Die Iserlohn Roosters haben sich bei den Löwen Frankfurt nach einer turbulenten Partie mit 5:4 nach Verlängerung durchgesetzt. Nach einem frühen Rückstand kämpften sich die Sauerländer eindrucksvoll zurück, verspielten im Schlussdrittel jedoch ihre Führung, ehe Thomas in der Overtime den Zusatzpunkt sicherte.
Iserlohn begann mit einem frühen Powerplay, fand schnell in die Formation, konnte jedoch keine zwingenden Chancen herausspielen. In der Anfangsphase entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit wenigen gefährlichen Abschlüssen. Erstmals brenzlig wurde es für den IEC im Frankfurter Überzahlspiel, als Schweiger frei vor Hane auftauchte, der Roosters-Schlussmann jedoch stark reagierte. Auch gegen Pfaffengut blieb Hane wenig später aufmerksam. Auf der Gegenseite leitete Ugbekile mit einem langen Pass eine gute Gelegenheit ein, doch Pantkowski parierte gegen Boland. Kurz darauf gingen die Löwen in Führung: Brace legte im Powerplay für Schweiger auf, der zum 1:0 traf (12:30). Wenig später folgte der nächste Rückschlag für die Gäste. In eigener Überzahl unterlief den Roosters ein Fehler im Aufbau, den Pfaffengut mit einem Unterzahltreffer zum 2:0 bestrafte (14:36). Trotz eines ordentlichen Beginns lagen die Sauerländer nach 20 Minuten mit zwei Toren zurück.
Im Mittelabschnitt zeigte sich der IEC deutlich verbessert. Salsten hatte zunächst die Chance zum Anschluss, scheiterte jedoch frei vor Pantkowski. Kurz darauf belohnten sich die Roosters dennoch: Nach einem Versuch von Fischbuch stocherte Neumann die Scheibe zum 1:2 über die Linie (23:09). Der Ausgleich folgte nur wenig später, als Wood Cornel bediente und dieser zum 2:2 traf (24:11). Iserlohn blieb am Drücker und drehte die Partie vollständig. Boland setzte sich über die rechte Seite durch und traf zur 3:2-Führung (26:41). Wenig später erhöhte der IEC weiter: Ugbekile zog von der blauen Linie ab, Neumann verwertete den Abpraller zum 4:2 (28:09). Frankfurt wirkte in dieser Phase verunsichert, während die Roosters das Spiel kontrollierten. Dennoch gelang den Gastgebern noch vor der Pause der Anschluss, als Schweiger aus kurzer Distanz auf 3:4 verkürzte (36:20).
Im Schlussdrittel übernahmen zunächst die Löwen die Initiative, ohne Hane zunächst ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Frankfurter Abschlüsse gefährlicher, während Iserlohn in dieser Phase etwas passiver agierte. Eine gute Möglichkeit bot sich den Gästen nach einem Rückhandpass von Lassen, doch Fischbuch wurde im letzten Moment gestört. In Unterzahl hielt Hane mit einer starken Parade gegen Pfaffengut die Führung fest. Wenig später verpasste Wood bei einem Drei-auf-Zwei-Konter die mögliche Vorentscheidung. Stattdessen nutzten die Löwen einen Puckverlust der Roosters eiskalt: Wilkie schaltete schnell um und glich zum 4:4 aus (54:49). Da die Sauerländer offensiv im letzten Drittel zu selten zwingend wurden, ging das Unentschieden nach 60 Minuten insgesamt in Ordnung.
In der Verlängerung sorgte Thomas schließlich schnell für die Entscheidung. Nach nur 13 Sekunden traf er nach Vorlage von Boland zum 5:4 und sicherte den Roosters den Zusatzpunkt.
IEC: #32 Hane; #92 Jenike – #79 Ugbekile, #56 Norell; #26 Niehus, #20 Erkamps; #15 Lassen, #3 Wood; #55 Huß – #11 Törnqvist, #18 Cornel, #71 Fischbuch; #75 Napravnik, #17 Salsten, #90 Jentszch; #29 Borzecki, #10 Boland, #27 Thomas; #8 Geiger, #22 Neumann, #7 Radionovs
FRA: #30 Pantkowski; #74 Schumacher – #52 Matushkin, #76 Wirt; #20 F. Kose, #49 Joyaux; #16 Pasanen, #58 McKiernan – #64 Schweiger, #17 Rowney, #84 Wilkie; #12 Dunham, #71 Fröberg, #18 Uba; #22 T. Kose, #77 Pfaffengut, #86 Brace; #24 Bidoul, #8 Burns, #26 Lobach
Tore: 0:1 Schweiger (Brace -12:30 -PP1), 0:2 Pfaffengut (14:36 – SH1), 1:2 Neumann (Fischbuch – 23:09 – EQ), 2:2 Cornel (Wood – 24:11 – EQ), 3:2 Boland (Norell – 26:41 – EQ), 4:2 Neumann (28:09 – EQ), 4:3 Schweiger (Brace – 36:20 – EQ), 4:4 Wilkie (54:49 – EQ), 5:4 Thomas (Boland, Norell – 60:13)
SR: Gofman; Pálkövi
Strafen: IEC 6, FRA 4