20 Okt 2017
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Vierter Sieg in Folge

Iserlohn Roosters – Fishtown Pinguins Bremerhaven 2:1 n.P (1:1/0:0/0:0/0:0)

Iserlohn – Rob Daum gewinnt sein erstes DEL-Match und die Roosters verbuchen, nach Penlatyschießen, Sieg Nummer vier in Folge. Dennoch war es harte Arbeit gegen starke Fishtown Pinguins. Boris Blank verletzte sich nach einem Check, könnte länger ausfallen.

Die ersten fünf Minuten glichen einem offenen Schlagabtausch. Mit offenem Visier und  riesigem läuferischen Engagement produzierten beide Mannschaften Großchancen am Fließband. Einziges Problem: Bremerhaven nutzte eine seiner ersten Möglichkeiten, traf nach 3:36 Minuten zum 1:0. Urbas ging über halblinks auf Lange zu, der Iserlohner Goalie stand einen Hauch zu früh auf, die Scheibe rutscht ins Slot, wo Quirk den Überblick behält und die Scheibe zur Bremerhavener Führung ins Tor geht. Trotzdem ackern die Sauerländer weiter, der Einfluss Daums ist deutlich erkennbar. Teils sind die Blau-Weißen mit vier Mann im Forechecking unterwegs, setzen den Gegner unglaublich früh unter Druck. Down, Friedrich und Turnbull generieren anschließend Chancen, der Ausgleich durch Combs braucht trotzdem bis zur 14. Spielminute. Da erkennt der Ex-Pinguin seine Chance vor Bremerhavens Keeper Pöpperle, trifft ins kurze Eck. Beide Teams hatten im weiteren Verlauf  Gelegenheiten zum erneuten Führungstreffer, es blieb aber in einem spannenden, aktionsreichen Match beim 1:1-Unentschieden. Unschöner Moment des ersten Drittels: Ein Check von Bremerhavens Cody Lampl gegen Boris Blank. Traf er Blank mit dem Ellenbogen von der ´blind side` am Kopf? Eigentlich wäre es dann eine Strafe, die Unparteiischen sahen es nicht so.

Blank kehrte nicht zurück, weder im zweiten noch im letzten Drittel, fehlte damit seiner Mannschaft in manch wichtiger Situation auf dem Eis. Das Spiel insgesamt veränderte sich. Anfangs ausgeglichen, offenbarten die Sauerländer zwischen der 25. und 30. Minute gravierende Probleme im Spielaufbau. Immer wieder verloren die Waldstädter hoch an der eigenen blauen Linie oder in der neutralen Zone die Scheibe. Die Gäste nutzten aber keine einzige dieser Gelegenheiten. Auch Basts Steal in der 28. Minute war am Ende sichere Beute von Mathias Lange. Nach dem Powerbreak hatte Daum seine Mannschaft wieder besser eingestellt. Plötzlich waren die Iserlohner das bessere Team, drückten immer intensiver in die Bremerhavener Zone und hatten ihre Möglichkeiten. Brown, Down und Turnbull hatten den Führungstreffer auf dem Schläger, Moore, nach 34 Minuten hätte für Bremerhaven treffen können. Am Ende des Mittelabschnitts war das Match wieder ausgeglichen, so dass das Unentschieden in Ordnung ging.

Druckvoller startete der IEC in die letzten 20 Minuten. Allein im Abschluss fehlte den Gastgebern immer wieder das Glück. Vor den Kasten Pöpperles kamen die Sauerländer mit großer Regelmäßigkeit, allein die Scheibe am tschechischen Goalie vorbei zu legen, gelang nicht. 10:30 Minuten vor dem Ende muss Quirk wegen eines Beinstellens vom Eis, die Sauerländer haben Powerplay, werden lautstark unterstützt vom Publikum, allein der Treffer will nicht fallen. Combs, Bassen und Down rackern, aber verbuchen ebenfalls nicht den zweiten Treffer, obwohl die Roosters es sich als aktivere Mannschaft verdient gehabt hätten. Weil es auch nach 60 Minuten noch immer Unentschieden steht, geht es in die Verlängerung. Hier kassieren die Roosters nach dem verlorenen Anspiel nach acht Sekunden einen Penalty, den Bast nicht an Lange vorbei ins Tor bringen kann. Combs leistet sich 3:16 Minuten vor dem Ende ein Haken, muss für zwei Minuten auf die Strafbank. Aber auch hier fand das beste Powerplay der Liga keinen Schlüssel zum Torerfolg. Es ging ins Penaltyschießen in dem Jack Combs und Blain Down zur Entscheidung für die Roosters treffen, Lange hält im Doppelpack gegen die Pinguine.

 

Die Statistik:

Roosters: Lange – Martinovic, Fischer; Bonsaksen, Schmidt; Eklund, Larsson; Orendorz – Jaspers, Combs, Friedrich; Down, Weidner, Brown; Turnbull, Blank, Florek; Bassen, Shevyrin, Salmonsson

Fishtown Pinguin: Pöpperle – Moore, Jensen; Bergman, Lampl; Rumble, Lavallée; Bronson Maschmeyer – Quirk, Urbas; Newbury; Schwartz, Owens; Bast, Mauerman, George; Körner, Dejdar, Brock Maschmeyer

Schiedsrichter: Melia (Herne), Schrader (Essen)

Tore: 0:1 (03:36) Quirk (Urbas, Moore), 1:1 (13:12) Combs (Jaspers, Martinovic), 2:1 (65:00) Combs (PS)

PS: Rumble (an TW), Combs (1:0), Quirk (an TW), Down (2:0)

Strafen: Roosters: 14; Fishtown Pinguins: 10

Zuschauer: 3.538