Die Iserlohn Roosters haben nach der empfindlichen Niederlage am Freitag die richtige Reaktion gezeigt und ihr heutiges Heimspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg mit 3:2 in der Overtime gewonnen, Colin Ugbekile erzielte den umjubelten Siegtreffer.
Die Roosters waren von Beginn an um Intensität bemüht, wirkten allerdings auch durchaus angespannt und zunächst damit beschäftigt, den eigenen Kasten vor Goalie Hendrik Hane zu verteidigen. Dieser machte im Verbund mit seinen Vorderleuten einen guten Job, in der siebten Minute tauchte Spornberger nach einem Konter auf einmal frei vor dem Wolfsburger Kasten auf, scheiterte jedoch an Dustin Strahlmeier (7.). Krauß auf Iserlohner und Graber und Machacek auf Wolfsburger Seite hatten weitere Chancen, die Goalies waren aber jeweils auf dem Posten. Zum Ende des ersten Drittels hatten die Roosters dann das erste Powerplay der Partie und kombinierten durchaus gefällig, doch wegen einer Monsterparade von Strahlmeier gegen Thomas ging es torlos das erste Mal in die Kabinen.
Nach dem Wiederbeginn waren die Roosters eigentlich die bessere Mannschaft, doch das Führungstor erzielten die Gäste: Morley zielte bei angezeigter Strafe gegen Iserlohn und einem Mann mehr auf dem Eis sehr genau, Hane war chancenlos (25.). Im weiteren Spielverlauf fuhren die Roosters regelrecht wütende Angriffe, aber die Scheibe wollte nicht rein, egal ob Napravnik, Ugbekile oder Thomas per Alleingang, bei Strahlmeier war Schluss. Das galt auch für das nächste Roosters-Powerplay. Auf der Gegenseite rettete Hane in höchster Not gegen Choupani (36.). Und wenn Du sie vorne nicht machst… – bei einer weiteren Powerplay-Gelegenheit vorsprang die Scheibe beim Aufbau, Gaudet war völlig allein vor Hane und sagte danke, 2:0 für die Grizzlys (39.).
Mit diesem Ergebnis ging es auch die Kabinen, doch wer dachte, dass die Roosters an diesem Tiefschlag zu knabbern haben würden, sah sich getäuscht – das Team von Headcoach Stefan Nyman blies zur Aufholjagd. Der Anschlusstreffer in der 44. Minute war dann hochverdient: Krauß erarbeitete sich die Scheibe, fand Neumann im Getümmel und der zog trocken zum 1:2 ab. Drei Minuten später hatte Lobach im Powerplay die große Gelegenheit zum Ausgleich, doch Strahlmeier war mit einer weiteren Parade zur Stelle. Dann überstanden die Roosters ihre erste Unterzahlsituation der Partie und das brachte den nötigen Punch: Zehn Minuten vor dem Spielende zwang Boland Strahlmeier zur nächsten Monster-Parade, doch die Roosters blieben dran und über Krauß gelangte die Scheibe zu Scott, der zum Ausgleich einschob. In der Schlussphase hatten beide Teams Chancen auf den Sieg, doch es ging in die Overtime.
Dort hatten Quenneville und Boland per Alleingang schon beste Einschusschancen, bei letzterer konnte Gaudet nur regelwidrig stören, sodass es in Überzahl für die Roosters weiterging. Dort legte Napravnik dann auf Ugbekile quer, der trocken zum umjubelten Siegtreffer abzog.
IEC: Hane (Jenike) – Norell, Ugbekile; Hollowell, Johansson; Spornberger, Niehus – Thomas, Scott Boland; Quenneville, Maier, Krauß; Lobach, Geiger, Napravnik; Panocha, Neumann, Bicker.
Wolfsburg: Strahlmeier (Albrecht) – Thompson, Lancaster; Pfohl, Pasanen; Möser, Bowey; Hafenrichter – Lynch, Gaudet, Machacek; Choupani, Morley, Graber; Willhöft, Feser, Schinko; Veber, Mauermann, Ziegler.
Tore: 0:1 (24:56) Morley (Graber, Feser; EA-PP); 0:2 (38:31) Gaudet (SH1); 1:2 (43:14) Neumann (Krauß, Lobach); 2:2 (49:30) Scott (Krauß, Boland); 3:2 (62:29) Ugbekile (Boland, Neumann; PP1; GWG).
Strafen: 4 – 16+10
Zuschauer: 4451