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30. Aug. 2026
Foto: Melanie Steigler
Foto: Melanie Steigler

Knappe Niederlage in intensivem Testspiel

Die Iserlohn Roosters haben im Finale des Sachsenlotto-Cups in Dresden am heutigen Sonntagabend mit 1:2 das Nachsehen gegen Bili Tygi Liberec aus Tschechien gehabt. Den Treffer für die Roosters erzielte Julian Napravnik.

Die Partie begann ausgeglichen, Liberec setzte die Roosters früh unter Druck, doch das Team von Headcoach Stefan Nyman hielt gut dagegen und erarbeitete sich erste Chancen und auch zwei Powerplays. Trotzdem stand nach dem ersten Drittel auf beiden Seiten die Null, auch weil Roosters-Goalie Andy Jenike gegen die unangenehmen Schussversuche der Tschechen stets die Übersicht behielt.

Nach dem Wiederbeginn hatte Jenike allerdings das Nachsehen – hatten die Roosters im ersten Durchgang noch den Slot gut verteidigt, gelang ihnen das in der 22. Minute nicht, als Pytlik bei einer Hereingabe von hinter der Grundlinie am schnellsten schaltete und die Führung für Liberec erzielte. Im Anschluss mussten die Roosters ein Powerplay überstehen, hielten sich da aber schadlos. Trotzdem spielte im weiteren Spielverlauf nur Liberec, die Tschechen waren stets gedanklich und auch in den Zweikämpfen einen kleinen Schritt schneller und stifteten so immer wieder Unruhe vor Jenikes Kasten. Nach exakt einer solchen Situation zappelte die Scheibe dann das zweite Mal hinter Jenike im Netz: Fasko-Rudas staubte in der in der 32. Minute ab.

Erst zum Drittelende konnten die Roosters auch nochmal Akzente setzen, doch Boland zögerte unter Bedrängnis im Slot ein wenig zu lange (38.). Ansonsten kam nicht viel von den Sauerländern – die Führung für die Bili Tygri (was übersetzt weiße Tiger bedeutet) ging nach 40 Minuten in Ordnung.

Wer allerdings dachte, dass besagte weiße Tiger den Roosters bereits den Schneid abgekauft hatten, sah sich unmittelbar nach Wiederbeginn eines Besseren belehrt: Gleich mit ihrer ersten Offensivaktion machten die Sauerländer ordentlich Druck und die Scheibe, die Napravnik in Richtung Tor geworfen hatte, landete auf einmal im Tor – nur noch 1:2 aus Roosters-Sicht (42.). Liberec besann sich nun auf defensive Kompaktheit und offensive Nadelstiche, ohne dabei die nötige Zweikampfhärte (das Team startet bereits in der kommenden Woche in die Champions Hockey League) zu verlieren. Doch die Roosters hielten weiter munter dagegen. Hinten hielt Jenike den Laden dicht, offensiv hatte Boland nach einem 4 auf 3-Konter die Chance auf den Ausgleich, doch traf nur den Pfosten (44.). Im Anschluss flachte die Partie wieder ein wenig ab, auch eine echte Schlussoffensive der Roosters blieb aus. Scott zielte im Konter zu zentral (58.) und Napravnik traf 20 Sekunden vor Schluss nur die Fanghand des gegnerischen Goalies. So steht am Ende eine nicht knappe Niederlage nach einem intensiven Testspiel.

IEC: Jenike (Hane) – Norell, Ugbekile; Hollowell, Johansson; Spornberger, Niehus; Panocha, Radionovs – Boland, Maier, Thomas; Napravnik, Scott, Farkas; Krauß, Eisenmenger, Lobach; Borzecki, Neumann, Bicker; Geiger.

Tore: 0:1 (22:00) Pytlik (Petrovsky), 0:2 (32:13) Fasko-Rudas (Galvas, Vlach), 1:2 (41:29) Napravnik (Scott, Hollowell).

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