25 Sep 2015
EJmTxkRGxQ1qpg87pbGEnzQdDStjgEHdyc4VfI9NKTg

Comeback-Kids!

Iserlohn Roosters – ERC Ingolstadt 4:3 n.P. (0:0/1:3/2:0/0:0)

Iserlohn – Am Ende wurde die Aufholjagd belohnt. Nach einem 0:3-Rückstand verdiente sich die bessere Mannschaft, die Iserlohn Roosters, auch ohne den verletzten Chad Bassen den Sieg vor über 4000 Fans am Iserlohner Seilersee. Mann des Abends war Jason Jaspers, der nach zwei Toren auch noch den entscheidenden Penalty verwandeln konnte.

Potential hatte das Auftaktdrittel für die Gastgeber. Hätten sie ihre Chancen genutzt, sie hätten mit zwei, vielleicht sogar drei Toren führen können. Allerdings fehlte es am Feintuning vor dem Tor von Timo Pielmeier. Einmal war Ingolstadts Keeper Zentimeter vor Blank im Torraum an der Scheibe (5.), in der elften Spielminute verpasste Petersen in Überzahl völlig freistehend bei einer Reboundgelegenheit (11.). Auch anschließend hatten die Blau-Weißen weitere Möglichkeiten die Scheibe im Kasten des Schanzer-Panther unterzubringen, scheiterten aber immer wieder an Pielmeier. Auf der anderen Seite erlebte Chet Pickard ein Drittel ohne die ganz großen Chancen gegen sich. Der Neuzugang rettete einmal gegen Taticek, entschärfte einen Schuss im ansonsten ungefährlichen Powerplay des ERC. Insgesamt waren die Roosters die bessere, die druckvollere Mannschaft, wollten aber einmal mehr vor dem gegnerischen Tor zu schön spielen.

Das sollte sich im Mitteldrittel rächen. Schon nach 104 Sekunden brachten die Gäste die Scheibe zum ersten Mal über die Linie. Halbhoch von Irmen geschossen, stoppte Pickard zwar die Scheibe mit der Fanghand, die Unparteiischen aber entschieden nach dem Studium des Videobeweises, dass die Scheibe die Linie bereits in vollem Ausmaß überquert hatte. Die Gegentore zwei und drei fielen, bei viel Verkehr vor dem Kasten von Chet Pickard, im Powerplay für die Ingolstädter. Kubalik traf im Doppelpack gegen die Sauerländer (31./35.), die noch immer die besseren Torgelegenheiten hatten, ihre Chancen aber nicht in Treffer ummünzen konnten. Petersen, York und Wruck hatten beste Gelegenheiten, aber erst ein ´dreckiges` Tor von Jaspers , das die Schiedsrichter ebenfalls per Videobeweis studierten, brachte die Gastgeber zurück ins Match und zum verdienten Anschlusstreffer. Dieser Jaspers war es auch, der nur Sekunden später von Caporusso erneut in Szene gesetzt das 2:3 hätte verbuchen müssen. Pielmeier war geschlagen, das Panther-Tor war leer, doch der ehemalige Nürnberger schoss vorbei.

Vielleicht auch, weil er diese Szene immer noch vor Augen hatte, hämmerte Jaspers auch nach 4:33 Minuten im Schlussabschnitt die Scheibe in Richtung Tor von Pielmeier, sah und fand die Lücke, traf zum 2:3. Es war der Auftakt zu weiteren ganz starken Offensivminuten des IEC. Allein der Ausgleich wollte nicht fallen, Minute um Minute schwand von der Uhr. Fünf Minuten vor dem Ende feuerte Teubert einen Schuss von der blauen Linie ab, knapp ging die Scheibe am Tor der Panther vorbei. 79 Sekunden vor Ende der Partie aber wurden die Fans erlöst. Connolly wühlte sich durch die Ingolstädter Defensive und trifft zum verdienten Ausgleich! So ging die Partie in die Verlängerung, in der die Iserlohner erneut zwei hervorragende Chancen besaßen, Pielmeier aber seinen Kasten sauber hielt und sein Team so ins Penaltyschießen brachte. Hier sicherte der Mann des Abends den Iserlohner Sieg: Jason Jaspers. Nach zwei Toren verwandelte er den einzigen Penalty, Chet Pickard hielt alle drei der Ingolstädter Gegenspieler.

 

Die Statistik:

Roosters: Pickard – Button, Teubert; Côté, Lavallée; Périard, Raymond; Orendorz – Jaspers, Caporusso, Macek; Sylvester, Blank, Connolly; York, Wruck, Petersen; Friedrich, Ross, Kahle.

ERC: Timo Pielmeier – Köppchen, Schopper; Kohl, McNeill; Friesen, Wagner; Kronthaler – Alexander Barta, Davidek, Kubalik; Taticek, Laliberte, Greilinger; Ross, Elsner, Irmen; Björn Barta, Schmidtpeter, Thomas Pielmeier.

Schiedsrichter: Schuckies (Herne), Schütz (Bad Aibling)

Tore: 0:1 (21:38) Irmen (McNeill, Elsner), 0:2 (30:45) Kubalik (McNeill, Laliberte/5:4), 0:3 (34:30) Kubalik (Greilinger/5:4), 1:3 (37:47) Jaspers (Caporusso), 2:3 (44:33) Jaspers (Petersen/5:4), 3:3 (58:41) Connolly (Blank, Button), 4:3 (65:00) Jaspers (PS)

PS: Irmen (an TW), Jaspers (1:0), Ross (an TW), Petersen (an TW), Laliberte (an TW)

Strafen: Roosters: 12 + 10 (Ross); ERC: 14 + 10 (Wagner)

Zuschauer: 4.012