, #9 Daschner
Tore: 1:0 Camara (Wood, Fischbuch – 7:28 – PP1), 1:1 Hede (Halloran – 26:42 – EQ), 2:1 Camara (Cornel, Fischbuch – 28:36 – EQ), 2:2 Halloran (Daschner – 48:13 – PP2), 2:3 Leslie (Halloran – 55:00 – EQ), 2:4 Varejcka (59:07 – EQ,EN)
SR: Frano; Huber
Strafen: IEC, STR
Zuschauer: 4967 (ausverkauft)