15 Jan 2017
Foto: Christoph Jürgens

Pasanen reißt der Geduldsfaden

Krefeld Pinguine – Iserlohn Roosters 3:2 n. V. (1:0/2:0/0:1/1:0)

Krefeld – „Anfang der Woche werde ich mit Karsten Mende und Wolfgang Brück ein ausführliches Gespräch führen und danach eine Entscheidung treffen“, sagte Cheftrainer Jari Pasanen nach dem Match seines Teams bei den Krefeld Pinguinen. Nach der nächsten Niederlage und im Bewußtsein der Dinge, die im Krefeld zur Niederlage geführt haben, ist der Finne stinksauer. Wieder einmal brachte sich das Team um den Lohn seiner Arbeit.

Ohne den verletzten Stürmer Brad Ross und den erkrankten Verteidiger Hannu Pikkarainen reisten die Sauerländer in die Seidenstadt. Wie angespannt das Nervenkostüm bei den Iserlohnern war, sah man schon zu Beginn. Bereits nach nur 12 Sekunden konnte Pietta per Alleingang Richtung Torhüter Chet Pickard starten, doch der Schlussmann hielt mit einer tollen Parade seinen Kasten sauber. Auch Im Anschluss spielte vor allem der KEV – in Richtung Iserlohner Tor. Collins völlig freistehend und Rosa hatten die Führung auf dem Schläger, die Pickard aber zu verhindern wusste. In der 5. Minute starteten dann auch die Gäste ihren ersten Angriff auf das Tor der Pinguine und der saß. Blaine Down per Konterließ sich diese Chance nicht nehmen. Mit einem satten Schuss überwand der Stürmer Niklas Treutle im Tor der Krefelder. Aber auch nach dem Iserlohner Tor besaßen die Gastgeber die gefährlicheren Chancen. Schymainski im Nachschuss und Kretschmann nach schöner Einzelleistung scheiterten jedoch am überragend haltenden Pickard. Zum Ende des ersten Drittels mussten die Roosters dann aber noch einmal zittern, doch mit etwas Glück und großem Einsatz verhinderte das Team, bei einer fast zweiminütigen doppelten Unterzahl, den Ausgleichstreffer.

Die Iserlohner schienen in der Pause den Botschaften von Cheftrainer Pasanen gut zugehört zu haben, denn in den zweiten Abschnitt startete das Team mit wesentlich mehr Offensivkraft. Erst prüften Shevyrin und Milam Niklas Treutle mit ihren Schüssen, ehe Wruck ein Missverständnis in der Krefelder Defensive beinah bestrafte, aber sein Schlenzer prallte an den Pfosten. Die Pinguine waren jetzt überhaupt nicht mehr im Spiel. Aner die Roosters fanden einen Weg zum Momentum-Wechsel. In eigener Überzahl kassierten Wruck, Dziurzynski, und Rallo gleich drei Strafen in Folge, bevor Blair Jones, mit jeder Menge Frust, eine völlig unnötige Spieldauerdisziplinarstrafe kassierte. In Unterzahl traf Krefeld im Doppelpack. Erst glich Mancari zum 1:1 aus, bevor Mike Collins die Führung für die Pinguine erzielte. Zu diesem Zeitpunkt stand schon Mathias Lange zwischen den Pfosten, der für Pickard eingewechselt werden mußte, der nach einem Schuss einen Puck an den Hals bekommen hatte. Glücklicherweise aber ist ihm nichts Schlimmeres passiert.

In den Schlussabschnitt gingen die übrigen Spieler der Sauerländer mit viel Wut im Bauch und dem Willen, die Partie noch für sich zu entscheiden. Nach überstandener Unterzahl hatten dann die Iserlohner in Überzahl die Möglichkeit zum Ausgleich. Halischuk bediente Caporusso, der mit einem Querpass durch den Torraum die Scheibe zu Troy Milam brachte. Er vollendete den schönen Spielzug zum 2:2. Die Gäste waren dann sogar näher an der Führung als die Krefelder, erneut Halischuk und Blank hatten zwei gute Torchancen. Trotzdem ging es in die Verlängerung und wieder zogen die Roosters dabei den Kürzeren. Pietta sorgte per Rebound-Tor für den Zusatzpunkt der Hausherren.

 

Die Statistik:

Pinguine: Treutle – Faber, Hambly; Little, Vainonen; Klubertanz, Sonnenburg; – Shymainski, Pietta, Ma. Müller; Collins, Rosa, Umicevic; Mancari, Koziol, Vasiljevs; Mieszkowski, Ness, Orendorz; Kretschmann

Roosters: Pickard (Lange)– Larsson, Orendorz; Fischer, Button; Milam, Periard; Bettahar; –   Caporusso, Friedrich, Blank; Jones, Jaspers, Dziurzynski; Rallo, Down, Wruck; Halischuk, Bassen, Shevyrin

Schiedsrichter: Bauer (Nürnberg), Iwert (Adendorf)

Tore: 0:1 (04:32) Down (Larsson, Orendorz), 1:1 (34:42) Mancari (4-3/ Pietta, Müller), 2:1 (38:02) Collins (5-4/ Müller, Hambly), 2:2 (45:02) Milam (5-4/Caporusso, Halischuck), 3:2 (61:40) Pietta (3-3/ Hambly, Müller)

Strafminuten: Krefeld 6; Iserlohn 14 + 10 (Dziurzynski) + 5 + Spieldauerdisziplinarstrafe (Jones)

Zuschauer: 4.608