01 Nov 2015
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Nur ein Punkt gegen die DEG

Iserlohn Roosters – Düsseldorfer EG 1:2 n.P. (0:0/1:1/0:0/0:0)

Iserlohn – Es war ein typisches letztes Spiel vor einer Nationalmannschaftspause. Beide Teams lieferten nicht ihre beste Leistung, insbesondere die Sauerländer taten sich über zwei Drittel gegen hart arbeitende Düsseldorfer schwer. Am Ende reichte es nur zum Punktgewinn – mehr wäre drin gewesen.

Das hat Seltenheitswert. Über Torlosigkeit konnten sich die Fans im Westderby zwischen dem IEC und der DEG selten beklagen, an diesem letzten Abend aber gab es für Treffer zu wenig Gefährliches. Die Gastgeber versuchten es in der Eissporthalle am Seilersee zunächst spielerisch, Düsseldorf mit Körperkraft, was der Partie keinen Schönheitspreis verlieh. Insbesondere die Versuche schnell aus der eigenen Defensivzone herauszukommen, machten den Sauerländern echte Schwierigkeiten. Immer wieder störte einer der hart arbeitenden DEG-Jungs. Weil die Roosters ihrerseits nicht ihr bestes Tempo aufs Eis brachten, fehlte oft die Durchsetzungskraft. Die besten Chancen: Ross´ Alleingang in der sechsten Minute nach einer nicht genutzten Überzahl des IEC, auf der anderen Seite ärgerte Lewandowski Pickard mit einem Schuss vom Bullypunkt der rechten Seite, der aus der Fanghand in die Höhe flog, dann aber vom grundsolide spielenden Roosters-Keeper weggefangen wurde (14.).

Besser wurde die Partie aus Sicht der Iserlohner Fans auch im zweiten Abschnitt zunächst nicht. Düsseldorf blieb aggressiv, durchkreuzte viel zu regelmäßig den Spielaufbau der Blau-Weißen, blieb die Mannschaft mit dem höheren Anteil an Scheibenbesitz. Für die ersten bemerkenswert offensiven Akzente sorgten allerdings die Gastgeber. Leon Niederberger saß auf der Strafbank als Yorks Powerplay-Formation zwei Mal knapp die Führung verpasste. Anschließend hatte die DEG das Momentum auf ihrer Seite, arbeitete sich immer öfter ins Roosters-Drittel und nutzte einen Schüle-Schuss, der unsichtbar für Pickard hoch im linken Eck einschlug (27.). Wirklich geschockt war das Pasanen anschließend nicht, trotzdem schien die Düsseldorfer Führung nicht den Ärger auszulösen, den es brauchte, um schnell die Partie zu drehen. Dass es dennoch noch vor Drittelende zum Ausgleich reichte, war Jaspers zu verdanken, der nach druckvoller Vorarbeit von Macek und Caporusso frei am rechten Pfosten stehend zum 1:1 traf (37.).

In den Schlussabschnitt starteten die Sauerländer erstmals als bessere Mannschaft. Endlich generierte das Pasanen-Team das läuferische Tempo, das es braucht, um auf spielerischem Weg gegen eine maßgeblich zerstörerisch arbeitende Mannschaft zum Erfolg zu kommen. Ross, Friedrich und Macek hatten gute Gelegenheiten, verpassten es aber den starken Mathias Niederberger im Tor zu überwinden. Auch defensiv ging der IEC kompromissloser zu Werke, hatte dadurch auch weniger Probleme im Aufbau, weil auch die Konzentration im Umschaltspiel endlich höher war. Trotzdem wollte den Sauerländern, frenetisch angefeuert vom eigenen Publikum, der Führungstreffer nicht gelingen. Zwei Minuten noch: Macek, Jaspers und Caporusso bauten die letzte Großchance auf, scheiterten aber an Niederberger. Damit mussten die Iserlohner in die Verlängerung. Hier hatten Macek, Button und Collins hervorragende Gelegenheiten – Sieger blieben die Torhüter, die auch im anschließenden Penaltyschießen im Mittelpunkt standen. Pickard hielt zwei, Niederberger drei Penaltys – Collins verbuchte so in der vierten Runde den entscheidenden Treffer.

 

Die Statistik:

Roosters – Lange – Côté, Raymond; Périard, Lavallée; Button, Teubert; Orendorz – York, Dupont, Petersen; Jaspers, Caporusso, Macek; Bassen, Connolly, Blank; Sylvester, Friedrich, Ross

DEG: Mathias Niederberger – Daschner, Ebner; Mapes, Davis; Rönnberg, Schüle; Olimb, Milley, Minard; Collins, Kammerer, Kreutzer; Lewandowski, Turnbull, Dmitriev; Brandt, Leon Niederberger, Preibisch

Schiedsrichter: Schimm (Waldkraiburg), Schütz (Rosenheim)

Tore: 0:1 (26:55) Schüle (Lewandowski, Dmitriev), 1:1 (36:12) Jaspers (Macek, Caporusso), 1:2 (65:00) Collins (PS)

PS: Macek (an TW), Dmitriev (1:0), York (1:1), Lewandowski (an TW), Bassen (an TW), Collins (an TW), Collins (2:1), Jaspers (an TW)

Strafen: Roosters: 6; DEG: 10

Zuschauer: 4.967