26 Jan 2018
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Drei wichtige Punkte gegen Nürnberg!

Iserlohn Roosters – Thomas Sabo Ice Tigers 5:2 (0:1/3:1/2:0)

Iserlohn – Das war ein Big-Point! In der fast ausverkauften Eissporthalle am Seilersee sichern sich die Roosters drei wichtige Punkte gegen Nürnberg, machen ein richtig gutes Spiel und verbessern damit wieder ihre Ausgangssituation für die Playoffs der Deutschen Eishockey Liga.

Diesmal verschliefen die Sauerländer den Start in die Partie nicht. Angefeuert vom grandiosen Publikum am Seilersee versuchte das Team von Rob Daum anfangs zwar Fehler und damit auch einen frühen Rückstand zu vermeiden, Minute um Minute tankte das Team allerdings Selbstvertrauen und präsentierte sich mutiger auf dem Eis. Spätestens als Turnbull, Friedrich und Florek die ersten hervorragenden Chancen vor dem von Andreas Jenike gehüteten Tor der Gäste hatten, waren die Sauerländer im Spiel – und gleichwertig. Dennoch waren es die Ice Tigers, die die Führung verbuchten. Mitchell brachte die Scheibe vor das Iserlohner Tor, die Scheibe prallte vom Weidners Kufe ab und ging ins Iserlohner Tor (9.). Damit mussten die Sauerländer zwar einem Rückstand hinterher laufen, steigerten den Druck noch einmal, waren die bessere Mannschaft. Einzig das Toreschießen wollte nicht gelingen, auch nicht als Martinovic, den völlig frei vor dem gegnerischen Tor stehenden Salmonsson sah, ihm die Scheibe halbhoch zuspielte, der Schwede abschloss, leider aber den Puck nicht richtig traf.

Der Mittelabschnitt begann mit Jurcinas Hammercheck gegen Kevin Schmidt und der Ansage des Iserlohner Verteidigers, dass das Konsequenzen haben würde. In der Folge wurden die Zweikämpfe härter und die Attacken häufiger. Vielleicht weckte der Check auch noch mehr den Ehrgeiz der Sauerländer, die nur Sekunden später den verdienten Ausgleich verbuchten. Nach einer wunderschönen Kombination jubelte Weidner, von seinen Reihenkollegen Florek und Friedrich in Szene gesetzt (24.). Nur 128 Sekunden später erhöhte Turnbull aus dem Slot auf 2:1. Die Ice Tigers bekamen die Scheibe nicht aus dem eigenen Drittel, Turnbull erkennt die freie Scheibe und lässt Jenike keine Chance. Die Partie ist gedreht, aber auch die Gastgeber bleiben anfällig. 53 Sekunden nach dem Führungstreffer gleichen die Ice Tigers aus, Möchel schießt von der blauen Linie, weil Dahm die Sicht durch Jaspers verstellt ist, geht der Puck ins Tor. Anschließend kassieren die Roosters zu viele Strafminuten, überstehen aber alle Unterzahlmomente und gehen 35 Sekunden vor dem Ende noch einmal in Führung. Blaine Down nimmt Anlauf, passt die Scheibe durch die eigenen Beine zurück auf Caporusso, der abzieht und zum 3:2 trifft (40.).

Mit einem knappen Vorsprung gehen die Roosters in ein Schlussdrittel. Nürnberg versucht den Blau-Weißen weiterhin durch ihre Körperkraft den Schneid abzukaufen, aber die Sauerländer lassen nicht nach, bringen Minute um Minute von der Uhr. Defensiv sicher zu stehen, ist die Hauptaufgabe, aber die Roosters finden den Mittelweg, spielen gut nach hinten und, wenn es der Gegner zulässt, gut nach vorn. Dann die 50. Minute. Bully in der Zone der Ice Tigers, Jaspers gewinnt das Anspiel, legt die Scheibe zu Schmidt, der sofort abzieht. Mittlerweile ist der Roosterskapitän vor dem gegnerischen Kasten, fälscht die Scheibe unhaltbar ab – 4:2 (50.). Eine einstudierte Situation. Entschieden ist das Match damit dennoch nicht. 6:37 Minuten vor dem Ende kassiert Caporusso eine Strafe wegen Beinstellens plus zehn Minuten wegen Reklamierens, aber auch diese Hinausstellung übersteht das Roosters-Team ohne Gegentreffer. Knapp drei Minuten vor Schluss nimmt Rob Wilson, Nürnbergs Coach eine Auszeit und zwei Minuten vor dem Ende den Torhüter vom Eis. Noch 64 Sekunden: Larsson muss nach einem Hacken auf die Strafbank. Drei Mal stoppt Dahm die Scheibe, bevor 34,9 Sekunden vor Drittelende der Puck zum fünften Mal im Ice Tigers Kasten einschlägt. Damit ist den Roosters der hoch verdiente Erfolg nicht mehr zu nehmen.

 

Die Statistik:

Roosters: Dahm – Fischer, Martinovic; Bonsaksen, Schmidt;Larsson, Eklund; Orendorz – Weidner, Florek, Friedrich; Jaspers, Brown, Combs; Down, Turnbull, Caporusso; Shevyrin, Salmonsson, Blank

Ice Tigers: Jenike – Mebus, Gilbert; Köppchen, Aronson; Weber, Jurcina; Torp – Dupuis, Mitchell, Segal; Steckel, Ehliz, Reimer; Buzas, Fox, Pföderl; Möchel, Alanov, Pohl

Schiedsrichter: Hunnius (Berlin), Iwert (Bad Nauheim)

Tore: 0:1 (08:30) Mitchell (Segal, Dupuis), 1:1 (23:21) Weidner (Friedrich, Florek), 2:1 (25:29) Turnbull (Caporusso, Schmidt), 2:2 (26:22) Möchel (Reimer, Aronson), 3:2 (39:25) Caporusso (Down, Fischer), 4:2 (49:08) Jaspers (Schmidt), 5:2 (59:26) Florek (Fischer/6:4-Empty Net)

Strafen: Roosters: 12 + 10 (Caporusso); Ice Tigers: 10

Zuschauer: 4.871