Die Iserlohn Roosters haben im ersten Spiel nach der Olympia-Pause einen starken Auswärtsauftritt hingelegt und mit 4:1 bei den Nürnberg Ice Tigers gewonnen. Somit steht nach der heutigen Partie fest, dass die Roosters bereits sieben Spieltage vor Hauptrundenende auch rein rechnerisch nicht mehr absteigen können.
Von Startschwierigkeiten nach der Pause war bei beiden Teams keine Spur: Die Ice Tigers kamen früh durch Maier zur ersten Chance, doch auch die Roosters waren schnell im Spiel. Erkamps verzog im direkten Gegenzug knapp. Danach scheiterte Fischbuch an Treutle, zudem traf Neumann den Pfosten. Auf der Gegenseite hatte der IEC Glück, als Gerard ebenfalls nur Aluminium traf. Auch Boland blieb bei einem Break gegen Treutle erfolglos. In einer intensiven Anfangsphase ohne Tore brachte Niehus die Roosters nach dem Powerbreak schließlich in Führung: Sein Schuss von der linken Seite an der blauen Linie war für Ice-Tigers-Goalie Treutle spät zu sehen (9:36). Youngster Daniel Geiger bereitete vor und sammelte damit seinen ersten Scorerpunkt für die Roosters, für Niehus war es der erste Treffer im Roosters-Jersey. Ein Powerplay der Sauerländer blieb ungenutzt, anschließend parierte Hane sicher gegen Akdag. In Unterzahl verteidigten die Roosters konzentriert, Napravnik verpasste sogar ein mögliches 2:0. Die 1:0-Führung der Gäste aus der Waldstadt zur ersten Pause war aufgrund des engagierten Auftritts und der größeren Spielanteile verdient.
Fischbuch hatte im Nachschuss die erste Möglichkeit des zweiten Drittels, kurz darauf rettete Hane gegen Dove-McFalls. In den Anfangsminuten war Nürnberg die aktivere Mannschaft, worauf IEC-Coach Nyman mit einer Auszeit reagierte. Danach traten die Roosters wieder giftiger und konzentrierter auf. Treutle blieb zunächst noch Sieger gegen Neumann, doch dann schlug der IEC zu: Cornel fälschte einen Schuss von Fischbuch zum 2:0 ab (27:59). Nur wenig später folgte der Doppelschlag – Erkamps erhöhte mit einem platzierten Schuss aus halblinker Position auf 3:0 (29:13) – ebenfalls sein erster Treffer für die Roosters. Die Ice Tigers wirkten konsterniert, ihre Abschlüsse stellten Hane vor keine größeren Probleme. Ein weiteres Powerplay blieb ungenutzt, ehe Lassen – aus ähnlicher Position wie zuvor Erkamps – sogar auf 4:0 stellte (34:01). Eine weitere Überzahl, zeitweise in doppelter numerischer Überlegenheit, brachte allerdings keinen zusätzlichen Treffer. Kurz vor der Pause verkürzte Maier nach einem Schuss von Headrick, der nach Videobeweis anerkannt wurde (39:42). Mit einer 4:1-Führung nach 40 Minuten belohnten sich die Roosters für ihre konzentrierte und konsequente Spielweise, auch wenn der Gegentreffer den Gastgebern wieder Hoffnung gab.
Das Schlussdrittel begann verhalten, Hane musste gleich mehrfach gegen Headrick retten. Die Ice Tigers versuchten noch einmal zurück ins Spiel zu kommen, doch die Roosters standen defensiv aufmerksam und Hane entschärfte weitere Chancen. Camara scheiterte mit einem Bauerntrick, Boland verpasste kurz darauf eine weitere gute Gelegenheit. Mitte des Schlussabschnitts wurde es dann turbulent: Nach einer berechtigten großen Strafe plus Spieldauer gegen die Roosters drohten den Gästen zunächst fünf Minuten Unterzahl, nachdem Nymans Team die ersten anderthalb davon schadlos überstanden hatte, kassierte Matias Lassen einen Schläger mitten in sein Gesicht und verlor sogar einen Zahn. Wenn auch unabsichtlich, war die Konsequenz absolut folgerichtig 2+2-Zeitstrafe gegen die Gastgeber, sodass 4 gegen 4 gespielt wurde. Unmittelbar danach landete der nächste Schläger im Gesicht, dieses Mal ein Iserlohner Schläger im Gesicht eines Nürnbergers – es hieß zwei Minuten lang 3 gegen 4 Unterzahl für die Roosters. Angeführt von einem einmal mehr grundsolide agierenden Hendrik Hane zwischen den Pfosten überstanden die Roosters auch diese Situation schadlos und sicherten sich so letztlich verdiente drei Punkte.
IEC: #32 Hane; #92 Jenike – #79 Ugbekile, #56 Norell; #26 Niehus, #20 Erkamps; #15 Lassen, #7 Radionovs; #29 Borzecki – #10 Boland, #41 Eisenmenger, #27 Thomas; #36 Camara, #18 Cornel, #71 Fischbuch; #75 Napravnik, #17 Salsten, #90 Jentzsch; #8 Geiger, #22 Neumann, #11 Törnqvist
NIT: #31 Treutle; #35 Ganz – #6 Karrer, #47 Headrick; #8 Akdag, #74 Haiskanen; #24 M. Weber, #41 J. Weber; #9 Böttner – #81 Murray, #75 Dove-McFalls, #10 Barratt; #49 Heigl, #77 Graber, #37 Spezia; #95 Gerard, #14 Maier, #43 Meireles; #44 Eham, #73 Kechter, #48 Ustorf
Tore: 1:0 Niehus (Geiger, Norell – 9:36 – EQ), 2:0 Cornel (Fischbuch, Ugbekile – 27:59 – EQ), 3:0 Erkamps (Camara – 29:13 – EQ), 4:0 Lassen (Napravnik, Salsten – 34:01 – EQ), 4:1 Maier (Headrick, M. Weber – 39:42 – EQ)
SR: Hunnius; Rohatsch
Strafen: IEC 36, NIT 19