17 Sep 2017
Foto: City-Press

Erster Dreier ist eingefahren

Fischtown Pinguins Bremerhaven – Iserlohn Roosters 1:2 (0:0/0:2/1:0)

Bremerhaven – „Das war gut fürs Selbstvertrauen“, sagt ein starker Verteidiger Dieter Orendorz nach einem verdienten 2:1-Auswärtserfolg der Iserlohn Roosters bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven. Nach einer klug in der Defensive geführten Partie gehen diese ersten drei Zähler zu Recht ins Sauerland.

Wer sich taktisch ans eigene Konzept hält, wird belohnt. Das galt für die Sauerländer in den ersten zwanzig Minuten. Zwar wirkte das blau-weiße Match in der Nordseestadt wie mit angezogener Handbremse gespielt, die defensive Zurückhaltung, die feine Nase nicht in unnötige Konter des Gegners zu geraten, machte die Iserlohner aber zur besseren Mannschaft. Das ließ sich auch an der Zahl der Möglichkeiten ablesen. Während die Roosters vier, vielleicht fünf gute Offensivmomente hatten, konnte Bremerhaven nur ein einziges Mal gefährlich vor Sebastian Dahm auftauchen. Der beste Iserlohner Vorstoß, ein schneller Angriff über die rechte Seite von Mannschaftskapitän Jason Jaspers, der den Puck in die Mitte brachte, wo Salmonsson knapp verpasste (13.). Ohne die verletzten Fischer (Unterkörper), Blank (Oberkörper) und Lange (Unterkörper) angetreten, musste Trainer Pasanen seine Mannschaft erneut umstellen, beorderte Shevyrin in den Sturm zu Kahle und Weidner, Brown zu Down und Bassen sowie Salmonsson zu Jaspers und Florek. Friedrich startete an der Seite von Johan Larsson als Verteidiger.

Anders als im Auftaktdrittel nahm der Mittelabschnitt gleich Fahrt auf, hatten Combs und Florek im Zusammenspiel nach 36 Sekunden die erste Chance. Quirk hätte drei Minuten später die Gastgeber in Führung bringen können, scheiterte aber an der hervorragenden Schonerarbeit Sebastian Dahms. Das Spiel wurde temporeicher. Bremerhaven versuchte mehr Schlittschuh zu laufen, hatte weitere Gelegenheiten. Den ersten Treffer der Partie verbuchten die Gäste. Nachdem Turnbull am Schoner Pöpperles im Tor der Pinguins scheiterte, war der nächste Angriff von Erfolg gekrönt. Turnbull und Combs brachten Costello ins Match, der vor dem gegnerischen Kasten beim ersten Schuss scheiterte, den Rebound aber über den flach am Boden liegenden Pöpperle hob (25.). Die Partie blieb attraktiver, mit Gelegenheiten auf beiden Seiten und erneut zwei tollen Dahm-Saves, der gegen Quirk und Lampl mit dem Schoner rettete. Chad Bassen kassierte anschließend zwei Strafminuten wegen eines Crosschecks, doch statt des Bremerhavener Ausgleichs startete Brown nach einer genialen Idee von Jaspers einen 1:0-Konter und verwandelte zum 2:0. Ein wunderschöner Shorthander, der allerdings noch keine Entscheidung bedeuten sollte (35.).

Nach 5:28 Minuten im Schlussdrittel kassierte Turnbull wegen Spielverzögerung eine Zwei-Minuten-Strafe, die die Sauerländer aber ohne große Probleme überstanden. Es war ein wichtiger Moment auf dem Weg zum ersten möglichen Dreier der Saison. Je länger allerdings der Schlussabschnitt dauerte, umso öfter folgten die wütenden Angriffe der pfeilschnellen Pinguins. 7:48 Minuten vor dem Ende – die nächste Hinausstellung gegen den IEC. Diemal kassierte Dahm eine Strafe wegen absichtlichem Torverschiebens, erneut präsentierte sich das Pasanen-Team aber stark in Unterzahl, bis Bergman von der blauen Linie abzog und Lampl die Scheibe ins Iserlohner Tor abfälschte – der Anschlusstreffer (54.). Noch einmal wuchs anschließend der Bremerhavener Druck. 90 Sekunden vor dem Ende kassierte Down eine Strafe wegen hohen Stocks, doch die konzentrierte Spielweise des IEC sorgte dafür, dass die Zeit von der Uhr ging und die Sauerländer den ersten Sieg der Saison feiern durften.

Die Statistik:

Pinguins: Pöpperle – Lavallée, Moore; Lampl, Bergman; Bronson Maschmeyer, Jensen; Brock Maschmeyer – Nehring, Newbury, Hoeffel; Quirk, Owens, Hooton; Bast, George, Mauerman; Schwartz, Dejdar, Körner.

Roosters: Dahm – Larsson, Friedrich; Schmidt, Bonsaksen; Orendorz, Martinovic – Turnbull, Costello, Combs; Jaspers, Florek, Salmonsson; Down, Brown, Bassen; Weidner, Kahle, Shevrin.

Schiedsrichter: Melia (Neuss), Schütz (Zweibrücken)

Tore: 0:1 (24:53) Costello (Turnbull, Combs), 0:2 (34:54) Brown (Jaspers/4:5), 1:2 (53:33) Lampl (Bergman/5:4)

Strafen: Fischtown: 8; Roosters: 8

Zuschauer: 3.704