19 Aug 2017
Foto: City-Press

Keine Tore gegen Bremerhaven

IceCup Bietigheim-Bissingen
Spiel 1: Fishtown Pinguins Bremerhaven – Iserlohn Roosters 1:0 (0:0/1:0/0:0)

Bietigheim-Bissingen – Trotz einer kompletten Mannschaft und einer deutlichen spielerischen Steigerung mussten sich die Iserlohn Roosters auch im zweiten Test der Vorbereitungszeit beim IceCup in Bietigheim geschlagen geben. Weil die Sauerländer trotz guter Gelegenheiten ihre Chancen nicht nutzten, verloren sie gegen den DEL-Konkurrenten aus Bremerhaven mit 0:1, spielen morgen ab 14:00 Uhr im kleinen Finale gegen den Turniergastgeber oder den Schweizer Swiss League-Club aus Olten.

Erst am Spieltag angereist übernahmen die Iserlohn Roosters gleich im ersten Turnierspiel des IceCups gegen die Nordseestädter die Initiative. Anders als am vergangenen Samstag in Krefeld präsentierten sich die Blau-Weißen läuferisch deutlich agiler und taktisch weiterentwickelt. Trotz aller gesundheitlichen Probleme in der dritten Vorbereitungswoche waren alle Spieler, darunter auch die angeschlagenen Fischer und Blank, mit an Bord. Cheftrainer Pasanen hatte die Reihen umgestellt, was insbesondere der Formation mit Down, Costello und dem Ex-Pinguin Combs gut tat, die immer wieder gute Gelegenheiten vor dem gegnerischen Tor hatten. Highlights blieben dennoch auf beiden Seiten Mangelware. Zwar waren die Sauerländer die bessere Mannschaft, verpassten es aber, auch aufgrund des Feintunings, in Führung zu gehen. Die beste Gelegenheit hatte Turnbull, der zwei Minuten vor der ersten Drittelpause bei einem 2:1-Konter an Bremerhavens neuem Goalie Pöpperle scheiterte. Vorher hätte Combs in Überzahl, nach einem Zuspiel von Down, für die Iserlohner Führung sorgen können. Die Pinguins selbst, die gegen die Roosters bereits ihren vierten Test bestritten, scheiterten zwei Mal an Dahm (8./12), beziehungsweise einmal, als Combs eine Strafe wegen Spielens mit sechs Mann absitzen musste, am Pfosten des Iserlohner Tores.

Im Mittelabschnitt legten die Pinguine einen Gang zu, erspielten sich ein kleines Übergewicht, aber keine Gelegenheiten, die Sebastian Dahm und die Iserlohner Defensive wirklich aus der Ruhe bringen konnten. Das änderte sich erst in der 32. Minute. Die Roosters standen mit einem Mann weniger auf dem Eis, als Moore Jason Bast in Szene setzte, der die Scheibe mit der Rückhand über Sebastian Dahm lupfen konnte. Ein Ergebnis, das in Anbetracht der leichten Überlegenheit der Bremerhavener in Ordnung ging. Noch präsentierte sich das Team vom Seilersee trotz gelegentlicher Ideen zu ungefährlich. Bassens Konter Sekunden nach Wiederbeginn stoppte Pöpperle, teils kombinierten die Waldstädter solide in Überzahl, mehr aber auch nicht. In der Iserlohner Abwehr sahen viele Dinge deutlich souveräner aus als beim ersten Test, trotzdem waren die Probleme, die Scheibe aus der eigenen Zone zu bringen unverkennbar.

Wenig faszinierend erlebten die rund 25 mitgereisten Iserlohner Fans den Start in den letzten Abschnitt. Kleine Fehler bestimmten das Geschehen auf dem Eis, ein weiterer Beleg für den frühen Zeitpunkt der Vorbereitung. Ab der 47. Minute aber steigerten die Iserlohner noch einmal ihr Tempo, setzten den Kasten der Bremerhavener besser unter Druck und hätten bei Combs Konter in der 51. Minute eigentlich den Ausgleich verdient gehabt. Der Neuzugang brachte die Scheibe zwar durch die Schoner Pöpperles, danach aber ging der Puck an den Innenpfosten und dann aus der Gefahrenzone heraus. Beide Teams hatten auch anschließend noch die ein oder andere Gelegenheit, die Fishtown Pinguins, läuferisch in dieser Phase überlegen, hatten die besseren Momente, die Dahm allerdings allesamt zunichte machen konnte. 90 Sekunden vor dem Ende kassierte Newbury eine Strafe wegen hohen Stocks, Pasanen nahm seinen Goalie vom Eis, doch auch Costellos Ideen reichten nicht aus, um doch noch den Ausgleich zu verbuchen.

Statistik:

Roosters: Dahm – Bonsaksen, Larsson; Schmidt, Orendorz; Martinovic, Fischer; Shevyrin – Down, Combs, Costello; Jaspers, Salmonsson, Turnbull; Bassen, Florek, Brown; Weidner, Blank, Friedrich; Kahle.

Tore: 1:0 (31:40) Bast (Moore/5:4)

Strafen: Pinguins: 10; Roosters 8

Schiedsrichter: Fischer (Osterode), Singer (Gersthofen)