• Roosters liegen in der Serie 1:2 hinten
20 Mrz 2016
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Roosters liegen in der Serie 1:2 hinten

Iserlohn Roosters – Thomas Sabo Ice Tigers 1:4 (0:1/1:1/0:2) / Playoff-Viertelfinale Stand: 1:2

Iserlohn – Trotz eines guten Spiels müssen die Iserlohn Roosters in Spiel drei der Playoff-Viertelfinalserie den Nürnberg Ice Tigers geschlagen geben. Hauptgrund: Die Fehlerquote, die war an diesem Nachmittag einfach zu groß.

So intensiv wie der Auftaktabschnitt in Spiel drei war noch kein Drittel in der Playoff-Serie zwischen beiden Teams. Körperlich intensiv geführt, wogte das Match hin und her, suchten die Roosters zu oft den spielerischen Abschluss, Nürnberg agierte direkter, führte allerdings nicht deshalb nach 20 Minuten mit 1:0. Nach einem Angriff der Sauerländer starteten die Gäste einen Konter, an dessen Ende Segal einen Reinprecht-Schuss unhaltbar für Chet Pickard zwischen den Iserlohner Pfosten abfälschte. Mehr als zwei weitere gefährliche Offensivmomente waren den Franken nicht vergönnt. Dafür standen sie in der Defensive bärenstark, machten die ´Box` rund ums Tor ihres Goalies Tyler Beskorowany unglaublich eng – durchkreuzten so immer wieder das Kombinationsspiel der Blau-Weißen. Auch in ihren beiden Powerplay-Gelegenheiten fand das Pasanen-Team solide den Weg ins gegnerische Drittel, vor dem Kasten aber waren die Räume so eng, dass ein Passspiel unmöglich war. Mehr Schüsse auf Beskorowny abzufeuern, der immer wieder Rebounds erlaubte, muss der Schlüssel sein zum Ausgleichstor, das ruhig dreckig fallen darf. Unfair Oblingers Crosscheck gegen Ross, der anschließend in die Kabine musste. Oblinger, der Périard in Nürnberg in der Hauptrunde schwer verletzte, blieb ungestraft. Ross musste ins Krankenhaus. Eine Diagnose gibt es noch nicht.

Der Start ins Mitteldrittel hätte bitterer kaum sein können. Nach 22 Sekunden gingen die Nürnberger nach einem Reinprecht-Treffer zum Abschluss einer 3:2-Kontersituation in Führung. Die Roosters hatten in der neutralen Zone die Scheibe verloren und sahen sich plötzlich einem doppelten Rückstand gegenüber. Gleich nach dem Tor checkte Dupont Pfleger hinter dem Nürnberger Tor, kassierte dafür eine Spieldauer. Fünf Minuten mussten die Blau-Weißen überstehen, schafften das genauso bravourös wie in den zwei Unterzahlsituationen anschließend, als Sylvester und Macek wegen Stockfoul auf die Strafbank gingen. Eigentlich hätte schon das grandiose Unterzahlspiel des IEC zum Momentumwechsel führen müssen, allein es fehlte der längst fällige und verdiente Anschlusstreffer. Als er auch im einzigen Powerplay ausblieb, hatten sich die Fans eigentlich schon mit der ´Null` abgefunden, eine gute Pass-Stafette von Friedrich auf Lavallée aber brachte die Scheibe ins Slot, wo plötzlich Sylvester in den freien Raum hinein stach, die Scheibe unter die Latte knallte und der Seilersee den Anschlusstreffer zu einem psychologisch ganz wichtigen Zeitpunkt bejubeln konnte.

Das Engagement, das das Pasanen-Team in der Schlussphase des Mittelabschnitts auszeichnete, brachten sie auch nach Wiederbeginn aufs Eis. Chance um Chance fuhren die Roosters in Richtung des Nürnberger Tores, Sylvester und Bassen hatten den Ausgleich auf dem Schläger, scheiterten aber an Beskorowany. Dann überstand das Team eine weitere Unterzahl, Jaspers bekam mit Rückkehr die Konterchance, aber auch die konnte der Nürnberger Goalie vereiteln. Die 50. Minute: Noch einmal standen die Sauerländer mit einem Mann mehr auf dem Eis, versuchten den 2:2-Ausgleich zu erzielen, als Möchel nach einem Turnover durchstartete und die Scheibe durch die Schoner von Pickard im Tor unterbrachte. Das 3:1 für die Ice Tigers war die Vorentscheidung. Zwar versuchten York & Co. alles, um noch einmal heranzukommen, spätestens Steckels nächster Konter aber erstickte die Hoffnung zurückzukommen. Spiel drei geht verloren, aber am Dienstag bekommen die Roosters schon die Chance sich das Heimrecht in der Serie zurückzuholen.

 

Die Statistik:

Roosters: Pickard – Côté, Raymond; Teubert, Button; Périard, Lavallée; Orendorz – Jaspers, Caporusso, Macek; York, Petersen, Dupont; Bassen, Sylvester, Ross; Friedrich, Connolly, Blank

Ice Tigers: Beskorowany – Printz, Borer; Joslin, Klubertanz; Martinovic, Nowak; Weber – Steckel, Pföderl, Heatley; Murley, Buzas, Segal; Reinprecht, Ehliz, Reimer; Pfleger, Möchel, Oblinger

Schiedsrichter: Rohatsch (Kempten), Schimm (Waldkraiburg)

Tore: 0:1 (10:25) Segal (Reinprecht, Ehliz), 0:2 (20:22) Reinprecht (Reimer, Ehliz), 1:2 (39:29) Sylvester (Lavallée, Friedrich), 1:3 (49:42) Möchel (4:5), 1:4 (55:52) Steckel (Joslin, Klubertanz)

Strafen: Roosters: 6 + 5 + Spieldauer (Dupont); Ice Tigers: 8

Zuschauer: 4.967 (ausverkauft)